{"id":23019,"date":"2015-01-20T06:08:53","date_gmt":"2015-01-20T05:08:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=23019"},"modified":"2024-06-12T19:55:34","modified_gmt":"2024-06-12T17:55:34","slug":"ausraster-am-flughafen-herbert-groenemeyer-erwirkt-einstweilige-verfuegung-gegen-bild-online","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/medienrecht-und-persoenlichkeitsrecht\/ausraster-am-flughafen-herbert-groenemeyer-erwirkt-einstweilige-verfuegung-gegen-bild-online\/","title":{"rendered":"Ausraster am Flughafen: Herbert Gr\u00f6nemeyer erwirkt einstweilige Verf\u00fcgung gegen BILD ONLINE"},"content":{"rendered":"
Herr Gr\u00f6nemeyer befand sich zum Zeitpunkt der entsprechenden Filmaufnahme offenbar mit seiner Lebensgef\u00e4hrtin und seinem Sohn auf dem K\u00f6lner Flughafen, wo er von dem besagten Paparazzo bel\u00e4stigt wurde. Gegen diese Bel\u00e4stigung wehrte sich Herr Gr\u00f6nemeyer den Berichten zufolge nicht nur verbal (“Ich bin privat hier, du Affe” bzw. “Ich hab gesagt ‘Fuck off'”), sondern auch mit seinen H\u00e4nden (Zuhalten der Kamera) und einer Umh\u00e4ngetasche, die er in Richtung des Fotografen geschleudert haben soll. Hinsichtlich der tats\u00e4chlichen Dramatik des Vorfalls divergieren die Berichte: Laut der S\u00fcddeutschen Zeitung soll der Fotograf gar zu Boden gegangen sein, \u201eals h\u00e4tte ihn ein Hammer getroffen\u201c. Herr Gr\u00f6nemeyer soll vor Gericht aber eidesstattlich versichert haben, dass der Paparazzo ihn, seine Lebensgef\u00e4hrtin und seinen Sohn zuvor \u201ebedr\u00e4ngt\u201c hatte.<\/p>\n Provozierter Ausraster als Ereignis der Zeitgeschichte?<\/strong><\/p>\n Die rechtliche Brisanz steckt in diesem Fall darin, dass der \u201eAusraster\u201c m\u00f6glicherweise ein zeitgeschichtliches Ereignis geschaffen haben k\u00f6nnte, welches filmisch festgehalten und verbreitetet werden darf, obwohl entsprechende Ausnahmen der Ursprungssituation (Besuch mit Familie auf Flughafen) in Anbetracht der sogenannten \u201eCaroline-Rechtsprechung\u201c und dem daraus abgeleiteten \u201eRecht auf Privatheit f\u00fcr Prominente\u201c unzul\u00e4ssig gewesen w\u00e4ren. In erster Instanz hat der Rechtsanwalt von Herrn Gr\u00f6nemeyer die Richter allerdings mit seiner Argumentation \u00fcberzeugt, dass es das “Notwehrrecht auf den Kopf stellen” w\u00fcrde, wenn gerade die Szene, in der sich der S\u00e4nger gegen die Verletzung seiner Privatsph\u00e4re wehrt, als zeitgeschichtliches Ereignis bewertet werden w\u00fcrde.<\/p>\n Ob die erlassene einstweilige Verf\u00fcgung dauerhaft Bestand hat, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. BILD ONLINE hat jedenfalls angek\u00fcndigt, sich mit \u201eallen rechtlichen Mitteln\u201c gegen den Beschluss zu wehren. F\u00fcr die Boulevard-Presse steht schlie\u00dflich viel auf dem Spiel\u2026(ab)<\/p>\n (Bild: \u00a9 Denys Kurbatov – Fotolia.com)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":" Nach Berichten des Spiegel, der S\u00fcddeutschen Zeitung und des Stern hat Herbert Gr\u00f6nemeyer vor dem Landgericht K\u00f6ln eine einstweilige Verf\u00fcgung erwirkt, wonach es BILD ONLINE fortan untersagt ist, ein Video zu zeigen, auf dem der S\u00e4nger gegen\u00fcber einem Paparazzo die Kontrolle verliert. Herr Gr\u00f6nemeyer befand sich zum Zeitpunkt der entsprechenden Filmaufnahme offenbar mit seiner Lebensgef\u00e4hrtin […]<\/p>\n","protected":false},"author":41,"featured_media":19831,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"content-type":"","footnotes":""},"categories":[13],"tags":[66,12,1262,2038,2386],"class_list":["post-23019","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-medienrecht-und-persoenlichkeitsrecht","tag-foto","tag-personlichkeitsrecht","tag-video","tag-zeitgeschichte","tag-paparazzi"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23019","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/41"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=23019"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23019\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":67152,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23019\/revisions\/67152"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/19831"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=23019"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=23019"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=23019"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}
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