{"id":22730,"date":"2014-11-21T06:29:14","date_gmt":"2014-11-21T05:29:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=22730"},"modified":"2017-04-07T10:36:04","modified_gmt":"2017-04-07T09:36:04","slug":"bei-xing-profile-ist-kein-impressum-notwendig-meint-das-olg-stuttgart","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/bei-xing-profile-ist-kein-impressum-notwendig-meint-das-olg-stuttgart\/","title":{"rendered":"Bei XING-Profilen ist kein Impressum notwendig – meint das OLG Stuttgart"},"content":{"rendered":"
Der Kollege Carsten Ulbricht hatte gegen das genannte Urteil des Landgerichts Stuttgart\u00a0(LG Stuttgart, Urteil v. 27.06.2014, Az. 11 O 51\/14<\/a>) im Rahmen der von ihm erhobenen negativen Feststellungsklage Berufung eingelegt.<\/p>\n Er berichtet heute\u00a0 in seinem Blog<\/a> von der m\u00fcndlichen Verhandlung im Berufungsverfahren vor dem Oberlandesgericht (Az. 2 U 95\/14<\/a>). Der Senat hat den Angaben des Kollegen zufolge in der m\u00fcndlichen Verhandlung deutlich gemacht, dass es den vom Kollegen Winter geltend gemachten Unterlassungsanspruch aus mehreren Aspekten f\u00fcr nicht gegeben erachte. Der in der Konstellation der negativen Feststellungsklage Beklagte Rechtsanwalt Winter erkannte die Klage nach diesen Hinweisen an. Ulbricht fasst die Argumente des OLG wie folgt zusammen:<\/p>\n Die Abmahnwelle des Herrn Winter d\u00fcrfte daher nun langsam “abebben”. Herzlichen Gl\u00fcckwunsch an dieser Stelle an Carsten Ulbricht zum tollen Erfolg.<\/p>\n Die Unsicherheit bleibt allerdings. Denn anders als das OLG Stuttgart zweifelt das OLG M\u00fcnchen nicht daran, dass ein XING-Profil grunds\u00e4tzlich gem\u00e4\u00df \u00a75 TMG<\/a> impressumspflichtig sei. Bei aller Freude \u00fcber den Sieg des Kollegen Ulbricht muss darauf hingewiesen werden, dass die Auffassung des OLG Stuttgart auch nicht richtig sein d\u00fcrfte. Denn die Beurteilung, ob ein bestimmtes Angebot rechtlich einen Telemediendienst darstellt, kann nicht alleine von der Gestaltungsfreiheit in dem entsprechenden Medium abh\u00e4ngen, sondern davon, ob sich die – auf welche Weise auch immer generierten – Inhalte dem Verbraucher als eigenst\u00e4ndiges Angebot pr\u00e4sentieren.<\/p>\n Das oft geh\u00f6rte Argument, dass dann selbst blo\u00dfe Banner und Adressbucheintr\u00e4ge impressumspflichtig w\u00e4ren, ist dabei nicht zielf\u00fchrend. Denn auch hier kommt es auf Inhalt und Gestaltung an. Je nachdem k\u00f6nnen nat\u00fcrlich auch blo\u00dfe Banner und Eintr\u00e4ge in Adressb\u00fcchern (ausnahmsweise) impressumspflichtig sein. XING ist von solchen Grenzf\u00e4llen\u00a0 ohnehin meilenweit entfernt, da die Plattform gerade f\u00fcr die Pr\u00e4sentation der eigenen Leistungen, zur Kundenaquise\u00a0 und zur Vernetzung mit anderen konzipiert worden ist. Wer die Plattform gewerblich oder selbstst\u00e4ndig nutzt ist, daher auch zwanglos Adressat des \u00a7 5 TMG<\/a>.<\/p>\n Damit keine Missverst\u00e4ndnisse aufkommen: Ob diese Regelungen im Einzelfall immer sinnvoll sind geschweige denn bei der Konkurrenz mittels Abmahnungen und einstweiliger Verf\u00fcgungen geahndet werden sollten, wie Herr Winter dies fl\u00e4chendeckend tut, steht auf einem ganz anderen Blatt. (la)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":" Das OLG Stuttgart ist der Auffassung, dass XING-Personenprofile sind keine selbst\u00e4ndigen Telemedien im Sinne des \u00a7 5 TMG, sondern \u201enur\u201c unselbst\u00e4ndige Teile der von der XING AG betriebenen Plattform und damit nicht impressumspflichtig seien. Der Kollege Carsten Ulbricht hatte gegen das genannte Urteil des Landgerichts Stuttgart\u00a0(LG Stuttgart, Urteil v. 27.06.2014, Az. 11 O 51\/14) im […]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":20973,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"content-type":"","footnotes":""},"categories":[1,15,1229],"tags":[89,226,518,837,2747],"class_list":["post-22730","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-magazin","category-wettbewerbsrecht-kartellrecht","category-social-media-recht","tag-google","tag-impressum","tag-xing","tag-olg-stuttgart","tag-lg-stuttgart"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22730","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22730"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22730\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/20973"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22730"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22730"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22730"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}
Das OLG Stuttgart ist der Auffassung, dass XING-Personenprofile sind keine selbst\u00e4ndigen Telemedien im Sinne des \u00a7 5 TMG<\/a>, sondern \u201enur\u201c unselbst\u00e4ndige Teile der von der XING AG betriebenen Plattform und damit nicht impressumspflichtig seien.<\/p>\n\n