{"id":22048,"date":"2014-07-28T06:35:34","date_gmt":"2014-07-28T05:35:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=22048"},"modified":"2017-04-07T10:43:26","modified_gmt":"2017-04-07T09:43:26","slug":"anlegerschutzkanzlei-erhebt-3-500-nahezu-identische-und-erfolglose-klagen-66-millionen-euro-umsatz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/anlegerschutzkanzlei-erhebt-3-500-nahezu-identische-und-erfolglose-klagen-66-millionen-euro-umsatz\/","title":{"rendered":"&quot;Anlegerschutzkanzlei&quot; macht mit 3.500 nahezu identischen und erfolglosen Klagen 6,6 Millionen Euro Umsatz"},"content":{"rendered":"<p><!--:de--><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-22054\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/rechtsverdreherg1.jpg\" alt=\"rechtsverdreherg\" width=\"364\" height=\"256\" srcset=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/rechtsverdreherg1.jpg 364w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/rechtsverdreherg1-90x63.jpg 90w\" sizes=\"(max-width: 364px) 100vw, 364px\" \/>Reputationsmanagement gewinnt insbesondere im Internet mehr und mehr an Bedeutung. Immer wieder wenden sich daher Mandanten, die sich in der \u00d6ffentlichkeit falsch dargestellt sehen oder schlicht b\u00f6sartig diffamiert werden, an unsere Kanzlei mit der Bitte um Hilfe.<\/p>\n<p>In letzter Zeit h\u00e4ufen sich bei uns F\u00e4lle, in denen Anw\u00e4lte versuchen, Anleger verschiedener Finanzprodukte in Angst und Schrecken zu versetzen und sie so zu Lasten der Anbieter\u00a0 in ein Beratungsmandat zu treiben. Dass man gegen solche Machenschaften erfolgreich vorgehen kann, dar\u00fcber haben wir zuletzt <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/magazin\/lhr-erwirkt-weitere-einstweilige-verfuegung-anlegerschutzanwaelte-duerfen-nicht-mit-nicht-existenter-schutzgemeinschaft-werben\" target=\"_blank\">hier<\/a> berichtet.<\/p>\n<p><strong>Anlegerschutz ist gut, besonders f\u00fcr den Anwalt<\/strong><\/p>\n<p>Kapitalanlagerecht ist f\u00fcr gesch\u00e4ftst\u00fcchtige Anw\u00e4lte ein lukratives Feld. Aufgrund der oft hohen Investitionssummen existieren dementsprechend zahlreiche potentielle Mandanten, deren \u201cBetreuung\u201d aufgrund der Vergleichbarkeit der F\u00e4lle keine individuell abgestimmte anwaltliche Arbeit im Einzelfall erfordert, sondern oft mithilfe von vorgefertigten Schreiben und Klageschriften \u201cgeleistet\u201d werden kann. Hinzukommt, dass viele Anleger eine Rechtsschutzversicherung haben, die die Kosten der Beratung \u2013 unabh\u00e4ngig von deren Erfolg \u2013 \u00fcbernimmt. Der Anwalt hat somit ein gesteigertes Interesse daran, in Bezug auf einen (vermeintlichen) Schadensfall m\u00f6glichst viele Mandate abzuschlie\u00dfen, die seinen Umsatz erh\u00f6hen, ohne dass gleichzeitig nennenswerte Mehrarbeit entsteht.<\/p>\n<p>Dass dieses Szenario nicht blo\u00df ein theoretisches ist, sondern auch eifrig und umfangreich in die Tat umgesetzt wird, zeigt ein aktueller Bericht in der Printausgabe der Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) vom 21.7.2014. Wie das <a href=\"http:\/\/www.versicherungsjournal.de\/vertrieb-und-marketing\/gericht-ruegt-prozesse-zulasten-der-rechtsschutz-versicherer-119570.php\">Versicherungsjournal online berichtet<\/a>, thematisiert die FAZ in ihrem Artikel einen Fall, in dem eine &#8220;Anlegerschutzkanzlei&#8221; sage und schreibe 3.500 fast gleichlautende Klageschriften bestehend aus Textbausteinen wegen angeblicher Falschberatung beim Kauf einer der diversen \u201aDreil\u00e4nderfonds\u2018 eingereicht hatte.<\/p>\n<p><strong><strong>Mit 3.500 Klagen 6,6 Millionen Euro Umsatz<\/strong><\/strong><\/p>\n<p>Die FAZ vermutet, dass die Klagen ausschlie\u00dflich aus Eigeninteresse der Anwaltskanzlei erhoben wurden. Dies schlie\u00dft sie nicht nur daraus, dass die Klagen allesamt\u00a0 sowohl unzul\u00e4ssig wie auch unbegr\u00fcndet waren, sondern dass auch verschiedene Gerichte bis hin zum Bundesgerichtshof\u00a0 dieselben Argumente der Anwaltskanzlei l\u00e4ngst verworfen hatten. Auch mangele es an der handwerklichen Qualit\u00e4t der Schrifts\u00e4tze, die nicht einmal den Mindestanforderungen an einen schl\u00fcssigen Vortrag gen\u00fcgten. Zudem seien f\u00e4lschlicherweise Feststellungs- statt Leistungsklagen erhoben worden. Au\u00dferdem habe man aus einem Fall gleich zwei Klagen gemacht. Den Gr\u00fcndungsgesellschafter (Herrn Maschmeyer) habe man stets separat verklagt. Eine Falschberatung sei trotz zahlreicher Vorw\u00fcrfe nicht nachvollziehbar dargelegt worden. Selbst wenn jemals Anspr\u00fcche gegen den Anbieter bestanden haben sollten, w\u00e4ren diese l\u00e4ngst verj\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Dennoch habe die Kanzlei weiter prozessiert und mit 3.500 nahezu identischen Klageschriften rund 6,6 Millionen Euro verdient, zitiert die FAZ das Gericht. (la)<\/p>\n<p>(Bild: \u00a9 cristina \u2013 Fotolia.com)<!--:--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reputationsmanagement gewinnt insbesondere im Internet mehr und mehr an Bedeutung. Immer wieder wenden sich daher Mandanten, die sich in der \u00d6ffentlichkeit falsch dargestellt sehen oder schlicht b\u00f6sartig diffamiert werden, an unsere Kanzlei mit der Bitte um Hilfe. In letzter Zeit h\u00e4ufen sich bei uns F\u00e4lle, in denen Anw\u00e4lte versuchen, Anleger verschiedener Finanzprodukte in Angst und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":22054,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"content-type":"","footnotes":""},"categories":[1,13,15],"tags":[178,206,2748],"class_list":["post-22048","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-magazin","category-medienrecht-und-persoenlichkeitsrecht","category-wettbewerbsrecht-kartellrecht","tag-faz","tag-irrefuhrende-werbung","tag-anlegerschutzanwalt"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22048","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22048"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22048\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/22054"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22048"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22048"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22048"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}