{"id":35969,"date":"2018-01-17T12:52:42","date_gmt":"2018-01-17T11:52:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de?p=35969"},"modified":"2019-08-14T09:53:58","modified_gmt":"2019-08-14T08:53:58","slug":"warum-sollte-man-eine-marke-schuetzen-lassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/markenrecht\/warum-sollte-man-eine-marke-schuetzen-lassen\/","title":{"rendered":"5 gute Gr\u00fcnde, warum Sie Ihre Marke sch\u00fctzen lassen sollten"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_35974\" aria-describedby=\"caption-attachment-35974\" style=\"width: 603px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-35974 size-full\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Fotolia_158272894_XS.jpg\" alt=\"warum sollte man eine Marke sch\u00fctzen lassen\" width=\"603\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Fotolia_158272894_XS.jpg 603w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Fotolia_158272894_XS-90x30.jpg 90w\" sizes=\"(max-width: 603px) 100vw, 603px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-35974\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 pathdoc &#8211; fotolia.com<\/figcaption><\/figure>\n<p><i>Sie sind gerade dabei, ein Start-Up zu gr\u00fcnden oder schon l\u00e4nger am Markt unternehmerisch t\u00e4tig? Dann haben Sie bestimmt schon einmal erwogen, den Namen Ihrer Unternehmung oder den Namen eines Ihrer Produkte oder Ihrer Dienstleistungen sch\u00fctzen zu lassen und damit dem Schutz des <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/rechtsgebiete\/markenrecht\">Markenrechts<\/a> zu\u00a0unterstellen.<\/i><\/p>\n<p><em>Aber ergibt das \u00fcberhaupt Sinn? Schlie\u00dflich kostet Sie eine Markenanmeldung Geld. Zum einen verlangt das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) allein f\u00fcr die Eintragung einen Obulus, zum anderen k\u00f6nnten Sie dar\u00fcber nachdenken, einen rechtlichen Beistand f\u00fcr die Anmeldung zurate zu ziehen. Dieser m\u00f6chte nat\u00fcrlich auch entlohnt werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Aufgrund unserer langj\u00e4hrigen Erfahrung k\u00f6nnen wir Ihnen getrost empfehlen: Lassen Sie Ihre Marke sch\u00fctzen. Im Folgenden zeigen wir Ihnen 5 gute Gr\u00fcnde, warum Sie Ihre Marke sch\u00fctzen lassen sollten.<\/em><\/p>\n<div class=\"box \"><div class=\"box__content\">\n<h2>\u00dcbersicht<\/h2>\n<ol>\n<li><a href=\"#1\">Die Herkunftsfunktion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#2\">Die Qualit\u00e4tsfunktion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#3\">Exklusivit\u00e4t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#4\">Der Verm\u00f6genswert einer Marke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#5\">Der Schutz einer Marke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#6\">Res\u00fcmee<\/a><\/div><\/div><\/li>\n<\/ol>\n<h2 id=\"1\">1. Die Herkunftsfunktion<\/h2>\n<p>Zun\u00e4chst sollten Sie sich dar\u00fcber bewusst werden, was eine Marke \u00fcberhaupt ist: Hierunter versteht man die Kennzeichnung von Produkten oder Dienstleistungen.