{"id":23371,"date":"2015-03-18T18:17:25","date_gmt":"2015-03-18T17:17:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=23371"},"modified":"2017-04-07T10:29:29","modified_gmt":"2017-04-07T09:29:29","slug":"ag-hannover-die-die-abstrakte-moeglichkeit-des-abrufs-eines-fotos-ueber-die-url-reicht-zur-oeffentlichen-zugaenglichmachung-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/ag-hannover-die-die-abstrakte-moeglichkeit-des-abrufs-eines-fotos-ueber-die-url-reicht-zur-oeffentlichen-zugaenglichmachung-aus\/","title":{"rendered":"AG Hannover: Die die abstrakte M\u00f6glichkeit des Abrufs eines Fotos \u00fcber die URL reicht zur \u00f6ffentlichen Zug\u00e4nglichmachung aus"},"content":{"rendered":"

\"kameraaufholztisch\"Die Kollegen von Waldorf Frommer berichten<\/a> aktuell von einer urheberrechtlichen Entscheidung des Amtsgerichts Hannover aus dem Februar 2015 (AG Hannover, Urteil v. 26.02.2015, Az. 522 C 9466\/14<\/a>, hier per PDF abrufbar<\/a>).<\/p>\n

Das Amtsgericht Hannover hat den Beklagten neben Schadenersatz und Erstattung von vorgerichtlichen Rechtsanwaltskosten antragsgem\u00e4\u00df zur Zahlung einer Vertragsstrafe in H\u00f6he von EUR\u00a02.500,00 verurteilt.<\/p>\n

Das Gericht stellte insbesondere klar, dass bereits die abstrakte M\u00f6glichkeit des Abrufs der streitgegenst\u00e4ndlichen Fotografie \u00fcber die URL als \u00f6ffentliche Zug\u00e4nglichmachung im Sinne des \u00a7 19a UrhG<\/a> anzusehen ist. Entscheidend sei insoweit, dass s\u00e4mtliche Personen, die den Internetpfad auf ihrem Rechner gespeichert haben, weiterhin auf das Lichtbild zugreifen k\u00f6nnen. Ob durch diesen Abruf der gew\u00fcnschte Werbeeffekt erreicht werde, sei f\u00fcr die Frage der Verwirkung der Vertragsstrafe unerheblich.<\/p>\n

Interessant ist die Entscheidung an dieser Stelle insbesondere, dass sich das Amtsgericht f\u00fcr seine Beurteilung auf eine durch unsere Kanzlei erwirkte Entscheidung des OLG Karlsruhe aus dem Jahre 2012 (OLG Karlsruhe, Urteil v. 12. September 2012, Az. 6 U 58\/11<\/a>) bezieht. Details dazu hier<\/a>.<\/p>\n

Da der Beklagte sich vertraglich verpflichtet habe, die Vervielf\u00e4ltigung und \u00f6ffentliche Zug\u00e4nglichmachung der Fotografie zu unterlassen, diese aber schuldhaft nicht vollst\u00e4ndig gel\u00f6scht wurde, stehe der Kl\u00e4gerin ein Anspruch auf Zahlung einer Vertragsstrafe zu. Auch deren H\u00f6he von EUR\u00a02.500,00 sei angemessen, denn diese m\u00fcsse so hoch sein, dass die Wiederholung der Verletzungshandlung sich aller Voraussicht nach f\u00fcr den Verletzer nicht mehr lohnt. Nach verbreiteter Praxis werde bei Verletzungen im gesch\u00e4ftlichen Verkehr vielmehr ein Betrag von EUR\u00a05.001,00 angesetzt. (la)<\/p>\n

(Bild: Old rangefinder camera on the old wooden table. \u00a9 volff – Fotolia)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"

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