{"id":242,"date":"2007-10-11T15:13:00","date_gmt":"2007-10-11T13:13:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/wordpress\/?p=242"},"modified":"2017-03-13T01:10:52","modified_gmt":"2017-03-13T00:10:52","slug":"wenn-man-schon-nicht-abmahnen-kann-einfach-drohen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/wenn-man-schon-nicht-abmahnen-kann-einfach-drohen\/","title":{"rendered":"Wenn man schon nicht abmahnen kann&#8230; einfach drohen!"},"content":{"rendered":"<div style=\"text-align: justify\">Seit Mitte der Woche erreichen unsere Kanzlei Hilferufe von eBay-Verk\u00e4ufern im Bekleidungsbereich, die merkw\u00fcrdige Anwaltspost erhalten haben und glauben, es handele sich um eine Abmahnung.<\/div>\n<p style=\"text-align: justify\">Der Anwalt behauptet in seinen weitgehend gleichlautenden Schreiben, eine ehemalige K\u00e4uferin der Betroffenen zu vertreten, die vergeblich versucht habe, bez\u00fcglich des get\u00e4tigten Kaufs den Widerruf zu erkl\u00e4ren. Die Angebote seien so zahl- und umfangreich, dass von einem unternehmerischen Handeln auszugehen sei, so dass Informations- und Belehrungspflichten einzuhalten seien.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Werbung der Verk\u00e4ufer mit Markennamen wie z.B. Escada, Chanel, Hermes, Dolce &amp; Gabana und Moschino sei rechtswidrig. Zudem werde bezweifelt, dass eine &#8220;<span style=\"font-style: italic\">Gewerbeerlaubnis f\u00fcr die genehmigungspflichtige T\u00e4tigkeit<\/span>&#8221; vorliege. Auch verschafften sich die Betroffenen Steuervorteile durch eine Gewerbe- und Einkommensteuerverk\u00fcrzung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der Drohbrief findet seinen H\u00f6hepunkt in der Feststellung, dass &#8220;<span style=\"font-style: italic\">die Streitwerte die durch jeden einzelnen von Ihnen begangenen Rechtsversto\u00df und jede vergangene Transaktion auf eine Summe, die leicht \u00fcber EUR 250.000,00 liegen<\/span>&#8221; k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Dem Betroffenen wird sodann eine M\u00f6glichkeit angeboten, wie eine bevorstehende gerichtliche und beh\u00f6rdliche Auseinandersetzung vermieden werden kann. N\u00e4mlich durch Zahlung eines Betrags von insgesamt 457,75 \u20ac innerhalb einer Frist von 10 Tagen auf das &#8220;<span style=\"font-style: italic\">o.g. Kanzleikonto<\/span>&#8221; inklusive der Kosten des &#8220;<span style=\"font-style: italic\">Vergleichs<\/span>&#8220;. Eine Rechtsgrundlage &#8211; etwa aus Wettbewerbs- Urheber- oder sonstigen Rechten &#8211; f\u00fcr diese &#8220;Abmahnung&#8221; wird nirgends erw\u00e4hnt. Weil es sie nicht gibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Manche nennen einen solchen Vorschlag Vergleich andere sagen wohl richtiger Erpressung dazu. Ersch\u00fcttern muss dabei nicht nur die Tatsache, dass sich ein Rechtsanwalt \u00fcberhaupt daf\u00fcr hergibt, sondern auch, wie dummdreist vorgegangen wird. Betroffene sollten daher nichts zahlen und sich an den Anwalt ihres Vertrauens wenden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Wir vertreten bereits \u00fcber 20 Opfer der Masche und werden mit allen Mitteln dagegen vorgehen. Der Ruf der Anwaltschaft ist bescheiden genug. (la)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Mitte der Woche erreichen unsere Kanzlei Hilferufe von eBay-Verk\u00e4ufern im Bekleidungsbereich, die merkw\u00fcrdige Anwaltspost erhalten haben und glauben, es handele sich um eine Abmahnung. Der Anwalt behauptet in seinen weitgehend gleichlautenden Schreiben, eine ehemalige K\u00e4uferin der Betroffenen zu vertreten, die vergeblich versucht habe, bez\u00fcglich des get\u00e4tigten Kaufs den Widerruf zu erkl\u00e4ren. 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