{"id":17386,"date":"2013-04-10T08:32:08","date_gmt":"2013-04-10T07:32:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=17386"},"modified":"2017-04-07T11:21:53","modified_gmt":"2017-04-07T10:21:53","slug":"null-plan-null-chancen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/null-plan-null-chancen\/","title":{"rendered":"Null Plan, null Chancen"},"content":{"rendered":"<p><!--:de--><a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/magazin\/null-plan-null-chancen\/attachment\/blackf\" rel=\"attachment wp-att-17397\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-17397\" title=\" Dreimol Null es Null, es Null, denn mer woren en d'r Kayjass en d'r Schull\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/blackf.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/blackf.jpg 150w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/blackf-44x44.jpg 44w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/blackf-90x90.jpg 90w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Vor kurzem erreicht uns ein Schreiben, in dem uns mitgeteilt wird, dass ein Schuldner einer unserer Mandanten mit insgesamt \u00fcber 20.000 \u20ac verschuldet sei.<\/p>\n<p>Da nennenswertes Verm\u00f6gen nicht vorhanden und der Schuldner dar\u00fcber hinaus arbeitslos sei, k\u00f6nne nur der aus der Anlage ersichtliche &#8220;flexible Nullplan&#8221; angeboten werden, der \u00fcber einen Zeitraum von 6 Jahren laufe.<\/p>\n<p>Wir m\u00f6chten das Angebot pr\u00fcfen und unsere Entscheidung innerhalb von zwei Wochen mitteilen. Ein Blick in die erw\u00e4hnte Anlage ergab, dass der &#8220;flexible Nullplan&#8221; f\u00fcr unseren Mandanten eine 72-monatige Ratenzahlung von jeweils 0,00 \u20ac vorsieht. Soweit, so unwiderstehlich.<\/p>\n<p>Wer den Begriff\u00a0 &#8220;flexibler Nullplan&#8221; (wie ich bisher) nicht kennt, muss dazu wissen, dass es sich dabei um ein Institut aus dem Insolvenzrecht handelt, bei dem der Schuldner seinen Gl\u00e4ubigern im Rahmen eines au\u00dfergerichtlichen Einigungsversuchs (irgend-)einen Plan anbieten muss, auch wenn er nichts hat. Beim Nullplan handelt sich dabei, wie der Name schon sagt, um ein Angebot an die Gl\u00e4ubiger, dass mit der Zahlung eines Betrags von null Euro verbunden ist.<\/p>\n<p>Im <a href=\"http:\/\/www.insolvenzrecht.jurion.de\/meine-inhalte\/fachbuecher\/fachlexika\/abc-des-insolvenzrechts\/nullplan\/\" target=\"_blank\">JURION Fachlexikon<\/a> wird zum Insolvenzverfahren ausgef\u00fchrt:<\/p>\n<blockquote><p>&#8220;Da ein solcher Schuldenbereinigungsplan nur dann zustande kommt, wenn alle Gl\u00e4ubiger ihre Zustimmung zu diesem Plan ausdr\u00fccklich erkl\u00e4ren, hat ein solcher Nullplan in der Praxis auch so gut wie keine Aussicht auf Erfolg <strong>(Null Chancen)<\/strong>.\u00a0 Gleichwohl m\u00fcssen auch die Schuldner, die nichts anderes als einen Nullplan anbieten k\u00f6nnen, einen solchen Einigungsversuch unternehmen.&#8221;<\/p><\/blockquote>\n<p>Irgendwie passend: Null Plan, null Chancen.<\/p>\n<p>An dieser Gesetzesvorgabe beruhigt mich nur, dass das Urheberrecht offenbar nicht das einzige Rechtsgebiet ist, in dem man als Rechtsanwender mit offensichtlichem <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Leistungsschutzrecht_f%C3%BCr_Presseverleger\" target=\"_blank\">Unfug<\/a> zu k\u00e4mpfen hat. (la)<!--:--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor kurzem erreicht uns ein Schreiben, in dem uns mitgeteilt wird, dass ein Schuldner einer unserer Mandanten mit insgesamt \u00fcber 20.000 \u20ac verschuldet sei. Da nennenswertes Verm\u00f6gen nicht vorhanden und der Schuldner dar\u00fcber hinaus arbeitslos sei, k\u00f6nne nur der aus der Anlage ersichtliche &#8220;flexible Nullplan&#8221; angeboten werden, der \u00fcber einen Zeitraum von 6 Jahren laufe. 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