{"id":200,"date":"2007-07-24T18:54:00","date_gmt":"2007-07-24T16:54:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/wordpress\/?p=200"},"modified":"2007-07-24T18:54:00","modified_gmt":"2007-07-24T16:54:00","slug":"fur-alle-abmahnfreunde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/fur-alle-abmahnfreunde\/","title":{"rendered":"F\u00fcr alle Abmahnfreunde&#8230;"},"content":{"rendered":"<div style=\"text-align: justify\">&#8230;hier ein relativ neuer Beschluss des OLG Hamburg <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr\/entscheidungen\/wettbewerbsrecht\/190\/5\/2\"><span style=\"font-weight: bold\">(Beschluss v. 14.02.2007, Az. 5 W 14\/07)<\/span><\/a>:<\/div>\n<p>Dabei ging es einmal um die von <a href=\"http:\/\/www.google.de\/search?q=Unfreie+Sendungen+werden+nicht+angenommen&amp;hl=de&amp;rls=GGGL,GGGL:2006-17,GGGL:de&amp;pwst=1&amp;start=10&amp;sa=N\"><span style=\"font-weight: bold\">vielen Onlineh\u00e4ndlern<\/span><\/a> innerhalb der Widerrufs- bzw. R\u00fcckgabebelehrung verwendete Klausel &#8220;Unfreie Sendungen werden nicht angenommen&#8221;.<\/p>\n<p>Das OLG h\u00e4lt diese Klausel f\u00fcr unzul\u00e4ssig:<\/p>\n<div><span style=\"font-style: italic\"><\/p>\n<blockquote><p>&#8220;Denn der interessierte Verbraucher kann diese Regelung nur dahin verstehen, dass das Widerrufs- und R\u00fcckgaberecht unter der Bedingung der Frankierung der Sendung und somit der Vorleistungspflicht des Verbrauchers steht. Dieses widerspricht aber dem klaren Wortlaut der gesetzlichen Regelung in <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/357.html\" title=\"&sect; 357 BGB: Rechtsfolgen des Widerrufs von au&szlig;erhalb von Gesch&auml;ftsr&auml;umen geschlossenen Vertr&auml;gen und Fernabsatzvertr&auml;gen mit Ausnahme von Vertr&auml;gen &uuml;ber Finanzdienstleistungen\">\u00a7 357 Abs. 2 Satz 2 BGB<\/a>, wonach die Kosten der R\u00fccksendung bei Widerruf und R\u00fcckgabe der Unternehmer zu tragen hat.&#8221;<\/p><\/blockquote>\n<p><\/span><\/div>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Zudem wurde aber auch klar gestellt, dass die ebenfalls <a href=\"http:\/\/www.google.de\/search?q=angebote+freibleibend&amp;sourceid=navclient-ff&amp;ie=UTF-8&amp;rls=GGGL,GGGL:2006-17,GGGL:de\"><span style=\"font-weight: bold\">h\u00e4ufig genutzte<\/span><\/a> Klausel innerhalb Allgemeiner Gesch\u00e4ftsbedingungen, wonach die Angebote &#8220;freibleibend&#8221; seien, jedenfalls auf der eBay-Plattform \u00fcberraschend und auch wettbewerbswidrig sei:<\/p>\n<p><\/span><\/p>\n<blockquote style=\"font-style: italic\"><p>&#8220;Bei der Masse der \u00fcber eBay abgeschlossenen Verk\u00e4ufe habe sich ein bestimmtes Vertragsbild auch im Hinblick auf den Vertragsschluss herausgebildet, gegen welches die in Streit stehende Gesch\u00e4ftsbedingung der Antragsgegnerin zum Nachteil der K\u00e4ufer versto\u00dfe. \u00a7 9 der eBay-AGB sehe auch f\u00fcr den Fall der sog. &#8220;Sofort-Kauf-Option&#8221; vor, dass der Vertrag bereits dann zu Stande kommt, wenn der K\u00e4ufer die Option aus\u00fcbt, d.h. seine Vertragserkl\u00e4rung abgibt.<\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Fazit:<\/span><br \/>\nAndere Plattform, andere Sitten. Man sollte demnach nicht jede alte AGB-Klausel in jeden neuen Shop einbauen. AGB sind ohnehin nicht obligatorisch. Die meisten Verk\u00e4ufer k\u00e4men viel besser ohne sie aus. Die eine oder andere Abmahnung k\u00f6nnen sie sich jedenfalls so ersparen. (la)<a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr\/entscheidungen\/wettbewerbsrecht\/190\/5\/2\"><span style=\"font-weight: bold\"> Zum Beschluss<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230;hier ein relativ neuer Beschluss des OLG Hamburg (Beschluss v. 14.02.2007, Az. 5 W 14\/07): Dabei ging es einmal um die von vielen Onlineh\u00e4ndlern innerhalb der Widerrufs- bzw. R\u00fcckgabebelehrung verwendete Klausel &#8220;Unfreie Sendungen werden nicht angenommen&#8221;. Das OLG h\u00e4lt diese Klausel f\u00fcr unzul\u00e4ssig: &#8220;Denn der interessierte Verbraucher kann diese Regelung nur dahin verstehen, dass das [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"content-type":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-200","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-magazin"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/200","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=200"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/200\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=200"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=200"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=200"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}