{"id":32677,"date":"2017-08-17T19:12:15","date_gmt":"2017-08-17T18:12:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de?p=32677"},"modified":"2018-05-08T15:19:29","modified_gmt":"2018-05-08T14:19:29","slug":"maschmeyer-rufmord-kampagne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/medienrecht-und-persoenlichkeitsrecht\/maschmeyer-rufmord-kampagne\/","title":{"rendered":"Maschmeyer-Rufmord-Kampagne: Die Reputation als Spekulationsgut der Journalisten?"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_32701\" aria-describedby=\"caption-attachment-32701\" style=\"width: 425px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-32701 size-full\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Rufmord-Kampagne.jpg\" alt=\"Rufmord-Kampagne\" width=\"425\" height=\"282\" srcset=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Rufmord-Kampagne.jpg 425w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Rufmord-Kampagne-90x60.jpg 90w\" sizes=\"(max-width: 425px) 100vw, 425px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-32701\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 stockWERK &#8211; Fotolia.com<\/figcaption><\/figure>\n<p><em>Aktuell sorgt Stefan Schabirosky mit seinem Buch &#8220;Mein Auftrag: Rufmord&#8221; f\u00fcr Aufsehen und Unruhe in der Medienlandschaft.<\/em><\/p>\n<p><em>In seinem Buch behauptet er, im Auftrag eines Wettbewerbers, dem Versicherungskonzern DVAG, eine erfolgreiche Rufmord-Kampagne gegen den Unternehmer Carsten Maschmeyer und den AWD gef\u00fchrt zu haben.<\/em><\/p>\n<h3><strong>Rufmord-Kampagne: Strategisches Vorgehen mit dem Ziel der Vernichtung der Reputation<br \/>\n<\/strong><\/h3>\n<p>Die gezielte Attacke auf den guten Ruf des Unternehmers war danach ein Racheakt von Schabirosky, der zuvor selbst f\u00fcr Maschmeyer gearbeitet hatte und sich im Unfrieden vom Konzern getrennt hatte.<\/p>\n<p>Schabirosky ging die Zerst\u00f6rung der Reputation nach eigener Auskunft von Beginn an \u00e4u\u00dferst strategisch an: Zun\u00e4chst richtete er eine Homepage ein, auf welcher der AWD-Konzern gezielt diskrediert wurde (&#8220;Verbrecherbude&#8221;) und auf der Gleichgesinnte ihrem Zorn auf das Unternehmen freien Lauf lassen konnten und sollten. Dann nahm Schabirosky gezielt Kontakt zu sogenannten Anlegeranw\u00e4lten auf, deren Gesch\u00e4ftsmodell die Vertretung mutma\u00dflich gesch\u00e4digter Anlager auf m\u00f6glichst breitem Feld ist. Die auf der Homepage erzeugte Stimmung trieb die vermeintlich geprellten und nunmehr immer st\u00e4rker alamierten Anleger unmittelbar zu den bereits durch Schabirosky informierten Anlegerschutzanw\u00e4lten. Nach eigener Auskunft verteilte Schabirosky an diese Anw\u00e4lte zudem CDs mit Insidermaterial, um in das nunmehr bereits z\u00fcndelnde Feuer noch weiteres Benzin zu gie\u00dfen und den Anw\u00e4lten Input f\u00fcr eine Beratungsstragegie gegen Maschmeyer und seinen AWD zu geben.<\/p>\n<p>Auf dieser Grundlage wandte er sich dann an die Presse und nutzte zum Beleg seiner Vorw\u00fcrfe insbesondere auch die Schrifts\u00e4tze der mit seinen Informationen gef\u00fctterten Anw\u00e4lte.<\/p>\n<h3><strong>Die Rolle der Presse in der\u00a0<\/strong><strong>Rufmord-Kampagne<\/strong><\/h3>\n<p>Und die Presse stieg nach anf\u00e4nglicher Zur\u00fcckhaltung mit voller Breitseite auf die Rufmord-Kampagne ein:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eIch habe vieles so fingiert, dass aus harmlosen Infos Skandalnachrichten wurden, zum Beispiel die angebliche Verschuldung vieler AWD-Vertriebler beim eigenen Unternehmen. Der AWD sollte sich wie von einem Kraken stetig aus unterschiedlichsten Ecken angegriffen f\u00fchlen. Und schlie\u00dflich und vor allem habe ich versucht, kritische Berichte in den Medien unterzubringen\u201c,<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"http:\/\/meedia.de\/2017\/08\/15\/schabirosky-zur-rolle-der-medien-bei-maschmeyer-kampagne-die-wollten-sich-ihre-story-nicht-kaputtmachen-lassen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">berichtet Schabirosky auskunftsfreudig<\/a>, um sein Buch zu promoten.