{"id":35473,"date":"2017-10-27T11:20:24","date_gmt":"2017-10-27T10:20:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de?p=35473"},"modified":"2018-04-24T16:42:04","modified_gmt":"2018-04-24T15:42:04","slug":"mailchimp-aendert-standardverfahren-auf-single-opt-in","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/wettbewerbsrecht-kartellrecht\/mailchimp-aendert-standardverfahren-auf-single-opt-in\/","title":{"rendered":"Abmahnungen drohen: MailChimp \u00e4ndert Standardverfahren auf Single-Opt-In"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_35474\" aria-describedby=\"caption-attachment-35474\" style=\"width: 470px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-35474\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/158_3affen.jpg\" alt=\"\" width=\"470\" height=\"314\" srcset=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/158_3affen.jpg 470w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/158_3affen-90x60.jpg 90w\" sizes=\"(max-width: 470px) 100vw, 470px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-35474\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Prostock-studio &#8211; Fotolia.com<\/figcaption><\/figure>\n<p>So einfach geht das in Amerika: Der auch in Deutschland sehr beliebte Newsletter-Versender switched von einem Tag auf den anderen standardm\u00e4\u00dfig auf das Single-Opt-In-Verfahren um und \u00fcbergeht damit kurzerhand eine in Deutschland gesetzlich geforderte Stufe zur verl\u00e4sslichen Echtheitspr\u00fcfung von Newsletter-Abonnenten.<\/p>\n<p>Am so genannten Double-Opt\u2014In kommt man in Deutschland jedoch nicht vorbei. Das hei\u00dft: Ein Newsletter-Empf\u00e4nger muss den Dienst bestellen oder sein Einverst\u00e4ndnis erkl\u00e4ren und dann z.B. \u00fcber eine Best\u00e4tigungsmail nochmals deutlich machen, dass er den Dienst wirklich nutzen will. Beim Single-Opt-In funktioniert das wesentliche einfacher: Der Kunde bestellt einen Newsletter und bekommt ihn auch sofort. <!--more--><\/p>\n<p>MailChimp rechtfertigt die Umstellung auf das vereinfachte Verfahren mit ansonsten zu hohen Absprungraten.<\/p>\n<h3>MailChimp-Nutzern drohen teure Abmahnungen<\/h3>\n<p>Mag sein, aber darum geht&#8217;s ja nicht: Wer in Deutschland Werbung versenden will, muss sich nach den rechtlichen Vorgaben richten, eine Einwilligung einholen und diese auch nachweisen k\u00f6nnen. Wer das nicht tut, riskiert teure Abmahnungen, einstweilige Verf\u00fcgungen und Klagen der Konkurrenz oder sogar der Empf\u00e4nger der Werbe-E-Mails.<\/p>\n<p>Das alles tangiert MailChimp offenbar nicht: Kunden werden lediglich informiert, dass das Standardverfahren umgestellt wird.<\/p>\n<p>&#8220;Informiert?\u201c Rechtsanwalt Arno Lampmann, Fachanwalt f\u00fcr gewerblichen Rechtsschutz und Partner bei LHR \u2013 Kanzlei f\u00fcr Marken, Medien, Reputation: \u201eDie juristischen Folgen werden einfach ausgeklammert und die User auf m\u00f6gliche Gefahren gar nicht hingewiesen. Das ist inakzeptabel.&#8221;<\/p>\n<h3>MailChimp-Nutzer m\u00fcssen handeln<\/h3>\n<p>Ab 31. Oktober wird jeder MailChimp-Newsletter mit dem vereinfachten Verfahren ausgeliefert. Was deutsche Kunden tun k\u00f6nnen: Wenn man vor Abmahnungen und hohen Vertragsstrafen sicher sein will, muss man die in Deutschland verlangte Verfahrensoption in den Einstellungen korrekt ausw\u00e4hlen. Lampmann: \u201eWer das vers\u00e4umt, kann sich nicht auf ein Fehlverhalten von MailChimp berufen. Jeder Unternehmer ist n\u00e4mlich grunds\u00e4tzlich auch f\u00fcr Handlungen von beauftragten Dritten selbst verantwortlich.\u201c<\/p>\n<h3>MailChimp w\u00e4re rechtlicher St\u00f6rer und haftet mit<\/h3>\n<p>Auch MailChimp k\u00f6nnte \u00c4rger drohen. Nicht nur durch m\u00f6gliche Regressanspr\u00fcche von Nutzern, die aufgrund der Umstellung abgemahnt werden. Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass MailChimp als St\u00f6rer haften k\u00f6nnte, da das Unternehmen durch die strukturelle und ungefragte \u00c4nderung der Versandvorg\u00e4nge an den Rechtsverst\u00f6ssen mitwirkt. Da zu vermuten steht, dass professionelle Abmahner bereits in den Startl\u00f6chern stehen, sollten alle Nutzer des Dienstes MailChimp schnell reagieren oder wenigstens im Falle des Falles Anspr\u00fcche gegen den Anbieter pr\u00fcfen lassen.<\/p>\n<h3>Update 1.11.2017:<\/h3>\n<p>MailChimp hat auf die \u00f6ffentliche Kritik an der ungefragten Umstellung reagiert und teilt mit, dass die Standardeinstellungen f\u00fcr User mit E-Mailadressen aus dem EU-Raum unver\u00e4ndert auf Double-Opt-In verbleiben werden. Gut so!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So einfach geht das in Amerika: Der auch in Deutschland sehr beliebte Newsletter-Versender switched von einem Tag auf den anderen standardm\u00e4\u00dfig auf das Single-Opt-In-Verfahren um und \u00fcbergeht damit kurzerhand eine in Deutschland gesetzlich geforderte Stufe zur verl\u00e4sslichen Echtheitspr\u00fcfung von Newsletter-Abonnenten. 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