{"id":28850,"date":"2017-01-30T06:21:48","date_gmt":"2017-01-30T05:21:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=26878"},"modified":"2017-11-28T14:07:18","modified_gmt":"2017-11-28T13:07:18","slug":"kein-schadensersatz-fuer-helene-fischer-fuer-mallorca-foto","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/medienrecht-und-persoenlichkeitsrecht\/kein-schadensersatz-fuer-helene-fischer-fuer-mallorca-foto\/","title":{"rendered":"Kein Schadensersatz f\u00fcr Helene Fischer f\u00fcr Mallorca-Foto"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_26879\" aria-describedby=\"caption-attachment-26879\" style=\"width: 470px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-26879 size-full\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/41_paparazzi.jpg\" alt=\"Pers\u00f6nlichkeitsrecht Helene Fischer\" width=\"470\" height=\"305\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-26879\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Rainer Fuhrmann \u2013 Fotolia.com<\/figcaption><\/figure>\n<p><em>Ein Leben in der \u00d6ffentlichkeit hat seinen Preis. Diese Erkenntnis musste Schlagerstar Helene Fischer wieder einmal machen.<\/em><\/p>\n<p>Sie war in einem Lokal auf der Ferieninsel Mallorca fotografiert worden. Das Bild war in direktem Bezug zu angeblichen Beziehungskrisen in der deutschsprachigen Klatschpresse ver\u00f6ffentlicht worden \u2013 Nat\u00fcrlich ohne ihr Einverst\u00e4ndnis, wie das nun mal Paparazzi-Art ist.<\/p>\n<p>Das Oberlandesgericht K\u00f6ln hat Anfang November 2016 entschieden (OLG K\u00f6ln, Urteil v. 3.11.2016, Az. <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=15%20U%2066\/16\" title=\"OLG K&ouml;ln, 03.11.2016 - 15 U 66\/16: Voraussetzungen einer Geldentsch&auml;digung wegen der Verletzung...\">15 U 66\/16<\/a><em>)<\/em>, dass der popul\u00e4ren S\u00e4ngerin wegen der Bildberichterstattung \u00fcber einen Restaurantbesuch auf Mallorca zwar ein Unterlassungsanspruch zusteht, aber kein <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/glossar\/schadensersatz\">Schadensersatz<\/a>.<\/p>\n<h3>Beziehungsspekulationen m\u00fcssen unterlassen werden<\/h3>\n<p>Eine schwerwiegende Verletzung des Rechts am eigenen Bild sah das Gericht als nicht gegeben an, da Helene Fischer als Person des \u00f6ffentlichen Lebens in einem \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Restaurant fotografiert worden war. Damit habe sie rechnen m\u00fcssen. Einen angeblich entstandenen Schaden h\u00e4tte man relativ einfach vermeiden k\u00f6nnen. Die Spekulation \u00fcber eine Beziehungskrise sei dagegen ganz eindeutig zu unterlassen.<\/p>\n<p>Es gibt in diesem Fall keine Grundlage f\u00fcr eine Geldentsch\u00e4digung. Daher war Frau Fischer in diesem Punkt nicht gut beraten: Die Pers\u00f6nlichkeitsrechtsverletzung muss besonders schwerwiegend sein, um einen Schadensersatzanspruch aus der Ver\u00f6ffentlichung abzuleiten. Das war bei der Abbildung im Restaurant schlicht nicht der Fall.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Leben in der \u00d6ffentlichkeit hat seinen Preis. Diese Erkenntnis musste Schlagerstar Helene Fischer wieder einmal machen. Sie war in einem Lokal auf der Ferieninsel Mallorca fotografiert worden. 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