{"id":32437,"date":"2017-08-09T15:10:13","date_gmt":"2017-08-09T14:10:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de?p=32437"},"modified":"2018-04-24T17:07:43","modified_gmt":"2018-04-24T16:07:43","slug":"aus-fuer-anonyme-bewertungen-jameda-muss-identitaet-von-bewertern-aufdecken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/medienrecht-und-persoenlichkeitsrecht\/aus-fuer-anonyme-bewertungen-jameda-muss-identitaet-von-bewertern-aufdecken\/","title":{"rendered":"Aus f\u00fcr anonyme Bewertungen &#8211; Jameda muss Identit\u00e4t von Bewertern aufdecken"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_32438\" aria-describedby=\"caption-attachment-32438\" style=\"width: 470px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-32438\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/130_jameda.jpg\" alt=\"Identit\u00e4t von Bewertern\" width=\"470\" height=\"271\" srcset=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/130_jameda.jpg 470w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/130_jameda-90x52.jpg 90w\" sizes=\"(max-width: 470px) 100vw, 470px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-32438\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 blackday -Fotolia.com<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das Urteil macht zu Unrecht schlecht bewerteten Medizinern Hoffnung: Das Portal Jameda muss bei begr\u00fcndetem Verdacht, eine schlechte Bewertung entspreche nicht der Wahrheit, die Kommunikation zwischen Portal und Bewerter offenlegen.<\/p>\n<p>Bislang hatte dazu die z.B. die Vorlage einer e-Mail mit geschw\u00e4rzten Adress-Daten ausgereicht. Nach einem aktuellen Urteil des Landgerichts M\u00fcnchen I (Az.: <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=25%20O%201870\/15\" title=\"LG M&uuml;nchen I, 03.03.2017 - 25 O 1870\/15: Negativbewertung eines Arztes auf &Auml;rztebewertungsporta...\">25 O 1870\/15<\/a>) sind diese Zeiten vorbei.<!--more--><\/p>\n<p>Der bewertete Mediziner hatte keine Anhaltspunkte daf\u00fcr finden k\u00f6nnen, dass der Verfasser einer sehr schlechten Kritik sein Patient gewesen sein k\u00f6nnte. Er forderte Jameda zu L\u00f6schung auf &#8211; oder zum Nachweis, dass es sich tats\u00e4chlich um einen zur Bewertung legitimierten Kunden handelt. Das Portal legte wie \u00fcblich eine Mail vor, in der &#8220;jemand&#8221; best\u00e4tigte, Patient des beurteilten Mediziners zu sein. Klarnamen und Adressdaten waren geschw\u00e4rzt wurden &#8211; aus Datenschutzgr\u00fcnden.<\/p>\n<h2>LG M\u00fcnchen I zur Identit\u00e4t von Bewertern<\/h2>\n<p>Das M\u00fcnchner Landgericht setzte hier aber eine eindeutige Marke zugunsten der Rechte von bewerteten \u00c4rzten und verlagerte die Beweislast auf Jameda.<\/p>\n<p>Birgit Rosenbaum, Fachanw\u00e4ltin f\u00fcr gewerblichen Rechtsschutz und Partnerin bei LHR &#8211; Kanzlei f\u00fcr Marken, Medien, Reputation: &#8220;Dem bewerteten Arzt muss die M\u00f6glichkeit gegeben werden, den Wahrheitsgehalt der Bewertung zu \u00fcberpr\u00fcfen. Hierf\u00fcr hat das LG M\u00fcnchen nun den Weg geebnet.\u201c<\/p>\n<p>Die von Jameda gern gepflegte Anonymit\u00e4t wird nach dem Urteil nicht mehr aufrecht erhalten werden k\u00f6nnen. In diesem Zusammenhang empfiehlt Rechtsanw\u00e4ltin Birgit Rosenbaum gesch\u00e4digten Medizinern ihre Rechte bei der R\u00fcckverfolgung vermeintlicher Patienten konsequent zu wahren, und falsche Bewertungen l\u00f6schen zu lassen.<\/p>\n<p>Rosenbaum: &#8220;Wenn das System der anonymen Bewertung br\u00f6ckelt, wird die Zahl von Fake- und Rachebewertungen drastisch zur\u00fcckgehen.&#8221;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Urteil macht zu Unrecht schlecht bewerteten Medizinern Hoffnung: Das Portal Jameda muss bei begr\u00fcndetem Verdacht, eine schlechte Bewertung entspreche nicht der Wahrheit, die Kommunikation zwischen Portal und Bewerter offenlegen. Bislang hatte dazu die z.B. die Vorlage einer e-Mail mit geschw\u00e4rzten Adress-Daten ausgereicht. 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