{"id":23033,"date":"2015-01-23T07:50:33","date_gmt":"2015-01-23T06:50:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=23033"},"modified":"2017-04-07T10:32:50","modified_gmt":"2017-04-07T09:32:50","slug":"licensed-to-ill-anwaltskosten-der-beastie-boys-uebersteigen-schadensersatzssume-von-17-millionen-usd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/licensed-to-ill-anwaltskosten-der-beastie-boys-uebersteigen-schadensersatzssume-von-17-millionen-usd\/","title":{"rendered":"Licensed to Ill – Anwaltskosten der Beastie Boys \u00fcbersteigen Schadensersatzsumme von 1,7 Millionen USD"},"content":{"rendered":"

\"monstersabotage\"Im Juni 2014 hatte eine US-Jury den Beastie Boys einen Schadensersatzanspruch\u00a0 in H\u00f6he von 1,7 Millionen USD gegen den kalifornischen Hersteller der “Monster”-Energydrinks zugesprochen.<\/p>\n

Sabotage<\/strong><\/p>\n

Hintergrund der Klage war die unzul\u00e4ssige Nutzung von 5 Songs der Beastie Boys in einem “Monster”-Werbevideo, das f\u00fcr f\u00fcnf Wochen zu Werbezwecken online geschaltet worden war.<\/p>\n

Monster hatte sich zun\u00e4chst auf den Standpunkt gestellt, daf\u00fcr nicht mehr als 125.000 USD Schadensersatz zu schulden und sp\u00e4ter, kurz vor der Verhandlung noch einmal einen Vergleichsbetrag von 250.000 USD angeboten. Die Beastie Boys hingegen w\u00e4ren nur zu einem Vergleich bereit gewesen, wenn ein Betrag von 1,65 Millionen USD geflossen w\u00e4re und klagten dann auf eine Zahlung von 2 Millionen USD.<\/p>\n

Fight for Your Right
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Die Jury kam zu dem Ergebnis, dass die Rechtsverletzung einen Lizenzschadensersatz von 1,7 Millionen USD rechtfertige, weil das Publikum aufgrund der Verwendung der Lieder in den Werbespots annehmen konnte, dass die Beastie Boys den Energydrink promoten wollten.<\/p>\n

Check your head
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Der Betrag\u00a0 ist vor dem Hintergrund der Bekanntheit der Beastie Boys, die 4 Nummer-Eins Alben (unter anderem das Debutalbum “Licensed to ill” von 1986, das die Teeniehymne “(You Gotta) Fight for Your Right (To Party!)”<\/span> enthielt) produziert und mehr als 40 Millionen Platten verkauft haben, nicht verwunderlich. Die Summe war wohl auch deshalb so hoch, da die Beastie Boys daf\u00fcr bekannt sind, dass sie ihre Songs grunds\u00e4tzlich nicht f\u00fcr Werbung freigeben.<\/p>\n

The Skills to Pay the Bills
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Das Besondere an der Geschichte ist, dass die auf Seiten der Musikgruppe angefallenen Anwaltskosten 2,38 Millionen<\/span> USD betrugen und somit der stolze Betrag von 1,7 Millionen USD noch nicht einmal ausreicht, diese abzudecken. Dazu muss man wissen, dass es in den USA, anders als in Deutschland nicht selbstverst\u00e4ndlich ist, dass derjenige, der einen Prozess verliert, auch die Kosten des Rechtsstreits zu tragen hat. Grunds\u00e4tzlich tr\u00e4gt vielmehr jede Prozesspartei die eigenen Kosten selbst.<\/p>\n

Ill Communication<\/strong><\/p>\n

Weil die Gegenseite verschiedene Vergleichsangebote ignoriert bzw. Vergleichsbem\u00fchungen sabotiert habe, fordern die Beastie Boys nun neben dem bereits zugesprochen Schadensersatz zus\u00e4tzlich auch noch die Anwaltskosten von insgesamt 2,38 Millionen USD.<\/p>\n

In Deutschland w\u00e4re ein solches Ergebnis vor dem Hintergrund der klaren prozessualen Regeln zwar eher ungew\u00f6hnlich. Ganz ausgeschlossen ist die vorliegende Konstellation jedoch auch hierzulande nicht. Denn insbesondere spezialisierte Kanzleien vereinbaren mit ihren Mandanten nicht unerhebliche Stundens\u00e4tze, die, wie auch im vorliegenden Fall, dazu f\u00fchren k\u00f6nnen, dass die Anwaltskosten den in einem Rechtsstreit zulasten des Gegners durchgesetzten Zahlungsbetrag \u00fcbersteigt.<\/p>\n

Ch-Check It Out<\/strong><\/p>\n

Die Rechtsberatung umfasst in einem solchen Fall dann nat\u00fcrlich auch jedenfalls das ungef\u00e4hre Absch\u00e4tzen des Verh\u00e4ltnisses zwischen Aufwand und Ertrag eines gerichtlichen Vorgehens. Das ist aber, wie insbesondere auch der vorliegende Fall zeigt, nicht immer leicht. Insbesondere dann, wenn der Gegner so wie hier, vern\u00fcnftige Vergleichsangebote ignoriert und den Rechtsstreit unn\u00f6tig in die L\u00e4nge zieht. (la)<\/p>\n

Quelle: Associated Press<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"

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