{"id":36742,"date":"2018-01-04T13:31:38","date_gmt":"2018-01-04T12:31:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de?p=36742"},"modified":"2018-04-24T16:35:35","modified_gmt":"2018-04-24T15:35:35","slug":"zara-klaut-zeichnungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/urheber-designrecht\/zara-klaut-zeichnungen\/","title":{"rendered":"ZARA klaut Zeichnungen und feilscht um Schadensersatz"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_36743\" aria-describedby=\"caption-attachment-36743\" style=\"width: 470px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-36743 size-full\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/169_idee.jpg\" alt=\"Zara klaut Zeichnungen \" width=\"470\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/169_idee.jpg 470w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/169_idee-90x48.jpg 90w\" sizes=\"(max-width: 470px) 100vw, 470px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-36743\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 strichfiguren.de &#8211; fotolia.de<\/figcaption><\/figure>\n<p>ZARA steht \u00c4rger ins Haus: Ungefragt und reichlich unverbl\u00fcmt hat der Modemacher so genannte &#8220;Einlinienzeichnungen&#8221; eines K\u00f6lner Studenten verwendet, um das Design von Handtaschen aufzuwerten. Zwar wurden die Modelle nach Bekanntwerden der\u00a0<a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/rechtsgebiete\/urheberrecht\">Urheberrechts<\/a>-Verletzung zeitnah aus dem Verkehr gezogen und zumindest im Online-Shop z\u00fcgig gel\u00f6scht. Auch weitere K\u00fcnstler meldeten Rechte an. <!--more--><\/p>\n<h2>ZARA zeichnet Unterlassungserkl\u00e4rung<\/h2>\n<p>Der K\u00f6lner Student lie\u00df eine Unterlassungserkl\u00e4rung zur Unterschrift vorlegen und ZARA verpflichtete sich, keine Werke des K\u00fcnstlers mehr zu benutzen. Streit gibt es aber dennoch: Die vom Studenten und seinem Rechtsanwalt geforderte\u00a0<a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/magazin\/urheberrecht\/nichtnennung-urheber-schadensersatz\">Schadensersatzsumme<\/a>\u00a0in H\u00f6he von 12.500 Euro will ZARA nicht zahlen, die vom Unternehmen angebotenen 5.000 Euro sind dem Studenten zu wenig.<\/p>\n<p>Arno Lampmann, Fachanwalt f\u00fcr gewerblichen Rechtsschutz und Partner bei\u00a0<a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/rechtsgebiete\">LHR &#8211; Kanzlei f\u00fcr Marken, Medien, Reputation<\/a>: &#8220;Das ist nachvollziehbar, denn der Verkauf der Taschen hatte sicherlich einen nicht unerheblichen Anteil an dem Jahresumsatz von 15,4 Milliarden Euro in Filialen an 2200 Standorten und online. Eigentlich ist es unerh\u00f6rt, dass die Kette \u00fcberhaupt verhandeln will, denn das vorliegende Angebot ist alles andere als hoch. Nach einer\u00a0Auskunftserteilung\u00a0\u00fcber den Umsatz mit den so designten Taschen, zu der ZARA verpflichtet\u00a0w\u00e4re,\u00a0h\u00e4tte mit Sicherheit ein ungleich h\u00f6herer Betrag aufgerufen werden k\u00f6nnen.&#8221;<\/p>\n<h2>Kein Interesse an Negativ-Werbung<\/h2>\n<p>Vor Gericht wird der Fall nach Meinung von Lampmann wohl nicht landen, denn ZARA ist in Sachen Diebstahl geistigen Eigentums kein unbeschriebenes Blatt und d\u00fcrfte kein Interesse an weiterer Negativ-Werbung haben. Arno Lampmann: &#8220;Durch die Unterzeichnung der Erkl\u00e4rung erfolgte auch ein Quasi-Schuldeingest\u00e4ndnis. Das Unternehmen w\u00e4re gut beraten, den Vorschlag des K\u00f6lner Studenten anzunehmen.&#8221;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ZARA steht \u00c4rger ins Haus: Ungefragt und reichlich unverbl\u00fcmt hat der Modemacher so genannte &#8220;Einlinienzeichnungen&#8221; eines K\u00f6lner Studenten verwendet, um das Design von Handtaschen aufzuwerten. 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