{"id":17747,"date":"2013-05-08T06:12:47","date_gmt":"2013-05-08T05:12:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=17747"},"modified":"2017-04-07T11:19:04","modified_gmt":"2017-04-07T10:19:04","slug":"erste-gerichtsentscheidung-die-unterstellung-gekaufte-facebook-fans-zu-haben-ist-rechtsverletzend","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/erste-gerichtsentscheidung-die-unterstellung-gekaufte-facebook-fans-zu-haben-ist-rechtsverletzend\/","title":{"rendered":"LHR erwirkt Gerichtsentscheidung vor dem OLG Frankfurt: Die Unterstellung, &quot;gekaufte&quot; Facebook-Fans zu haben, ist rechtsverletzend"},"content":{"rendered":"<p><!--:de--><a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/fanskaufen.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-15689\" title=\"Jeder hat seinen Preis\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/fanskaufen.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/fanskaufen.jpg 150w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/fanskaufen-44x44.jpg 44w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/fanskaufen-90x90.jpg 90w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main (OLG Frankfurt am Main, Beschluss v. 25.4.2013, Az. <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=16%20W%2021\/13\" title=\"OLG Frankfurt, 25.04.2013 - 16 W 21\/13: Einstweilige Verf&uuml;gung gegen &Auml;u&szlig;erungen auf Facebook\">16 W 21\/13<\/a>, nicht rechtskr\u00e4ftig) hat auf den Antrag von Lampmann, Haberkamm &amp; Rosenbaum Rechtsanw\u00e4lte (LHR)\u00a0 im Wege einer einstweiligen Verf\u00fcgung aktuell entschieden, dass es rechtsverletzend ist, in Bezug auf die Facebookseite eines Dritten zu behaupten, ein erheblicher Teil der Facebook-Fans sei gekauft und nicht durch das eigene positive Image redlich erworben worden.<\/p>\n<p><strong>OLG Frankfurt hebt Entscheidung des Landgerichts auf<\/strong><\/p>\n<p>Ohne dass diese Behauptung ausdr\u00fccklich aufgestellt wurde, sah das Oberlandesgericht durch verschiedene, im Gesamtbild unmissverst\u00e4ndliche, \u00c4u\u00dferungen, die nahelegten, dass ein Gro\u00dfteil der \u00fcber 20.000 Fans &#8220;gekauft&#8221; seien, das Pers\u00f6nlichkeitsrecht der von LHR vertretenen Antragstellerin verletzt. Das OLG \u00e4nderte die vorherige Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main (LG Frankfurt am Main, Beschluss v. 19.3.2013, Az. 2-03 O 98\/13) ab, das die Aussagen noch unzutreffend als zul\u00e4ssige Meinungs\u00e4u\u00dferungen gewertet hatte.<\/p>\n<p><strong>Fankauf keine &#8220;redliche&#8221; Werbema\u00dfnahme<\/strong><\/p>\n<p>Die Entscheidung verdeutlicht, dass der &#8220;Kauf&#8221; von Facebookfans zwar <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/magazin\/ist-der-kauf-von-facebook-fans-und-likes-rechtlich-zulassig\" target=\"_blank\">rechtlich umstritten<\/a> sein mag, dieser aber jedenfalls vom Verkehr nicht als seri\u00f6se Werbema\u00dfnahme wahrgenommen wird. Es muss daher nicht nur vom &#8220;Fankauf&#8221; als solchen abgeraten werden, sondern insbesondere auch davon, Dritten diesen \u00f6ffentlich zum Vorwurf zu machen.<\/p>\n<p><strong>Ordnungsgeld bis 250.000 \u20ac und Kosten des Verfahrens in beiden Instanzen<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Das Oberlandesgericht Frankfurt hat jetzt in der bundesweit ersten Entscheidung die Unterstellung eines Kaufs von Facebook-Fans per einstweiliger Verf\u00fcgung verboten. Dem Antragsgegner droht bei einer Zuwiderhandlung ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 \u20ac und er hat die Verfahrenskosten beider Instanzen zu tragen.<\/p>\n<p>Rechtsanw\u00e4ltin Nina Haberkamm von der Kanzlei LHR:<\/p>\n<blockquote><p>&#8220;Die Entscheidung ist ein deutlicher Fingerzeig darauf, dass die Problematik rechtswidriger \u00f6ffentlicher \u00c4u\u00dferungen von den Gerichten in Deutschland sehr ernst genommen wird. Insbesondere durch soziale Netzwerke wie Facebook ist die Anzahl von Pers\u00f6nlichkeitsrechtsverletzungen enorm gestiegen, weil jedermann \u00fcberall seinen Kommentar abgeben kann und sich dabei oftmals nicht \u00fcber die Tragweite der \u00c4u\u00dferung bewusst ist. Zudem zeigt das Urteil deutlich auf, dass man sich nicht hinter zweideutigen und indirekten Formulierungen oder Fragestellungen verstecken kann, wenn der eigentliche Kern der Aussage rechtsverletzend ist.&#8221;<\/p><\/blockquote>\n<p><!--:--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main (OLG Frankfurt am Main, Beschluss v. 25.4.2013, Az. 16 W 21\/13, nicht rechtskr\u00e4ftig) hat auf den Antrag von Lampmann, Haberkamm &amp; Rosenbaum Rechtsanw\u00e4lte (LHR)\u00a0 im Wege einer einstweiligen Verf\u00fcgung aktuell entschieden, dass es rechtsverletzend ist, in Bezug auf die Facebookseite eines Dritten zu behaupten, ein erheblicher Teil der Facebook-Fans sei [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":15689,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"content-type":"","footnotes":""},"categories":[1,13,1229,1156],"tags":[21,101,730,1223,1635,2076],"class_list":["post-17747","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-magazin","category-medienrecht-und-persoenlichkeitsrecht","category-social-media-recht","category-pressemitteilungen","tag-facebook","tag-personlichkeitsrechtsverletzung","tag-unwahre-tatsachenbehauptung","tag-pressemitteilung","tag-meinungsauserung","tag-fankauf"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17747","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17747"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17747\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/15689"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17747"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17747"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17747"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}