{"id":36006,"date":"2017-11-27T11:40:49","date_gmt":"2017-11-27T10:40:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de?p=36006"},"modified":"2018-04-24T16:40:27","modified_gmt":"2018-04-24T15:40:27","slug":"yoko-ono-will-die-bar-john-lemon-verbieten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/medienrecht-und-persoenlichkeitsrecht\/yoko-ono-will-die-bar-john-lemon-verbieten\/","title":{"rendered":"Yoko Ono will die Bar &#8220;John Lemon&#8221; verbieten"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_36008\" aria-describedby=\"caption-attachment-36008\" style=\"width: 470px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-36008\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/191_beatles.jpg\" alt=\"\" width=\"470\" height=\"275\" srcset=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/191_beatles.jpg 470w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/191_beatles-90x53.jpg 90w\" sizes=\"(max-width: 470px) 100vw, 470px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-36008\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 phocks eye &#8211; Fotolia.com<\/figcaption><\/figure>\n<p>Man mag dem Hamburger Barbetreiber ruhig unterstellen, dass die Namensann\u00e4herung bewusst gew\u00e4hlt wurde. Bei der Er\u00f6ffnung der Kneipen Yoko Mono und John Lemon hatten die Hamburger allerdings die Rechnung ohne Lennons streitbare Witwe Yoko Ono gemacht, die gegen das Yoko Mono bereits eine Unterlassungsverf\u00fcgung beim Landgericht Hamburg (LG Hamburg, Beschluss v. 12.7.2017, Az. <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=318%20O%20195\/17\" title=\"318 O 195\/17 (2 zugeordnete Entscheidungen)\">318 O 195\/17<\/a>) erwirkt hat und nun auch gegen das John Lemon vorgeht.<!--more--><\/p>\n<h2>Namenswahl schafft Verbiundungen<\/h2>\n<p>Rechtsanwalt Arno Lampmann, Fachanwalt f\u00fcr gewerblichen Rechtsschutz und Partner bei LHR \u2013 Kanzlei f\u00fcr Marken, Medien, Reputation: \u201eMan kann die Freude des Betreibers \u00fcber das pfiffige Namenskonzept nachvollziehen, unterm juristischen Strich handelt es sich aber um die Verletzung des Pers\u00f6nlichkeitsrechts, das Lennons Witwe posthum f\u00fcr den ber\u00fchmten Beatle durchsetzt.\u201c Die dritte Kneipe \u2013 eventuell f\u00fcr extravagante Cocktails \u2013 h\u00e4tte wahrscheinlich den Namen \u201eMango Stirr\u201c getragen. Durch diese Namenswahl werden Verbindungen zu den ber\u00fchmten Originalen hergestellt und damit die Popularit\u00e4t der Beatles \u2013 und deren Witwen und Ehefrauen \u2013 f\u00fcr den eigenen wirtschaftlichen Erfolg missbraucht.<\/p>\n<h2>Barbetreiber will Yoko Ono zur Klage zwingen<\/h2>\n<p>Zum Problem k\u00f6nnte allenfalls werden, dass sich Yoko Ono 17 Jahre lang nicht an dem Bar-Namen gest\u00f6rt hatte. \u201eWas allerdings allenfalls m\u00f6gliche Schadensersatzanspr\u00fcche und nicht die Verpflichtung, die Nutzung des Namens zu unterlassen, betreffen w\u00fcrde.&#8221;, so Lampmann. Dennoch: Personen, die Ihren Namen in urspr\u00fcnglicher oder bewusst verf\u00e4lschter Form in der Nutzung durch andere verhindern wollen, sollten zeitnah Rechte anmelden und Unterlassung verlangen \u2013 Je fr\u00fcher je besser.<\/p>\n<p>Die Kosten f\u00fcr solch ein Verfahren tr\u00e4gt \u00fcbrigens der Rechtsverletzter. Das Geld f\u00fcr das Verfahren will der Hamburger Bar-Besitzer durch eine Crowdfunding-Aktion aufbringen. Laut Bildzeitung will er mit Unterst\u00fctzung seiner G\u00e4ste Yoko Ono zur Klage zwingen. Offenbar nach dem Motto: Wenn schon Werbung auf fremde Kosten, dann auch richtig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man mag dem Hamburger Barbetreiber ruhig unterstellen, dass die Namensann\u00e4herung bewusst gew\u00e4hlt wurde. 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