{"id":31744,"date":"2017-07-06T18:44:23","date_gmt":"2017-07-06T17:44:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=31744"},"modified":"2018-05-08T14:46:13","modified_gmt":"2018-05-08T13:46:13","slug":"whatsapp-urteil-zum-datenschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/datenschutzrecht\/whatsapp-urteil-zum-datenschutz\/","title":{"rendered":"WhatsApp-Urteil zum Datenschutz"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_31745\" aria-describedby=\"caption-attachment-31745\" style=\"width: 470px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-31745 size-full\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/115_whatsapp.jpg\" alt=\"WhatsApp-Urteil zum Datenschutz\" width=\"470\" height=\"314\" srcset=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/115_whatsapp.jpg 470w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/115_whatsapp-90x60.jpg 90w\" sizes=\"(max-width: 470px) 100vw, 470px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-31745\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 michelangeloop &#8211; Fotolia.com<\/figcaption><\/figure>\n<p><em>Nun ist es amtlich: \u201cWhatsApp zwingt User zu Rechtsverletzungen&#8221; &#8211; Das ist ein Titel wie &#8220;Endlich klar: Zuckerproduzenten sind Schuld an Karies&#8221;. Ein gro\u00dfer Teil der ver\u00f6ffentlichenden <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/category\/magazin\/datenschutzrecht\">Magazine<\/a> zitiert aktuell Rechtsanw\u00e4lte, die das Urteil des Hersfelder Amtsgerichts in \u00e4hnlicher Weise kommentieren: Nat\u00fcrlich geben WhatsApp-Nutzer Daten weiter, ohne explizit alle Beteiligten um ihre Zustimmung bitten, andererseits ist aber auch allen bewusst, dass wohl eben das auch Charakter dieses sozialen Mediendienstes ist.<\/em><\/p>\n<p>Der Hersfelder Richter hatte einer Mutter auferlegt, die Genehmigung zur Weiterleitung von Telefonnummern von allen im Smartphone ihres minderj\u00e4hrigen Sohnes gelisteten Personen vorzulegen. Bis dahin d\u00fcrfe dem Kind die Smartphone-Nutzung nicht mehr gestattet werden. WhatsApp selbst h\u00e4lt sich laut seiner AGB \u2013 die nat\u00fcrlich niemand liest \u2013 aus diesem Konflikt heraus: WhatsApp-User best\u00e4tigen dort n\u00e4mlich, \u00fcber eben diese Genehmigungen zu verf\u00fcgen. Tun sie das nicht, k\u00f6nnen Sie den Dienst nicht nutzen. LHR-Partner Arno Lampmann: \u201c Der Hintergrund des Urteils ist familienrechtlicher Natur: Die WhatsApp-Entscheidung war durch die Scheidung der Erziehungsberechtigen ausgel\u00f6st worden und durch einen Streit \u00fcber die Handynutzung des gemeinsamen Kindes.&#8221;<\/p>\n<h2>&#8220;\u00dcberraschende Klausel&#8221; w\u00e4re ein juristischer Ansatzpunkt<\/h2>\n<p>Laut Rechtsanwalt Lampmann geht es hier aber gar nicht so sehr um die Rechtsverst\u00f6\u00dfe der einzelnen Nutzer, wenn sie <a href=\"https:\/\/www.bfdi.bund.de\/DE\/Datenschutz\/datenschutz-node.html\">Daten ohne Einwilligung<\/a> ihrer Kontakte (unbewusst) weitergeben. Es ist also nicht zu bef\u00fcrchten, dass es zu Massenabmahnungen wegen Datenschutzverletzungen kommt. Lampmann: &#8220;Dazu m\u00fcsste sich erstmal ein Kl\u00e4ger finden, f\u00fcr den sich ein entsprechendes Vorgehen \u00fcberhaupt lohnt.&#8221; Allerdings: F\u00fcr grunds\u00e4tzlich interessant h\u00e4lt der K\u00f6lner Datenschutz-Fachmann das Thema schon, denn die Unzul\u00e4ssigkeit des Handelns von Whatsapp-Nutzern ist damit mehr oder weniger \u201camtlich&#8221;. &#8220;Vielleicht beginnen Verbrauchersch\u00fctzer oder Mitbewerber nun einmal, sich f\u00fcr die AGB solcher Dienste zu interessieren und diese unter dem Aspekt der \u201c\u00fcberraschenden Klausel\u201d anzugreifen. Denn: Man kann Whatsapp gar faktisch nicht wirklich nutzen, ohne mehr oder weniger bewusst gegen die AGB zu versto\u00dfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nun ist es amtlich: \u201cWhatsApp zwingt User zu Rechtsverletzungen&#8221; &#8211; Das ist ein Titel wie &#8220;Endlich klar: Zuckerproduzenten sind Schuld an Karies&#8221;. 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