{"id":16794,"date":"2013-02-19T07:57:21","date_gmt":"2013-02-19T06:57:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=16794"},"modified":"2017-04-07T11:26:28","modified_gmt":"2017-04-07T10:26:28","slug":"mit-der-gleichen-logik-konnte-ein-restaurantbesitzer-von-taxifahrern-geld-verlangen-die-ihm-gaste-bringen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/mit-der-gleichen-logik-konnte-ein-restaurantbesitzer-von-taxifahrern-geld-verlangen-die-ihm-gaste-bringen\/","title":{"rendered":"Mit der gleichen Logik kann ein Restaurantbesitzer von Taxifahrern Geld verlangen, die schon Teile des Men\u00fcs servieren, das die G\u00e4ste erst im Restaurant verzehren sollen"},"content":{"rendered":"<p><!--:de--><a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/magazin\/mit-der-gleichen-logik-konnte-ein-restaurantbesitzer-von-taxifahrern-geld-verlangen-die-ihm-gaste-bringen\/attachment\/taxi-2\" rel=\"attachment wp-att-16807\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-16807\" title=\"Wo kann man denn hier jetzt sonst noch feiern?\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/taxi1.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/taxi1.jpg 150w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/taxi1-44x44.jpg 44w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/taxi1-90x90.jpg 90w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>In einer <a href=\"http:\/\/googlepressde.blogspot.de\/2013\/02\/google-startet-taxi-kampagne-zum.html\" target=\"_blank\">Pressemitteilung<\/a>\u00a0 teilt Google auf seiner Internetseite mit, dass es seine Informationskampagne &#8220;Verteidige Dein Netz&#8221; fortsetze.<\/p>\n<p>Um die Bev\u00f6lkerung weiter f\u00fcr das Thema zu sensibilisieren, werde diese jetzt um eine \u201cTaxi-Kampagne\u201d in Berlin erweitert. In ihrem Mittelpunkt steht ein Zitat des Bloggers und Journalisten <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mario_Sixtus\" target=\"_blank\">Mario Sixtus<\/a>, der den Grundgedanken des geplanten Leistungsschutzrechts f\u00fcr Presseverlage wie folgt kommentierte:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eMit der gleichen Logik k\u00f6nnte ein Restaurantbesitzer von Taxifahrern Geld verlangen, die ihm G\u00e4ste bringen.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Dieser Satz sei ab sofort auf den Kopfst\u00fctzen von rund 600 Berliner Taxis zu lesen.<\/p>\n<p>\u201cMit unserer Taxi-Kampagne verdeutlichen wir die Absurdit\u00e4t des geplanten Gesetzes\u201d, so Kay Oberbeck, Sprecher von Google Nordeuropa. \u201cNach aktuellen Zahlen leiten wir pro Monat 6 Milliarden Klicks auf Verlagsangebote weltweit weiter. Die Artikel der Zeitungen werden nicht \u2018bei Google\u2019, sondern auf den Verlagsseiten online gelesen. Google ist im \u00fcbertragenen Sinn das \u2018Taxi\u2019, das den \u2018Restaurantbesitzern\u2019, also den deutschen Presseverlagen, im Schnitt bis zu 50 Prozent ihrer Leser liefert. Die Argumente aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik gegen dieses Gesetz sind erdr\u00fcckend &#8211; unsere Anzeigen- und Onlinekampagne mit Zitaten namhafter Experten stellt das heraus. Wir appellieren an die Parlamentarier, dieses Gesetzesvorhaben zu stoppen.\u201d<\/p>\n<p>Abgesehen davon, dass Google mit dieser Aktion wieder einmal nicht selbst kreativ wird, sondern fremde Inhalte \u00fcbernimmt, ist interessant, dass Google sich mit der geplanten Kampagne bei dem bekannten Blogger Mario Sixtus bedient, der sich zwar mit durchaus beachtlichen Argumenten in der Debatte um das Leistungsschutzrecht einen Namen gemacht hat, bei dem aber nicht sicher ist, ob er damit, dass der Milliardenkonzern Google ihn nun explizit in einen Werbefeldzug einbindet, wirklich gl\u00fccklich sein kann.<\/p>\n<p>Ebenfalls nicht sicher ist, ob der Spruch der kontroversen Situation \u00fcberhaupt gerecht wird. Denn die Verlage, soviel Fairness muss sein, beschweren sich ja nicht \u00fcber die blo\u00dfe Tatsache, dass das Google-Taxi ihnen Kunden bringt, sondern dass Google bereits im Taxi Teile des Men\u00fcs serviert, das die G\u00e4ste erst im Restaurant verzehren sollen.<\/p>\n<p>Fest steht, das Herrn Sixtus, sollte er mit der Ver\u00f6ffentlichung durch Google nicht einverstanden sein, das Urheberrecht wahrscheinlich nicht weiterhilft. Denn das sch\u00fctzt immer nur die konkrete Auspr\u00e4gung und nicht die dahinter stehende Idee bzw. Message des Werks, sei sie auch noch so schlau. Das geplante Leistungsschutzrecht aber ebenfalls nicht. Gr\u00f6\u00dfter Kritikpunkt an der geplanten gesetzlichen Regelung ist n\u00e4mlich unter anderem, dass dieses nicht den Urheber selbst, sondern nur die Verlage sch\u00fctzt, die einen gewissen Inhalt aufbereiten und verbreiten. (la)<\/p>\n<p>(Bild: \u00a9 J\u00fcrgen Prautsch &#8211; Fotolia.com)<!--:--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einer Pressemitteilung\u00a0 teilt Google auf seiner Internetseite mit, dass es seine Informationskampagne &#8220;Verteidige Dein Netz&#8221; fortsetze. Um die Bev\u00f6lkerung weiter f\u00fcr das Thema zu sensibilisieren, werde diese jetzt um eine \u201cTaxi-Kampagne\u201d in Berlin erweitert. 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