<\/p>\n<p>Eine solche Kennzeichnung dient in erster Linie dem Zweck, dass Ihre potentiellen Kunden Ihre Produkte und Dienstleistungen von denen Ihrer Konkurrenz unterscheiden k\u00f6nnen. Mit einer Marke k\u00f6nnen Sie sich von der Konkurrenz abheben. Sie <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/magazin\/die-marke-als-schlussel-zur-identitatsscharfung\">individualisieren<\/a> Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung \u00a0und erhalten hierdurch einen gesch\u00fctzten\u00a0<strong>Wiedererkennungswert<\/strong>.<\/p>\n<p>Sch\u00fctzen Sie Ihre Marke nicht rechtzeitig, laufen Sie Gefahr, dass Ihnen Ihre Konkurrenz zuvorkommt. Im Markenrecht herrscht das Priorit\u00e4tsprinzip. Salopp ausgedr\u00fcckt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Hat Ihre Konkurrenz bereits eine \u00e4hnliche oder gar identische Marke eingetragen, ist es in der Regel zu sp\u00e4t.<\/p>\n<p><a href=\"#top\">Nach oben<\/a><\/p>\n<h2 id=\"2\">2. Die Qualit\u00e4tsfunktion<\/h2>\n<p>Neben der eben dargestellten Herkunftsfunktion hat eine Marke auch eine Qualit\u00e4tsfunktion. Sie sind von Ihrem Produkt \u00fcberzeugt? Wahrscheinlich aus gutem Grund. Haben Sie erst einmal Ihre Kunden von Ihrem Produkt \u00fcberzeugt, so beginnt Ihre Marke an Wert zu gewinnen.<\/p>\n<p>Ihre Kunden bringen Ihren Produkten und Dienstleistungen Vertrauen entgegen. Mit einer gezielten Markenstrategie k\u00f6nnen Sie daf\u00fcr sorgen, dass Ihre Kunden bestimmte <strong>Eigenschaften<\/strong> mit Ihrer Marke <strong>assoziieren<\/strong>.<\/p>\n<p>Nutzen Sie Ihre Marke regelm\u00e4\u00dfig und intensiv, k\u00f6nnen Sie ganz gezielt ein bestimmtes <strong>Produktimage<\/strong> aufbauen. Neben der Qualit\u00e4t des Produktes kann Ihr Produktimage zum eigenen Leistungsmerkmal erstarken. Denken Sie nur an die Marke &#8220;Apple&#8221;.<\/p>\n<p>Die Positionierung und Etablierung von Marken bieten Ihnen damit so einige Vorteile. Potentielle Kunden entwickeln gewisse Erwartungen und Vorstellungen mit Ihrer Marke. Sie k\u00f6nnen mit einer durchdachten Markenstrategie sogar die Kaufentscheidungen Ihrer potentiellen Kunden zu Ihren Gunsten beeinflussen. Doch nicht allein das Produkt, auch Ihr Unternehmen selbst profitiert hiervon enorm.<\/p>\n<p>Die Qualit\u00e4t einer Marke beeinflusst nicht allein Ihre potentiellen Kunden. Auch betriebsintern ist eine starke Marke von Vorteil. So tr\u00e4gt eine Marke zur sog. <strong>Corporate Identity<\/strong> bei. Ihre Mitarbeiter k\u00f6nnen sich so als Teil des Unternehmens besser mit Ihnen identifizieren und werden in aller Regel so auch produktiver sein. Nicht zuletzt motivieren bekannte und qualitativ hochwertige Marken auch potentielle Arbeitnehmer, sich f\u00fcr das entsprechende Unternehmen zu interessieren.<\/p>\n<p><a href=\"#top\">Nach oben<\/a><\/p>\n<h2 id=\"3\">3. Die Exklusivit\u00e4t<\/h2>\n<p>Ein weiterer entscheidender Grund ist die Exklusivit\u00e4t. Nur Ihnen allein geh\u00f6rt die Marke. Zum einen ist der Aspekt der Exklusivit\u00e4t mit der Qualit\u00e4ts- und der Herkunftsfunktion verbandelt. Haben Sie es geschafft, dass Ihre Kunden gewisse Eigenschaften mit Ihren Produkten verbinden, so werden diese Eigenschaften bzw. die Kombination dieser Eigenschaften exklusiv mit Ihrer Marke und somit mit Ihrem Unternehmen verbunden.