{"id":22329,"date":"2014-09-12T05:42:33","date_gmt":"2014-09-12T04:42:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=22329"},"modified":"2017-04-07T10:40:11","modified_gmt":"2017-04-07T09:40:11","slug":"jetzt-auch-lg-giessen-die-neue-widerrufsbelehrung-muss-auch-die-telefonnummer-enthalten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/jetzt-auch-lg-giessen-die-neue-widerrufsbelehrung-muss-auch-die-telefonnummer-enthalten\/","title":{"rendered":"Jetzt auch LG Gie\u00dfen: Die neue Widerrufsbelehrung muss auch die Telefonnummer enthalten"},"content":{"rendered":"

\"Das<\/p>\n

Erst Ende August hatten die DOPATKA Rechtsanw\u00e4lte<\/a> von einer einstweiligen Verf\u00fcgung des Landgerichts Bochum (Landgericht Bochum, Beschluss vom 08.07.2014, Az. I-13 O 102\/14<\/a>) berichtet, nach der die Widerrufsbelehrung auch – soweit vorhanden – eine Telefonnummer enthalten muss. Siehe unseren Beitrag hier<\/a>.<\/p>\n

Zu den DOPATKA Rechtsanw\u00e4lten, die die Entscheidung des Landgerichts Bochum kritisch sehen, weil sich die angebliche Verpflichtung, auch die Telefonnummer in die Widerrufsbelehrung aufzunehmen, nicht unmittelbar aus dem Gesetz, sondern nur aus den Formulierungsvorgaben innerhalb der Muster-Widerrufsbelehrung ergibt, gesellt sich der Kollege Thomas Stadler, der zu Recht zus\u00e4tzlich die Frage aufwirft<\/a>, ob ein Versto\u00df, sollte er denn tats\u00e4chlich vorliegen, nicht vielleicht lediglich einen – durch Mitbewerber nicht verfolgbaren – Bagatellversto\u00df darstellen k\u00f6nnte.<\/p>\n

Wie dem auch sei: Das Landgericht Bochum erf\u00e4hrt Unterst\u00fctzung durch das Landgericht Gie\u00dfen in Gestalt einer einstweiligen Verf\u00fcgung vom 12.8.2014 (LG Gie\u00dfen, Beschluss v. 12.8.2014, Az. 2 O 311\/14<\/a>), die uns zur Zeit zur Pr\u00fcfung vorliegt. Da die Entscheidung im Beschlusswege erlassen wurde, existieren dazu bisher keine Gr\u00fcnde. Neben dem Gebot, innerhalb der Widerrufsbelehrung auch die Telefonnummer vorzuhalten, wird der Antragsgegnerin aufgegeben, das Muster-Widerrufsbelehrungsformular zur Verf\u00fcgung zu stellen und die Telefonnummer auch im Impressum bereitzuhalten.<\/p>\n

Wir werden unserer Mandantschaft voraussichtlich raten, die einstweilige Verf\u00fcgung anzugreifen. Dies allerdings nicht nur, da die Entscheidung jedenfalls teilweise in der Sache falsch sein d\u00fcrfte, sondern insbesondere, weil diese zahlreiche handwerkliche Fehler enth\u00e4lt, die sp\u00e4testens vor dem Oberlandesgericht zu einer Aufhebung f\u00fchren m\u00fcssten. Selbst, wenn der Fall f\u00fcr unsere Mandantin voll gewonnen werden sollte, steht daher leider nicht fest, ob sich das betreffende Gericht zu der der Frage, ob die Telefonnummer in der Widerrufsbelehrung obligatorisch ist, \u00fcberhaupt \u00e4u\u00dfern muss. Wir werden weiter berichten. (la)<\/p>\n

(Bild: \u00a9 Marius Graf – Fotolia.com)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"

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