<\/p>\n<p>Ein Journalist der S\u00fcddeutschen Zeitung brachte Schabirosky <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/my\/finanzen\/banken-versicherungen\/awd-rufmoerder-schabirosky-im-interview-ich-habe-eine-meute-entfesselt\/20185610.html?ticket=ST-2563080-eYZlDL00uDnietjvhRk9-ap1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">nach eigener Auskunft im Handelsblatt<\/a> dann auf die Idee einer anonymen Strafanzeige gegen den AWD, um aus dem die Repuation bereits fressenden Feuer ein flammendes Inferno zu machen:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDabei lernte ich von dem Journalisten auch, dass eine anonyme Strafanzeige gegen den AWD Wunder wirken w\u00fcrde. Mit einem guten Hamburger Anwalt war diese Anzeige schnell bei der Finanzaufsicht Bafin eingereicht. Dann brachen bei anderen Medien schnell alle D\u00e4mme.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<h3><strong>Reputationsmanagement: Unzul\u00e4ssige Berichterstattung, Schadensersatzanspr\u00fcche und strafrechtliche Relevanz<\/strong><\/h3>\n<p>In der von Schabirosky intiierten Rufmord-Kampagne profitierten die verschiedenen Player damit jeweils voneinander und halfen sich gegenseitig, um die Zerst\u00f6rung der Reputation weiter voran zu treiben. <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/magazin\/der-deal-im-presserecht-der-ndr-und-carsten-maschmeyer\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Auf Kosten des AWD und Maschmeyers<\/a>. Letztlich sind alle an der Rufmord-Kampagne Beteiligten aber als Verlierer anzusehen. Insbesondere die Journalisten m\u00fcssen sich den Vorwurf massiver Verst\u00f6\u00dfe gegen die journalistische Sorgfaltspflicht und gegen die Grunds\u00e4tze einer zul\u00e4ssigen Verdachtsberichterstattung gefallen lassen. Nach dem Vorbringen Schabiroskys hielten die Medien auch an der rechtsverletzenden Schmutzkampagne fest, nachdem er sie dar\u00fcber informiert hatte, dass die Vorw\u00fcrfe von ihm absichtlich fingiert worden waren, weil man sich &#8220;die Story&#8221; nicht kaputt machen lassen wollte.<\/p>\n<p>Und Schabirosky selbst gibt sich gegen\u00fcber den Journalisten des Handelsblatts &#8211; die mit ihrer aktuellen Berichterstattung noch en passant die Kollegenschelte verteilen k\u00f6nnen &#8211; bedenklich offenherzig, wenn er beispielsweise von der Weitergabe von Betriebsgeheimnissen spricht, um sein Buch m\u00f6glichst pr\u00e4zise zu bewerben.<\/p>\n<p>Dass die Verbreitung von sensiblen Informationen und Betriebsgeheimnissen nach dem gesetzlichen Indiskretionsschutz f\u00fcr Unternehmen nicht nur rechtswidrig ist, sondern nach \u00a7\u00a7 17 &#8211; 19 UWG auch strafrechtliche Relevanz hat, wird Schabirosky sicherlich mit seinen Anw\u00e4lten vor dem Schritt in die \u00d6ffentlichkeit eingehend er\u00f6rtert haben. Und dass bei gezielten Angriffen auf die Reputation zudem auch die Durchsetzung umfassender Schadensersatzanspr\u00fcche m\u00f6glich ist, wird bei den Besprechungen zwischen Schabirosky und seinen Anw\u00e4lten sicherlich ebenfalls ein intensives Thema gewesen sein.<\/p>\n<p><strong>Wir haben uns auf den Schutz von Unternehmen und Pers\u00f6nlichkeiten spezialisiert. Falls Sie zu den Betroffenen von <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/rechtsgebiete\/reputationsmanagement\">Pers\u00f6nlichkeitsrechtsverletzungen<\/a>\u00a0geh\u00f6ren, rufen Sie uns gerne an oder schreiben uns eine E-Mail.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aktuell sorgt Stefan Schabirosky mit seinem Buch &#8220;Mein Auftrag: Rufmord&#8221; f\u00fcr Aufsehen und Unruhe in der Medienlandschaft. 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