<\/p>\n<p>Eingangs hatten wir angesprochen, dass Ihnen Ihre Konkurrenz mit einer Eintragung zuvor kommen kann. Seien Sie schneller! Die Exklusivit\u00e4t einer Marke bedeutet n\u00e4mlich auch, dass Sie Ihre Mitbewerber von der Nutzung einer bestimmten Marke ausschlie\u00dfen k\u00f6nnen. Ist Ihre Marke einmal eingetragen, k\u00f6nnen Sie entscheiden, wer diese Marke nutzen darf oder aber Sie k\u00f6nnen den Missbrauch Ihrer Marke verhindern.<\/p>\n<p><a href=\"#top\">Nach oben<\/a><\/p>\n<h2 id=\"4\">4. Der Verm\u00f6genswert einer Marke<\/h2>\n<p>Hat sich Ihre Marke erst einmal etabliert, hat Ihre Marke neben den eben dargestellten ideellen Werten auch einen finanziellen Wert.<\/p>\n<p>Nehmen wir einmal an, Sie f\u00fchren ein kleines mittelst\u00e4ndisches Unternehmen, das im Online-Handel t\u00e4tig ist. F\u00fcr Ihre Produkte haben Sie eine Marke eintragen lassen. Sollte es nun zu dem Fall kommen, dass jemand Ihre Marke verletzt, k\u00f6nnten Sie gerichtlich hiergegen vorgehen und dem Verletzer verbieten, die von ihnen gesch\u00fctzte Bezeichnung im Verkehr zu benutzen. Auf dem Marktplatz <strong>Amazon<\/strong> ist es beispielsweise so, dass jedem individuellen (Marken-)artikel eine bestimmte Artikelseite zugeordnet ist. Es liegt auf der Hand, dass es einen erheblichen wirtschaftlichen Vorteil behauptet, \u00a0der einzige zu sein, der den entsprechenden Artikel dort rechtm\u00e4\u00dfig anbieten kann.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen Sie nat\u00fcrlich auch mit Marken handeln. Sie k\u00f6nnen Marken ankaufen oder Ihre Marke verkaufen. Des Weiteren steht Ihnen nat\u00fcrlich die M\u00f6glichkeit offen, Ihre Marke zu lizensieren. So k\u00f6nnen Sie selbst im Fall des Nichtgebrauchs einer Marke noch wirtschaftlichen Nutzen aus einer Anmeldung ziehen.<\/p>\n<p><a href=\"#top\">Nach oben<\/a><\/p>\n<h2 id=\"5\">5. Der rechtliche Schutz<\/h2>\n<p>Zu guter Letzt m\u00f6chten wir Ihnen Ihre rechtlichen M\u00f6glichkeiten bei einer Markenrechtsverletzung aufzeigen. Das deutsche Recht gibt Ihnen hier vielf\u00e4ltige M\u00f6glichkeiten an die Hand, das von Ihnen erworbene Schutzrecht auch entsprechend durchzusetzen.<\/p>\n<p>So haben Sie bspw. die M\u00f6glichkeit vor dem DPMA ein <strong>Widerspruchsverfahren<\/strong> anzustrengen. Haben Sie Ihre Marke eingetragen und stellen sodann fest, dass nachtr\u00e4glich jemand ein \u00e4hnliches Zeichen hat eintragen lassen, so k\u00f6nnen Sie einen Widerspruch einlegen. Dieser hat zur Folge, dass die eingetragene Marke Ihres Konkurrenten wieder gel\u00f6scht wird. Schlie\u00dflich besitzen Sie die exklusiven Rechte an der Marke.<\/p>\n<p>F\u00fcr ein solches Widerspruchsverfahren gibt es eine gesetzliche Frist von drei Monaten. Sollten Sie diese Frist verstreichen lassen, bleibt die M\u00f6glichkeit, ein <strong>L\u00f6schungsverfahren<\/strong> anzustrengen.<\/p>\n<p>Aber auch f\u00fcr den Fall, dass ein Dritter Ihre Waren nachahmt und Ihre Marke nutzt, haben Sie vielf\u00e4ltige M\u00f6glichkeiten dagegen vorzugehen. So k\u00f6nnen Sie zum einen den Gegner abmahnen. Mit einer solchen <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/magazin\/markenrecht\/lhr-ratgeber-abmahnungen\"><strong>Abmahnung<\/strong><\/a> fordern Sie Ihren Gegner einerseits auf die Markenrechtsverletzung zu <strong>beseitigen<\/strong>. Damit fordern Sie von Ihren Gegner in der Regel dazu auf,\u00a0\u00a0eine <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/magazin\/urheberrecht\/vertragsstrafe-nach-einer-unterlassungserklaerung\"><strong>strafbewehrte<\/strong> Unterlassungserkl\u00e4rung<\/a> abzugeben. Sollte Ihr Gegner den Rechtsversto\u00df wiederholen, m\u00fcsste er allein aufgrund seiner abgegebenen Unterlassungserkl\u00e4rung eine Vertragsstrafe an Sie zahlen.