{"id":17053,"date":"2013-03-12T20:52:44","date_gmt":"2013-03-12T19:52:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=17053"},"modified":"2017-04-07T11:24:51","modified_gmt":"2017-04-07T10:24:51","slug":"wichtige-neuerungen-im-heilmittelwerbegesetz-hwg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/wichtige-neuerungen-im-heilmittelwerbegesetz-hwg\/","title":{"rendered":"Wichtige Neuerungen im Heilmittelwerbegesetz (HWG)"},"content":{"rendered":"<p><!--:de--><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-6462\" alt=\"apo\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/apo.jpg\" width=\"150\" height=\"151\" srcset=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/apo.jpg 150w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/apo-44x44.jpg 44w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/apo-90x90.jpg 90w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/>Seit dem 19.10.2012 gelten bedeutende Neuerungen im Heilmittelwerbegesetz (HWG). Das Folgende hat sich ge\u00e4ndert:<\/p>\n<ul>\n<li>Das Verbot mit Gutachten, Zeugnissen, wissenschaftlichen oder fachlichen Ver\u00f6ffentlichungen sowie mit Hinweisen darauf zu werben wird aufgehoben (\u00a7 11 I Nr. 1)<\/li>\n<li>das Verbot der fachlichen Empfehlung wurde eingeschr\u00e4nkt auf Personen, die aufgrund ihrer Bekanntheit zum Arzneimittelverbrauch anregen k\u00f6nnen. Der Hinweis auf eine wissenschaftliche oder fachliche Empfehlung, die das Arzneimittel nicht bewirbt, wird jetzt erlaubt (\u00a7 11 I Nr. 2)<\/li>\n<li>die Wiedergabe von Krankengeschichten sowie mit Hinweisen darauf wird erlaubt, wenn diese nicht in missbr\u00e4uchlicher, absto\u00dfender oder irref\u00fchrender Weise erfolgt oder durch eine ausf\u00fchrliche Beschreibung oder Darstellung zu einer falschen Selbstdiagnose verleiten kann (\u00a7 11 I Nr. 3). Die \u00e4rztliche Schweigepflicht ist hierbei zu beachten<\/li>\n<li>das Verbot der Abbildung in Berufskleidung oder bei Aus\u00fcbung der Berufst\u00e4tigkeit, das bereits durch die Rechtsprechung eingeschr\u00e4nkt war, ist nunmehr aufgehoben worden (\u00a7 11 I Nr. 4)<\/li>\n<li>Erlaubt sind jetzt Vorher-Nachher-Bilder, da eine bildliche Darstellung nur noch dann verboten ist, wenn sie in missbr\u00e4uchlicher, absto\u00dfender oder irref\u00fchrender Weise Ver\u00e4nderungen des menschlichen K\u00f6rpers aufgrund von Krankheiten oder Sch\u00e4digungen oder die Wirkung eines Arzneimittels im menschlichen K\u00f6rper oder in K\u00f6rperteilen verwendet (\u00a7 11 I Nr. 5). Ausgenommen sind hiervon operative plastisch-chirurgische Eingriffe, f\u00fcr die nicht mit der Wirkung einer solchen Behandlung durch vergleichende Darstellung des K\u00f6rperzustandes oder des Aussehens vor und nach dem Eingriff geworben werden darf<\/li>\n<li>fremd- und fachsprachliche Bezeichnungen sind jetzt erlaubt (\u00a7 11 I Nr. 6)<\/li>\n<li>das Verbot, mit Angstgef\u00fchlen zu werben, wurde dahingehend ge\u00e4ndert, dass nur noch Werbeaussagen verboten sind, die nahelegen, dass die Gesundheit durch die Nichtverwendung des Arzneimittels beeintr\u00e4chtigt oder durch die Verwendung verbessert werden k\u00f6nnte (\u00a7 11 I Nr. 7)<\/li>\n<li>aufgehoben wurde ferner das Verbot der Ver\u00f6ffentlichung, die dazu anleitet, bestimmte Krankheiten, Leiden, K\u00f6rpersch\u00e4den oder krankhafte Beschwerden beim Menschen selbst zu erkennen (\u00a7 11 I Nr. 10), also die Verleitung zu einer falschen Selbstdiagnose<\/li>\n<li>die Werbung mit \u00c4u\u00dferungen Dritter, insbesondere die Testimonial-Werbung, ist nur noch dann verboten, wenn sie in missbr\u00e4uchlicher, absto\u00dfender oder irref\u00fchrender Weise erfolgt (\u00a7 11 I Nr. 11)<\/li>\n<li>Preisausschreiben und Verlosungen sind nur noch dann verboten, wenn sie einer unzweckm\u00e4\u00dfigen oder \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Verwendung von Arzneimitteln Vorschub leisten(\u00a7 11 I Nr. 13)<\/li>\n<li>Das Verbot der Werbung mit Mustern oder Proben und Gutscheinen f\u00fcr Arzneimittel durch die Abgabe von Arzneimitteln selbst wurde versch\u00e4rft (\u00a7 11 I Nr. 14).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wir beraten Sie gerne zu diesen Neuerungen, insbesondere ist nun deutlich mehr im Bereich der Werbung erlaubt, wobei diese immer auch gem\u00e4\u00df <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/UWG\/5.html\" title=\"&sect; 5 UWG: Irref&uuml;hrende gesch&auml;ftliche Handlungen\">\u00a7 5 UWG<\/a> zu pr\u00fcfen ist. D.h. die Werbeaussage darf nach wie vor nicht irref\u00fchrend sein. Auch ist zu beachten, dass m\u00f6glicherweise Unterlassungserkl\u00e4rungen aus fr\u00fcheren Rechtsstreitigkeiten jetzt aufgrund der neuen Rechtslage gek\u00fcndigt werden k\u00f6nnen.<br \/>\nRufen Sie uns an \u2013 wir helfen Ihnen weiter (nh).<!--:--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit dem 19.10.2012 gelten bedeutende Neuerungen im Heilmittelwerbegesetz (HWG). Das Folgende hat sich ge\u00e4ndert: Das Verbot mit Gutachten, Zeugnissen, wissenschaftlichen oder fachlichen Ver\u00f6ffentlichungen sowie mit Hinweisen darauf zu werben wird aufgehoben (\u00a7 11 I Nr. 1) das Verbot der fachlichen Empfehlung wurde eingeschr\u00e4nkt auf Personen, die aufgrund ihrer Bekanntheit zum Arzneimittelverbrauch anregen k\u00f6nnen. 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