{"id":3728,"date":"2011-03-16T08:00:12","date_gmt":"2011-03-16T06:00:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr-blog\/?p=3728"},"modified":"2011-03-16T08:00:12","modified_gmt":"2011-03-16T06:00:12","slug":"hotelzimmer-zum-nettopreis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/hotelzimmer-zum-nettopreis\/","title":{"rendered":"Hotelzimmer zum Nettopreis?"},"content":{"rendered":"[:de]\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left alignleft\" style=\"margin-right: 15px;margin-bottom: 10px\" title=\"So nicht, Herr Western!\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/besterpreis.jpg\" alt=\"So nicht, Herr Western!\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das Landgericht Berlin (LG Berlin, Beschluss vom 22.02.2011, Az. <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=15%20O%20276\/10\" title=\"15 O 276\/10 (2 zugeordnete Entscheidungen)\">15 O 276\/10<\/a>) hat gestern beschlossen, dass Internetangebot f\u00fcr Hotelpreise dann gegen das Wettbewerbsrecht versto\u00dfen, wenn nur der Nettopreis ausgewiesen wird und Hinweise auf zus\u00e4tzlich anfallende Vermittlungsgeb\u00fchren entfallen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Nach einem <a href=\"http:\/\/www.juris.de\/jportal\/portal\/t\/2qy6\/page\/homerl.psml?nid=jnachr-JUNA110300779&amp;cmsuri=%2Fjuris%2Fde%2Fnachrichten%2Fzeigenachricht.jsp\">Bericht<\/a> auf juris darf ein Webseitenbetreiber keine Werbung f\u00fcr Hotelzimmer mehr schalten, wenn hierbei nur die \u201eNetto-Preise\u201c angegeben werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">W\u00e4hrend es sich bei der Angabe von nur Nettopreisen um einen ziemlich eindeutigen Versto\u00df\u00a0 handeln d\u00fcrfte, sah das Gericht den Wettbewerbsversto\u00df in Form der irref\u00fchrenden Werbung darin, dass im ersten Buchungsschritt der klar erkennbare Hinweis fehlte, dass zu den ausgewiesenen Kosten f\u00fcr das Zimmer auch noch weitere Vermittlungsgeb\u00fchren des Webseitenbetreibers addiert werden m\u00fcssen. Angegeben war im vorliegenden Fall lediglich der \u00dcbernachtungspreis.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Sp\u00e4tere Hinweise auf den Zuschlag f\u00fcr den Webseitenbetreiber erkannte das Gericht nicht als ausreichend an, um die irref\u00fchrende Werbung nach <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/UrhG\/5.html\" title=\"&sect; 5 UrhG: Amtliche Werke\">\u00a7 5 UrhG<\/a> auszuschlie\u00dfen. Denn Ziel des Gesetzes sei es bereits, dass der Verbraucher davor gesch\u00fctzt werden solle, sich mit dem Angebot \u00fcberhaupt zu befassen. Ebenso bem\u00e4ngelt wurden auch Verst\u00f6\u00dfe nach der PangVO, da auf die zus\u00e4tzlichen Kosten nur mittels Sternchensymbol hingewiesen wurde und dieses seinerseits nicht deutlich genug ausgestaltet war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Fazit:<\/strong><br \/>\nAbzuwarten bleibt, ob sich dieser Trend durchsetzen wird. Auch bei Reisebuchungen via Internet insbesondere bei der Buchung von Fl\u00fcgen wundert man sich h\u00e4ufig \u00fcber die \u201eversteckten Kosten\u201c. (cs)<\/p>\n[:en]\n<p style=\"text-align: justify\"><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left alignleft\" style=\"margin-right: 15px;margin-bottom: 10px\" title=\"So nicht, Herr Western!\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/gallery\/vpv\/best.jpg\" alt=\"So nicht, Herr Western!\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das Landgericht Berlin (LG Berlin, Beschluss vom 22.02.2011, Az. <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=15%20O%20276\/10\" title=\"15 O 276\/10 (2 zugeordnete Entscheidungen)\">15 O 276\/10<\/a>) hat gestern beschlossen, dass Internetangebot f\u00fcr Hotelpreise dann gegen das Wettbewerbsrecht versto\u00dfen, wenn nur der Nettopreis ausgewiesen wird und Hinweise auf zus\u00e4tzlich anfallende Vermittlungsgeb\u00fchren entfallen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Nach einem <a href=\"http:\/\/www.juris.de\/jportal\/portal\/t\/2qy6\/page\/homerl.psml?nid=jnachr-JUNA110300779&amp;cmsuri=%2Fjuris%2Fde%2Fnachrichten%2Fzeigenachricht.jsp\">Bericht<\/a> auf juris darf ein Webseitenbetreiber keine Werbung f\u00fcr Hotelzimmer mehr schalten, wenn hierbei nur die \u201eNetto-Preise\u201c angegeben werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">W\u00e4hrend es sich bei der Angabe von nur Nettopreisen um einen ziemlich eindeutigen Versto\u00df\u00a0 handeln d\u00fcrfte, sah das Gericht den Wettbewerbsversto\u00df in Form der irref\u00fchrenden Werbung darin, dass im ersten Buchungsschritt der klar erkennbare Hinweis fehlte, dass zu den ausgewiesenen Kosten f\u00fcr das Zimmer auch noch weitere Vermittlungsgeb\u00fchren des Webseitenbetreibers addiert werden m\u00fcssen. Angegeben war im vorliegenden Fall lediglich der \u00dcbernachtungspreis.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Sp\u00e4tere Hinweise auf den Zuschlag f\u00fcr den Webseitenbetreiber erkannte das Gericht nicht als ausreichend an, um die irref\u00fchrende Werbung nach <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/UrhG\/5.html\" title=\"&sect; 5 UrhG: Amtliche Werke\">\u00a7 5 UrhG<\/a> auszuschlie\u00dfen. Denn Ziel des Gesetzes sei es bereits, dass der Verbraucher davor gesch\u00fctzt werden solle, sich mit dem Angebot \u00fcberhaupt zu befassen. Ebenso bem\u00e4ngelt wurden auch Verst\u00f6\u00dfe nach der PangVO, da auf die zus\u00e4tzlichen Kosten nur mittels Sternchensymbol hingewiesen wurde und dieses seinerseits nicht deutlich genug ausgestaltet war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Fazit:<\/strong><br \/>\nAbzuwarten bleibt, ob sich dieser Trend durchsetzen wird. Auch bei Reisebuchungen via Internet insbesondere bei der Buchung von Fl\u00fcgen wundert man sich h\u00e4ufig \u00fcber die \u201eversteckten Kosten\u201c. (cs)<\/p>\n[:]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[:de] Das Landgericht Berlin (LG Berlin, Beschluss vom 22.02.2011, Az. 15 O 276\/10) hat gestern beschlossen, dass Internetangebot f\u00fcr Hotelpreise dann gegen das Wettbewerbsrecht versto\u00dfen, wenn nur der Nettopreis ausgewiesen wird und Hinweise auf zus\u00e4tzlich anfallende Vermittlungsgeb\u00fchren entfallen. 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