<\/p>\n<p>Dauert die Verletzung Ihrer Marke an, ist es nicht unwahrscheinlich, dass Ihnen hierdurch ein wirtschaftlicher Schaden entstanden ist. Diesen k\u00f6nnen Sie sodann im Wege einer <strong>Schadensersatzklage<\/strong> ausgleichen lassen.<\/p>\n<p>Sollten Sie sich gezwungen sehen, Ihre Anspr\u00fcche vor Gericht durchzusetzen, m\u00fcssen Sie Ihre Inhaberschaft an dem Markenrecht nachweisen. Haben Sie Ihre Marke nicht eintragen lassen \u00a0und ihre Hoffnung in eine seltene aber durchaus in Betracht kommende <strong>Benutzungsmarke<\/strong> gelegt, k\u00f6nnte Sie allein diese <strong>Beweisfrage<\/strong> in die <strong>Bredouille<\/strong> bringen. Im umgekehrten Fall hingegen brauchen Sie lediglich Ihre Markenurkunde vorlegen.<\/p>\n<p><a href=\"#top\">Nach oben<\/a><\/p>\n<h2 id=\"6\">Res\u00fcmee<\/h2>\n<p>Es sind nicht allein die tats\u00e4chlichen Verm\u00f6genswerte, die eine Marke so wertvoll machen. Vor allem die ideellen Werte, wie die Herkunfts- oder die Qualit\u00e4tsfunktion sind bei einer Marke ausschlaggebend. Die Individualisierung, die Sie mit einer Marke erreichen, oder aber das Produktimage sind Faktoren, die Ihren Absatz mittelbar steigern.<\/p>\n<p>Wollen Sie sich diese Werte erhalten, so sollten Ihre Marke sch\u00fctzen zu lassen. Erst durch die Eintragung der Marke erhalten Sie das geeignete Werkzeug, um den Markenschutz auch konsequent durchzusetzen. Davon abgesehen ist eine Markeneintragung nicht all zu teuer. Je nach Art der Anmeldung (postalisch oder elektronisch) kostet eine Eintragung 300 \u20ac bzw. 290 \u20ac.<\/p>\n<p><a href=\"#top\">Nach oben<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie sind gerade dabei, ein Start-Up zu gr\u00fcnden oder schon l\u00e4nger am Markt unternehmerisch t\u00e4tig? Dann haben Sie bestimmt schon einmal erwogen, den Namen Ihrer Unternehmung oder den Namen eines Ihrer Produkte oder Ihrer Dienstleistungen sch\u00fctzen zu lassen und damit dem Schutz des Markenrechts zu\u00a0unterstellen. Aber ergibt das \u00fcberhaupt Sinn? Schlie\u00dflich kostet Sie eine Markenanmeldung [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":51,"featured_media":35974,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"content-type":"","footnotes":""},"categories":[10],"tags":[301,17093,17094,17095],"class_list":["post-35969","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-markenrecht","tag-markenrecht","tag-gruende-fuer-markenschutz","tag-herkunftsfunktion","tag-qualitaetsfunktion"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/35969","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/51"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=35969"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/35969\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/35974"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=35969"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=35969"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=35969"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}