{"id":198,"date":"2007-07-18T10:00:00","date_gmt":"2007-07-18T08:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/wordpress\/?p=198"},"modified":"2017-03-13T01:10:52","modified_gmt":"2017-03-13T00:10:52","slug":"verkauf-von-parfumtestern-im-internet-verboten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/verkauf-von-parfumtestern-im-internet-verboten\/","title":{"rendered":"Verkauf von Parf\u00fcmtestern im Internet verboten"},"content":{"rendered":"<div style=\"text-align: justify\">Schn\u00e4ppchen werden beim Parf\u00fcmkauf im Internet vor allem bei Testern gemacht. Nicht verwendete Flaschen werden dort h\u00e4ufig g\u00fcnstig angeboten.<\/div>\n<p>Zu Unrecht, wie das OLG Frankfurt <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr\/entscheidungen\/markenrecht\/184\/5\/4\"><span style=\"font-weight: bold\">(Urteil vom 18. 1. 2007,6 U 134\/06)<\/span> <\/a>nun entschied.<\/p>\n<p>Dies gilt jedenfalls dann, wenn die Tester den H\u00e4ndlern unter Eigentumsvorbehalt geliefert werden. Dann n\u00e4mlich tritt die so genannte Ersch\u00f6pfung des <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/MarkenG\/24.html\" title=\"&sect; 24 MarkenG: Ersch&ouml;pfung\">\u00a7 24 MarkenG<\/a> nicht ein.<\/p>\n<blockquote style=\"font-style: italic\"><p>&#8220;Die Vorschrift des <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/MarkenG\/24.html\" title=\"&sect; 24 MarkenG: Ersch&ouml;pfung\">\u00a7 24 MarkenG<\/a> hat den Zweck, dem Markeninhaber zwar die (markenrechtliche) Kontrolle \u00fcber den Vertriebsweg der mit der Marke gekennzeichneten Waren zu entziehen, ihm jedoch die Entscheidung dar\u00fcber vorzubehalten, ob und wann er diese Ware \u00fcberhaupt dem freien Vertrieb \u00fcberl\u00e4sst (vgl. Ingerl\/Rohnke, MarkenG, 2. Aufl. [2003], \u00a7 24 Rdnr. 7 m.w. Nachw.). Im Hinblick auf diesen Normzweck kann in F\u00e4llen der vorliegenden Art ein \u201eIn-den-Verkehrbringen\u201c durch die Auslieferung an den Deposit\u00e4r nur dann bejaht werden, wenn der Markeninhaber die Verf\u00fcgungsgewalt \u00fcber die Ware nicht nur in tats\u00e4chlicher, sondern auch in rechtlicher Hinsicht willentlich auf den Deposit\u00e4r \u00fcbertr\u00e4gt, d.h. ihm ungeachtet der mit der \u00dcbergabe verfolgten Intentionen gestattet, mit der Ware nach eigenem Belieben zu verfahren; dies w\u00e4re insbesondere bei einer vorbehaltlosen \u00dcbereignung der Fall. Diese Voraussetzung ist hier nicht erf\u00fcllt.&#8221;<\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Fazit:<\/span><br \/>\nVorsicht beim Angebot von Testern oder <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr\/entscheidungen\/markenrecht\/185\/5\/4\"><span style=\"font-weight: bold\">unverpackten Parfums<\/span><\/a>. Handelt man dabei &#8220;im gesch\u00e4ftlichen Verkehr&#8221; kann dies markenrechtliche Unterlassungsanspr\u00fcche ausl\u00f6sen. Und die Schwelle dorthin ist <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr\/entscheidungen\/wettbewerbsrecht\/164\/5\/2\"><span style=\"font-weight: bold\">schnell \u00fcberschritten<\/span><\/a>. (la) <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr\/entscheidungen\/markenrecht\/184\/5\/4\"><span style=\"font-weight: bold\">Zum Urteil<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schn\u00e4ppchen werden beim Parf\u00fcmkauf im Internet vor allem bei Testern gemacht. Nicht verwendete Flaschen werden dort h\u00e4ufig g\u00fcnstig angeboten. Zu Unrecht, wie das OLG Frankfurt (Urteil vom 18. 1. 2007,6 U 134\/06) nun entschied. Dies gilt jedenfalls dann, wenn die Tester den H\u00e4ndlern unter Eigentumsvorbehalt geliefert werden. 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