{"id":22396,"date":"2014-09-30T09:00:43","date_gmt":"2014-09-30T08:00:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=22396"},"modified":"2017-04-07T10:39:31","modified_gmt":"2017-04-07T09:39:31","slug":"langenscheidt-herausgeber-gewinnt-markenrechtsstreit-um-die-farbe-gelb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/langenscheidt-herausgeber-gewinnt-markenrechtsstreit-um-die-farbe-gelb\/","title":{"rendered":"Langenscheidt-Herausgeber gewinnt Markenrechtsstreit um die Farbe Gelb"},"content":{"rendered":"

\"langenscheidt\"<\/strong><\/p>\n

Kl\u00e4gerin des Verfahrens war die Herausgeberin der Langenscheidt-W\u00f6rterb\u00fccher, deren kraft Verkehrsdurchsetzung eingetragene Farbmarke \u201eGelb\u201c f\u00fcr zweisprachige W\u00f6rterb\u00fccher in Printform bekannt ist. Die Produkte der Kl\u00e4gerin \u2013 neben W\u00f6rterb\u00fcchern u.a. auch Sprachlernsoftware – sowie die entsprechende Werbung waren regelm\u00e4\u00dfig in einer gelben Farbausstattung mit einem in blauer Farbe gehaltenen \u201eL\u201c versehen. Die Beklagte, die in Deutschland ebenfalls Sprachlernsoftware vertreibt, gestaltet Ihre Produkte in gelber Farbe mit ihrer in schwarzer Farbe gehaltenen Unternehmensbezeichnung sowie einer blauen, als halbrunde Stele ausgeformten Bildmarke. Die dazugeh\u00f6rige Werbung basierte auf dem gleichen gelben Farbton.<\/p>\n

Mit dem der Entscheidung zugrunde liegenden Verfahren will die Kl\u00e4gerin der Beklagten verbieten lassen, die gelbe Farbe bei der Verpackung der Sprachlernsoftware und in der Werbung zu verwenden.<\/p>\n

Die Entscheidung<\/strong><\/p>\n

Das Verfahren vor dem Landgericht K\u00f6ln hat die Kl\u00e4gerin gewonnen (Urteil v. 19.\u00a0Januar 2012 –\u00a031\u00a0O\u00a0352\/11<\/a>), die dagegen gerichtete Berufung der Beklagten blieb erfolglos (OLG K\u00f6ln – Urteil v. 9.\u00a0November 2012 –\u00a06\u00a0U\u00a038\/12<\/a>).<\/p>\n

Die von der Beklagten angestrebte Revision wurde nun vom BGH zur\u00fcckgewiesen (Urteil v. 18.\u00a0September 2014 –\u00a0I\u00a0ZR\u00a0228\/12<\/a>).<\/p>\n

Das Gericht best\u00e4tigt die Auffassung des Berufungsgerichts, dass eine Verwechslungsgefahr zwischen der Farbmarke der Kl\u00e4gerin und der von der Beklagten verwendeten Farbe besteht. Insbesondere stellte der BGH darauf ab, dass auf dem inl\u00e4ndischen Markt der zweisprachigen W\u00f6rterb\u00fccher die Farben die Kennzeichnungsgewohnheiten pr\u00e4gen. Das Publikum der Produkte verstehe die gro\u00dffl\u00e4chig und durchg\u00e4ngig verwendete Farbe “Gelb” als Produktkennzeichen. Auch wenn die Beklagte ihre Wortmarke und ihr blaues Logo auf ihren Verpackungen und in der Werbung verwendet, sehe der Verkehr in der gelben Farbe ein eigenst\u00e4ndiges Kennzeichen. Die Beurteilung der Zeichen\u00e4hnlichkeit ist somit isoliert auf den gelben Farbton zu reduzieren. Angesichts der hochgradigen Waren und Zeichen\u00e4hnlichkeit und durchschnittlicher Kennzeichnungskraft der Klagemarke seien daher die Voraussetzungen der markenrechtlichen Verwechslungsgefahr erf\u00fcllt. (la)<\/p>\n

Quelle: Pressemitteilung des BGH – Nr. 131\/2014 v. 18.09.2014<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"

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