{"id":286,"date":"2008-02-07T10:58:00","date_gmt":"2008-02-07T08:58:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/wordpress\/?p=286"},"modified":"2008-02-07T10:58:00","modified_gmt":"2008-02-07T08:58:00","slug":"urheberrechtsvergutung-auch-fur-mufu-gerate","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/urheberrechtsvergutung-auch-fur-mufu-gerate\/","title":{"rendered":"Urheberrechtsverg\u00fctung auch f\u00fcr MuFu-Ger\u00e4te"},"content":{"rendered":"<div style=\"text-align: justify\">Der Bundesgerichtshof hat am 30.01.2008 entschieden, dass auch f\u00fcr Multifunktionsger\u00e4te die volle urheberrechtliche Verg\u00fctung zu zahlen ist (AZ: <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=I%20ZR%20131\/05\" title=\"I ZR 131\/05 (2 zugeordnete Entscheidungen)\">I ZR 131\/05<\/a>, bislang liegt nur eine Pressemitteilung vor, das Urteil ist noch nicht abrufbar). Solche Ger\u00e4te beinhalten nicht nur ein Vervielf\u00e4ltigungsger\u00e4t wie z.B. einen Kopierer sondern auch noch andere Komponenten, etwa Drucker, Scanner oder ein Fax.<\/div>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">Das Urheberrechtsgesetz sieht vor, dass f\u00fcr Ger\u00e4te, die zur Vervielf\u00e4ltigung von urheberrechtlich gesch\u00fctzten Werken bestimmt sind, eine pauschale Verg\u00fctung an den Urheber zu zahlen ist. Der BGH hatte nun die Frage zu beantworten ob f\u00fcr Ger\u00e4te, die nicht nur zur Vervielf\u00e4ltigung bestimmt sind sondern auch andere Funktionen haben, die volle Verg\u00fctung zu zahlen ist &#8211; und bejahte dies. F\u00fcr ein Ger\u00e4t, das bis zu 12 Farbkopien pro Minute herstellen kann, ist deshalb vom Hersteller eine Verg\u00fctung in H\u00f6he von 76,70 Euro abzuf\u00fchren.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\">Ganz unabh\u00e4ngig vom Urteil des BGH sollte man den Betrag in H\u00f6he von 76,70 Euro im Hinterkopf haben. Insbesondere wenn man mal wieder auf Schn\u00e4ppchenjagd in den L\u00e4den der Republik steht, in denen Geiz als eine herausragende Tugend angepriesen wird. Denn: Wie viel Qualit\u00e4t darf man von einem Produkt erwarten, dass \u2013sagen wir mal- 200 Euro kostet? Davon gehen 31,93 Euro Umsatzsteuer an das Finanzamt, 76,70 Euro an die Verwertungsgesellschaft. Es bleiben 91,37 Euro. In dieser Summe ist noch der Gewinn des Herstellers enthalten, der Gewinn des Verk\u00e4ufers, ein paar Speditionskosten und wei\u00df der Kuckuck welche Betr\u00e4ge noch. Es bleibt jedenfalls nicht besonders viel f\u00fcr die Herstellung des Ger\u00e4tes \u00fcbrig. Ich frage mich, ob man da nicht zwangsl\u00e4ufig Probleme mit der Qualit\u00e4t der Produkte bekommen muss. (ro)<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify\"><a href=\"http:\/\/juris.bundesgerichtshof.de\/cgi-bin\/rechtsprechung\/document.py?Gericht=bgh&amp;Art=pm&amp;pm_nummer=0020\/08\">PM des BGH<br \/>\n<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bundesgerichtshof hat am 30.01.2008 entschieden, dass auch f\u00fcr Multifunktionsger\u00e4te die volle urheberrechtliche Verg\u00fctung zu zahlen ist (AZ: I ZR 131\/05, bislang liegt nur eine Pressemitteilung vor, das Urteil ist noch nicht abrufbar). Solche Ger\u00e4te beinhalten nicht nur ein Vervielf\u00e4ltigungsger\u00e4t wie z.B. einen Kopierer sondern auch noch andere Komponenten, etwa Drucker, Scanner oder ein Fax. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"content-type":"","footnotes":""},"categories":[1,5],"tags":[],"class_list":["post-286","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-magazin","category-urheber-designrecht"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/286","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=286"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/286\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=286"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=286"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=286"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}