{"id":19749,"date":"2013-09-30T08:07:01","date_gmt":"2013-09-30T07:07:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=19749"},"modified":"2017-08-19T22:15:40","modified_gmt":"2017-08-19T21:15:40","slug":"was-ist-parallelimport","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/was-ist-parallelimport\/","title":{"rendered":"Was ist ein Parallelimport?"},"content":{"rendered":"<p><!--:de--><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-18147\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Basics.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Basics.jpg 150w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Basics-44x44.jpg 44w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/Basics-90x90.jpg 90w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/p>\n<p>Der Begriff \u201eParallelimport\u201c stammt aus dem Markenrecht. Bei parallel importierter Ware handelt es sich um Ware, die aus dem Ausland nach Deutschland eingef\u00fchrt wird. Es handelt sich nicht um F\u00e4lschungen &#8211; die Ware wurde also vom Markeninhaber selbst hergestellt. Dem Markenhersteller bleibt es jedoch vorbehalten, seine Ware f\u00fcr unterschiedliche M\u00e4rkte im Hinblick auf Preise, Qualit\u00e4ten und Warensortimente differenziert herzustellen und regional begrenzt auf den jeweiligen M\u00e4rkten anzubieten.<\/p>\n<p><strong>Sind Parallelimporte verboten?<\/strong><\/p>\n<p>Bei Waren, die aus EU-L\u00e4ndern nach Deutschland importiert werden, und bei denen der Markeninhaber dem ersten Inverkehrbringen innerhalb der EU zugestimmt hat, handelt es sich zwar um einen Parallelimport nach Deutschland. Ein solcher Parallelimport ist jedoch aus Gr\u00fcnden der Warenverkehrsfreiheit gem\u00e4\u00df <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/AEUV\/34.html\" title=\"Art. 34 AEUV: (ex-Artikel 28 EGV)\">Art. 34 AEUV<\/a> bzw. Art. 8ff EWR-Abkommen zul\u00e4ssig \u2013 also aus markenrechtlicher Sicht nicht verboten. Der Vertrieb der Artikel kann jedoch aus anderen Gr\u00fcnden rechtswidrig sein, z.B. wegen unzureichender Kennzeichnungen und Hinweisen auf der Ware.<\/p>\n<p><strong>Vorsicht bei Parallelimporten aus dem EU-Ausland!<\/strong><\/p>\n<p>Ein Parallelimport von Markenartikeln aus dem EU-Ausland ist meist unzul\u00e4ssig und strafbar. Dies ist immer dann der Fall, wenn der Markeninhaber seine Markenrechte noch geltend machen kann \u2013 und der Markeninhaber dem Inverkehrbringen innerhalb der EU nicht zugestimmt hat.<\/p>\n<p>F\u00e4lle unzul\u00e4ssiger Parallelimporte sind mittlerweile Alltag bei den Zollbeh\u00f6rden. Die parallel importierten Produkte werden bei der Einfuhr im Rahmen einer Grenzbeschlagnahme abgefangen. Danach drohen nicht nur strafrechtliche Ma\u00dfnahmen sondern auch umfangreiche zivilrechtliche Schritte gegen denjenigen, der die Ware eingef\u00fchrt hat. (ro)<!--:--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Begriff \u201eParallelimport\u201c stammt aus dem Markenrecht. Bei parallel importierter Ware handelt es sich um Ware, die aus dem Ausland nach Deutschland eingef\u00fchrt wird. Es handelt sich nicht um F\u00e4lschungen &#8211; die Ware wurde also vom Markeninhaber selbst hergestellt. Dem Markenhersteller bleibt es jedoch vorbehalten, seine Ware f\u00fcr unterschiedliche M\u00e4rkte im Hinblick auf Preise, Qualit\u00e4ten [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":18147,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"content-type":"","footnotes":""},"categories":[1,10],"tags":[],"class_list":["post-19749","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-magazin","category-markenrecht"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19749","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=19749"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19749\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/18147"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19749"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19749"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19749"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}