{"id":20872,"date":"2014-02-11T10:00:06","date_gmt":"2014-02-11T09:00:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=20872"},"modified":"2017-04-07T10:55:45","modified_gmt":"2017-04-07T09:55:45","slug":"ich-wuerde-gerne-das-wort-selbstanzeige-unterbringen-schaffe-es-aber-nicht-sinnvoll","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/ich-wuerde-gerne-das-wort-selbstanzeige-unterbringen-schaffe-es-aber-nicht-sinnvoll\/","title":{"rendered":"Ich w\u00fcrde gerne das Wort \u201eSelbstanzeige\u201c unterbringen, schaffe es aber nicht sinnvoll"},"content":{"rendered":"<p><!--:de--><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-20873\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Schleichwerbung.jpg\" alt=\"Selbstanzeige bei verschleierten Anzeigen?!\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Schleichwerbung.jpg 150w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Schleichwerbung-44x44.jpg 44w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Schleichwerbung-90x90.jpg 90w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/> Der BGH hat am 6.02.2014 (<a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=I%20ZR%202\/11\" title=\"I ZR 2\/11 (2 zugeordnete Entscheidungen)\">I ZR 2\/11<\/a>) erneut \u00fcber das Thema der Anzeigenkennzeichnung entschieden.<\/p>\n<p>Es ging um ein kostenlos verteiltes Anzeigenblatt, wie es jeder von uns kennt. Die Verlegerin ver\u00f6ffentlichte redaktionell gestaltete Beitr\u00e4ge, f\u00fcr welche sie von \u201eSponsoren\u201c ein Entgelt erhalten hatte. Die Artikel waren mit dem Hinweis \u201esponsored by\u201c gekennzeichnet.<\/p>\n<p>Der BGH hat entschieden, dass diese Art der Kennzeichnung nicht ausreicht, sofern im einschl\u00e4gigen Landespressegesetz konkret die Bezeichnung als \u201eAnzeige\u201c gefordert werde. Die Verwendung des Begriffes \u201esponsored by\u201c reiche zur Verdeutlichung des werblichen Charakters des Beitrags nicht aus.<\/p>\n<p>An dieser Stelle sei klargestellt, dass eine Kennzeichnung mit dem Begriff \u201eAnzeige\u201c nur dann notwendig ist, wenn diese nicht bereits durch die Anordnung und Gestaltung allgemein als solche erkennbar ist. Eine Anzeige im Sinne der presserechtlichen Vorschriften liegt im \u00dcbrigen nicht vor, wenn \u00fcber ein Unternehmen oder Produkte eines Unternehmens berichtet wird.<\/p>\n<p>Auch eine positive Berichterstattung l\u00e4sst nicht zwangsl\u00e4ufig auf einen rechtswidrige getarnte Werbung schlie\u00dfen. Sobald f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichungen jedoch bezahlt wird ist von einem werblichen Charakter auszugehen. Interessante Entscheidungen zum Thema: BGH, Urteil vom 1.7.2010 \u2013 <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=I%20ZR%20161\/09\" title=\"BGH, 01.07.2010 - I ZR 161\/09: Flappe\">I ZR 161\/09<\/a> Flappe OLG Hamburg, Beschluss vom 28.06.2010 \u2013 <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=5%20W%2080\/10\" title=\"OLG Hamburg, 28.06.2010 - 5 W 80\/10: Unlauterer Wettbewerb: Redaktionelle Werbung durch Auslobu...\">5 W 80\/10<\/a> OLG D\u00fcsseldorf, Urteil vom 31.10.2006 \u2013 <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=23%20U%2030\/06\" title=\"OLG D&uuml;sseldorf, 31.10.2006 - 23 U 30\/06: Presserechtliche Kennzeichnungspflicht von Anzeigen\">23 U 30\/06<\/a> Firmenportrait (ro)<\/p>\n<p>(Bild: \u00a9 THesIMPLIFY &#8211; Fotolia.com)<!--:--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der BGH hat am 6.02.2014 (I ZR 2\/11) erneut \u00fcber das Thema der Anzeigenkennzeichnung entschieden. 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