{"id":17651,"date":"2013-04-29T17:12:13","date_gmt":"2013-04-29T16:12:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=17651"},"modified":"2024-06-12T17:52:30","modified_gmt":"2024-06-12T15:52:30","slug":"volkswagen-gegen-volksreifen-bgh-ausert-sich-zum-schutzbereich-bei-beruhmten-marken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/volkswagen-gegen-volksreifen-bgh-ausert-sich-zum-schutzbereich-bei-beruhmten-marken\/","title":{"rendered":"Volkswagen gegen Volksreifen – BGH \u00e4u\u00dfert sich zum Schutzbereich bei ber\u00fchmten Marken"},"content":{"rendered":"
Gegenstand des Verfahrens war die Frage, ob BILD Online und die Werkstattkette ATU Werbung zu gemeinsamen Aktionen schalten d\u00fcrfen, in denen Inspektionsdienstleistungen als \u201eVolks-Inspektion\u201c und Kraftfahrzeugreifen als \u201eVolks-Reifen\u201c bezeichnet werden. Au\u00dferdem ging es um die Frage, ob die Werkstattkette ATU in der Werbung \u201eVolks-Werkstatt\u201c genannt werden darf. Nachdem das Landgericht M\u00fcnchen in erster Instanz Volkswagen entsprechende markenrechtliche Anspr\u00fcche zuerkannt, das Oberlandesgericht M\u00fcnchen in der Berufungsinstanz diese jedoch abgelehnt hatte, entschied der Bundesgerichtshof nun im Rahmen einer Nichtzulassungsbeschwerde wiederum zugunsten von Volkswagen.<\/p>\n Zur Begr\u00fcndung f\u00fchrten die Karlsruher Richter aus, bekannte oder sogar ber\u00fchmte Marken w\u00fcrden \u00fcber einen weiten Schutzbereich verf\u00fcgen. Dementsprechend m\u00fcsse bei der Verwendung anderer Zeichen ein weiter Abstand zu der bekannten bzw. ber\u00fchmten Marke eingehalten werden. Eine Verletzung der bekannten Marke liege demnach bereits vor, wenn das angesprochene Publikum aufgrund der verwendeten Zeichen von einer wirtschaftlichen oder organisatorischen Verbindung zwischen dem Inhaber der bekannten Marke und dem Verwender des streitgegenst\u00e4ndlichen Zeichens ausgehe oder wenn die konkrete Zeichenbenutzung die Unterscheidungskraft der bekannten Marke beintr\u00e4chtige.<\/p>\n Aufgrund dieser \u00dcberlegungen kam der Bundesgerichtshof zu dem Schluss, dass das Oberlandesgericht M\u00fcnchen dem weiten Schutzbereich bekannter Marken nicht hinreichend Rechnung getragen und es insbesondere vers\u00e4umt hat, die erforderlichen diesbez\u00fcglichen Feststellungen zu treffen. \u00a0Deshalb verwies der BGH den Fall zur\u00fcck an das Berufungsgericht, wo nun erneut \u00fcber die Angelegenheit verhandelt wird. (ab)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":" Der Bundesgerichtshof hat mit Urteil vom 11.04.2013 entschieden, dass Aktionen, bei denen Fahrzeuge oder Dienstleistungen unter Bezeichnungen beginnend mit dem Wortbestandteil \u201eVolks-\u201c vertrieben werden, die Markenrechte der Volkswagen AG an der Gemeinschaftsmarke \u201eVolkswagen\u201c verletzen k\u00f6nnen (Az. I ZR 214\/11). Gegenstand des Verfahrens war die Frage, ob BILD Online und die Werkstattkette ATU Werbung zu gemeinsamen […]<\/p>\n","protected":false},"author":41,"featured_media":17652,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"content-type":"","footnotes":""},"categories":[1,10],"tags":[301,911,2078],"class_list":["post-17651","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-magazin","category-markenrecht","tag-markenrecht","tag-bundesgerichtshof","tag-volkswagen"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17651","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/41"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17651"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17651\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":67149,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17651\/revisions\/67149"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17652"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17651"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17651"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17651"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}
<\/a>Der Bundesgerichtshof hat mit Urteil vom 11.04.2013 entschieden, dass Aktionen, bei denen Fahrzeuge oder Dienstleistungen unter Bezeichnungen beginnend mit dem Wortbestandteil \u201eVolks-\u201c vertrieben werden, die Markenrechte der Volkswagen AG an der Gemeinschaftsmarke \u201eVolkswagen\u201c verletzen k\u00f6nnen (Az. I ZR 214\/11<\/a>).<\/p>\n