{"id":20099,"date":"2013-11-08T20:24:03","date_gmt":"2013-11-08T19:24:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=20099"},"modified":"2017-04-25T11:47:51","modified_gmt":"2017-04-25T10:47:51","slug":"berater-honorare-schock-fur-den-profi-fusball","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/sportrecht\/berater-honorare-schock-fur-den-profi-fusball\/","title":{"rendered":"Berater-Honorare: Schock f\u00fcr den Profi-Fu\u00dfball?"},"content":{"rendered":"<p><!--:de--><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-20106\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/fussb.jpg\" alt=\"fussb\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/fussb.jpg 150w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/fussb-44x44.jpg 44w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/fussb-90x90.jpg 90w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/>Verschiedene Rechtsanw\u00e4lte beraten sehr erfolgreich Profifu\u00dfballer. Im Gegensatz zu anderen Spielerberatern m\u00fcssen Rechtsanw\u00e4lte <a title=\"Lizenzierungsvoraussetzungen des DFB\" href=\"http:\/\/www.dfb.de\/?id=504345\" target=\"_blank\">keine besondere Lizenz erwerben<\/a>, um als Spielerberater t\u00e4tig zu werden. Dies gilt genauso f\u00fcr\u00a0 Elternteile, Geschwister und Ehepartner eines Spielers, weil deren T\u00e4tigkeit ebenso au\u00dferhalb des Zust\u00e4ndigkeitsbereichs der FIFA und des DFB liegt. Diese Vorgaben lieferten dem Boulevard schon manch sch\u00f6ne Geschichte, man erinnert sich gerne zur\u00fcck <a title=\"Interview mit Frau Illgner in der BamS\" href=\"http:\/\/www.bild.de\/sport\/fussball\/bodo-illgner\/so-wie-seine-bianca-ist-keine-andere-spielerfrau-26910756.bild.html\" target=\"_blank\">an Spielerfrauen wie Frau Illgner.<\/a> Rechtsanw\u00e4lte haben bei der Beratung von Fu\u00dfballprofis gegen\u00fcber Familienangeh\u00f6rigen oftmals den Vorteil, dass Sie Experten in der Vertragsgestaltung sind und ihre Spieler im besten Falle auch bei der Vermarktung und Durchsetzung Ihrer Pers\u00f6nlichkeitsrechte rechtlich beraten und vertreten k\u00f6nnen, wenn sie entpsprechend spezialisert sind.<\/p>\n<p>Eben ein solcher, als Spielerberater t\u00e4tiger Rechtsanwalt war im Jahre 2006, zusammen mit weiteren Spielerberatern, in einen Fall verwirkelt, der nunmehr aktuell zu einem aufsehenerregenden Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH, Az. XI-R-4\/11 v. 18.08.2013, ver\u00f6ffentlicht am 16.10.2013) f\u00fchrte. Im Rahmen einer Steuerpr\u00fcfung bei Borussia M\u00f6nchengladbach fielen den Steuerpr\u00fcfern die vom Verein deklarierten Umsatzsteuerzahlungen an insgesamt 10 Spielerberater auf. Die daraufhin eingeleiteten Verfahren m\u00fcndeten aktuell nach \u00fcber sieben Jahren in dem Urteil des Bundesfinanzhofes, durch welches wohl mindestens 70 Millionen Euro Steuernachzahlungen auf die Bundesligavereine zukommen werden.<\/p>\n<p>Einer der Kerngedanken des Urteils besagt, dass die Spielerberater, die mit jedem Vertragsabschluss eine Zahlungsvereinbarung \u00fcber ein bestimmtes Vermittlungshonorar abschlossen und hierf\u00fcr Rechnungen mit gesondertem Umsatzsteuerausweis gegen\u00fcber den Vereinen ausstellten, zumindest auch Leistungen an die jeweiligen Spieler erbracht h\u00e4tten. Von der vorgenommenen Vermittlung profitiere demnach nicht nur der Verein, sondern gerade auch der jeweilige Spieler.<\/p>\n<p>Das Urteil hat in der Szene eine besonderen Nachklang, weil es das bisherige Verh\u00e4ltnis von Vereinen, Spielern und Beratern vollkommen auf den Kopf stellt. W\u00e4hrend die Spielerberater bislang ihr Honorar von den Vereinen bezahlt bekommen haben, werden sie sich nach dem Urteil nunmehr an die Spieler selbst wenden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Das Urteil des Bundesfinanzhofes betrifft dabei grunds\u00e4tzlich nur die von den Spielerberatern den Vereinen in Rechnung gestellten Umsatzsteuerbetr\u00e4ge, welche die Bundesligavereine nach den Vorgaben des Urteils k\u00fcnftig nicht mehr als Vorsteuer geltend machen k\u00f6nnen, da es letztlich, verk\u00fcrzt, an einem Leistungsaustausch fehle. Dies hat zur Konsequenz, dass den Vereinen f\u00fcr die letzten Jahre gewaltige Steuernachzahlungen in Millionenh\u00f6he auferlegt werden. Man vernimmt bereits aus verschiedenen Richtungen, dass Vereine beabsichtigen, sich hinsichtlich dieser Betr\u00e4ge bei den Spielerberatern schadlos zu halten.<\/p>\n<p>Nicht nur die Rechtsanw\u00e4lte unter den Spielerberatern werden diesen Ansatz der Vereine sowie die tats\u00e4chlichen Auswirkungen des Urteils sehr genau im Auge behalten. (ha)<\/p>\n<p>(Bild: \u00a9 Marius Graf &#8211; Fotolia.com)<!--:--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verschiedene Rechtsanw\u00e4lte beraten sehr erfolgreich Profifu\u00dfballer. Im Gegensatz zu anderen Spielerberatern m\u00fcssen Rechtsanw\u00e4lte keine besondere Lizenz erwerben, um als Spielerberater t\u00e4tig zu werden. Dies gilt genauso f\u00fcr\u00a0 Elternteile, Geschwister und Ehepartner eines Spielers, weil deren T\u00e4tigkeit ebenso au\u00dferhalb des Zust\u00e4ndigkeitsbereichs der FIFA und des DFB liegt. 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