{"id":32857,"date":"2017-09-04T13:36:42","date_gmt":"2017-09-04T12:36:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de?p=32857"},"modified":"2018-04-24T16:52:18","modified_gmt":"2018-04-24T15:52:18","slug":"unzulaessige-instagram-werbung-rossmann-muss-im-wiederholungsfall-250-000-euro-zahlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/wettbewerbsrecht-kartellrecht\/unzulaessige-instagram-werbung-rossmann-muss-im-wiederholungsfall-250-000-euro-zahlen\/","title":{"rendered":"Unzul\u00e4ssige Instagram-Werbung &#8211; ROSSMANN muss im Wiederholungsfall bis zu 250.000 Euro zahlen"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_32860\" aria-describedby=\"caption-attachment-32860\" style=\"width: 470px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-32860\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/137_instagram.jpg\" alt=\"Unzul\u00e4ssige Instagram-Werbung\" width=\"470\" height=\"314\" srcset=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/137_instagram.jpg 470w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/137_instagram-90x60.jpg 90w\" sizes=\"(max-width: 470px) 100vw, 470px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-32860\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Eugenio Marongiu &#8211; Fotolia.com<\/figcaption><\/figure>\n<p>Instagram ist das neue Facebook &#8211; treffender kann man die rasante Entwicklung des Bilderdienstes nicht beschreiben. Es werden bis zu 500.000 Dollar an Top-Accounts gezahlt, wenn dort Werbung f\u00fcr ein Unternehmen gemacht wird.<\/p>\n<p>Daher ist es kein Wunder, dass bekannte &#8220;<a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/magazin\/wettbewerbsrecht\/schleichwerbung-influencer\">Influencer<\/a>&#8221; und allgemein bekannte Prominente mit gut laufenden Instagram-Accounts insbesondere von der Fashion- und Beauty-Industrie hei\u00df umworben werden. \u201cOft zu hei\u00df\u201d, wie Rechtsanwalt Arno Lampmann, Fachanwalt f\u00fcr gewerblichen Rechtsschutz und Partner bei LHR, Kanzlei f\u00fcr Marken, Medien, Reputation &#8211; immer wieder feststellen muss.<!--more--><\/p>\n<p>Das Oberlandesgericht Celle hat in einem aktuellen Urteil festgestellt, dass bezahlte Kooperationen mit Influencern auf Instagram deutlich als Werbung gekennzeichnet werden m\u00fcssen. Die Drogeriekette ROSSMANN hatte &#8211; versteckt neben anderen Tags &#8211; den &#8220;Hashtag #ad&#8221; mit Werbung f\u00fcr das Unternehmen von einem bekannten Influencer verkn\u00fcpfen lassen. Offenbar sollte das &#8220;ad&#8221; f\u00fcr &#8220;Advertisement&#8221; stehen. &#8220;Alles andere als ausreichend,&#8221; so die Celler Richter. Werbung muss auf den ersten Blick als solche erkennbar sein. Von einem durchschnittlichen Mitglied der Zielgruppe k\u00f6nne nicht erwartet werden, ein &#8220;ad&#8221; mit kommerzieller Werbung verbinden zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Eine Kennzeichnung, die diesen Anforderungen nicht entspricht, ist grunds\u00e4tzlich unzul\u00e4ssig und l\u00f6st einen Unterlassungsanspruch eines Wettbewerbers aus. Im vorliegenden Fall war es sicherlich auch kein Versehen, dass dieser \u201cHinweis\u201d \u201cad\u201d lediglich aus zwei Buchstaben bestand und zudem noch gut versteckt war und somit noch nicht einmal unter englischen Muttersprachler einen zuverl\u00e4ssigen Schluss auf einen Werbebeitrag zulie\u00df. ROSSMANN muss jetzt aufpassen und sicherstellen, dass werbende Beitr\u00e4ge <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/rechtsgebiete\/wettbewerbsrecht\">sauber gekennzeichnet<\/a> sind, denn im Wiederholungsfall droht ein Ordnungsgeld in H\u00f6he von bis zu 250.000 Euro.<\/p>\n<p>OLG Celle, Urteil v. 8.6.2017, Az. <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=13%20U%2053\/17\" title=\"OLG Celle, 08.06.2017 - 13 U 53\/17: Anforderungen an die Kennzeichnung von Werbung auf Instagra...\">13 U 53\/17<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Instagram ist das neue Facebook &#8211; treffender kann man die rasante Entwicklung des Bilderdienstes nicht beschreiben. Es werden bis zu 500.000 Dollar an Top-Accounts gezahlt, wenn dort Werbung f\u00fcr ein Unternehmen gemacht wird. 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