{"id":1626,"date":"2010-09-10T02:18:31","date_gmt":"2010-09-10T00:18:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr-blog\/?p=1626"},"modified":"2019-08-26T17:27:53","modified_gmt":"2019-08-26T16:27:53","slug":"bgh-rabatte-und-zugaben-bei-verschreibungspflichtigen-medikamenten-sind-verboten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/lebensmittelrecht-arzneimittelrecht\/bgh-rabatte-und-zugaben-bei-verschreibungspflichtigen-medikamenten-sind-verboten\/","title":{"rendered":"BGH: Rabatte und Zugaben bei verschreibungspflichtigen Medikamenten sind verboten"},"content":{"rendered":"<p align=\"justify\">Der u. a. f\u00fcr das Wettbewerbsrecht zust\u00e4ndige I.\u00a0Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat heute in sechs am 15.\u00a0April 2010 verhandelten Sachen, in denen es jeweils um die Frage der Zul\u00e4ssigkeit von Bonussystemen bei der Abgabe von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ging, die Entscheidungen verk\u00fcndet.<\/p>\n<p align=\"justify\">Die unter dem Gesichtspunkt des Rechtsbruchs (<a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/UWG\/4.html\" title=\"&sect; 4 UWG: Mitbewerberschutz\">\u00a7\u00a04 Nr.\u00a011 UWG<\/a>*) sowie teilweise auch unter dem einer unangemessenen Kundenbeeinflussung (<a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/UWG\/4.html\" title=\"&sect; 4 UWG: Mitbewerberschutz\">\u00a7\u00a04 Nr.\u00a01 UWG<\/a>*) auf Unterlassung in Anspruch genommenen Apothekeninhaber gew\u00e4hrten ihren Kunden beim Bezug von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln nach unterschiedlichen Systemen Preisnachl\u00e4sse, die R\u00fcckerstattung der Praxisgeb\u00fchr, Einkaufsgutscheine und\/oder Pr\u00e4mien. Die Kl\u00e4ger &#8211;\u00a0in drei F\u00e4llen die Wettbewerbszentrale und in den \u00fcbrigen F\u00e4llen Mitbewerber der Beklagten\u00a0&#8211; sahen darin u.a. Verst\u00f6\u00dfe gegen die im Arzneimittelrecht enthaltenen Preisbindungsvorschriften (<a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/AMG\/78.html\" title=\"&sect; 78 AMG: Preise\">\u00a7\u00a078\u00a0Abs.\u00a02\u00a0Satz\u00a02<\/a> und 3, Abs.\u00a03 Satz\u00a01 AMG**; \u00a7\u00a01 Abs.\u00a01 und 4, \u00a7\u00a03 AMPreisV***) sowie gegen das im Heilmittelwerberecht geregelte Verbot von Werbegaben (\u00a7\u00a07\u00a0HWG****). Die Vorinstanzen hatten die gegen\u00fcber den Rabatt- und Bonussystemen erhobenen Beanstandungen \u00fcberwiegend f\u00fcr begr\u00fcndet erachtet und jeweils die Revision zugelassen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Der Bundesgerichtshof hat einen Versto\u00df gegen die arzneimittelrechtliche Preisbindung nicht nur dann als gegeben angesehen, wenn der Apotheker ein preisgebundenes Arzneimittel zu einem anderen als dem nach der Arzneimittelpreisverordnung zu berechnenden Preis abgibt. Er hat einen solchen Versto\u00df vielmehr auch dann bejaht, wenn f\u00fcr das preisgebundene Arzneimittel zwar der korrekte Preis angesetzt wird, dem Kunden aber gekoppelt mit dem Erwerb des Arzneimittels Vorteile gew\u00e4hrt werden, die den Erwerb f\u00fcr ihn wirtschaftlich g\u00fcnstiger erscheinen lassen. Die insoweit einschl\u00e4gigen Bestimmungen des Arzneimittelrechts sind neben \u00a7\u00a07 HWG**** anwendbar, da diese Vorschrift den Verbraucher vor unsachlichen Beeinflussungen sch\u00fctzen soll und daher einen anderen Zweck verfolgt als die arzneimittelrechtliche Preisregelung, die insbesondere die im \u00f6ffentlichen Interesse gebotene fl\u00e4chendeckende und gleichm\u00e4\u00dfige Versorgung der Bev\u00f6lkerung mit Arzneimitteln sicherstellen soll. Die Bestimmungen der <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/AMG\/78.html\" title=\"&sect; 78 AMG: Preise\">\u00a7\u00a078\u00a0Abs.\u00a02\u00a0Satz\u00a02<\/a> und 3, Abs.\u00a03 Satz\u00a01 AMG**, \u00a7\u00a01 Abs.\u00a01 und 4, \u00a7\u00a03 AMPreisV***** stellen auch Marktverhaltensregelungen i.S. des <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/UWG\/4.html\" title=\"&sect; 4 UWG: Mitbewerberschutz\">\u00a7\u00a04 Nr.\u00a011 UWG<\/a> dar, weil sie dazu bestimmt sind, den (Preis-)Wettbewerb unter den Apotheken zu regeln.<\/p>\n<p align=\"justify\">Das beanstandete Verhalten der Apotheker ist aber nur dann geeignet, die Interessen von Mitbewerbern und sonstigen Marktteilnehmern i.S. des <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/UWG\/3.html\" title=\"&sect; 3 UWG: Verbot unlauterer gesch&auml;ftlicher Handlungen\">\u00a7\u00a03\u00a0Abs.\u00a01\u00a0UWG<\/a>****** sp\u00fcrbar zu beeintr\u00e4chtigen, wenn keine nach \u00a7\u00a07\u00a0Abs.\u00a01\u00a0Satz\u00a01 HWG zul\u00e4ssige Werbegabe vorliegt. Der BGH hat eine Werbegabe im Wert von einem Euro noch als zul\u00e4ssig angesehen, bei einer Werbegabe im Wert von 5\u00a0\u20ac dagegen eine sp\u00fcrbare Beeintr\u00e4chtigung bejaht.<\/p>\n<p align=\"justify\">In der Sache <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=I%20ZR%2072\/08\" title=\"I ZR 72\/08 (2 zugeordnete Entscheidungen)\">I ZR\u00a072\/08<\/a> stellte sich au\u00dferdem die Frage, ob das deutsche Arzneimittelpreisrecht auch f\u00fcr im Wege des Versandhandels nach Deutschland eingef\u00fchrte Arzneimittel gilt. In dem zugrunde liegenden Fall hatte eine in den Niederlanden ans\u00e4ssige Apotheke im Wege des Internet-Versandhandels Medikamente f\u00fcr den deutschen Markt angeboten und mit einem Bonussystem geworben, nach dem der Kunde beim Kauf verschreibungspflichtiger Medikamente auf Kassenrezept einen Bonus von 3% des Warenwerts, mindestens aber 2,50\u00a0\u20ac und h\u00f6chstens 15\u00a0\u20ac pro verordneter Packung erhalten sollte. Der Bonus sollte unmittelbar mit dem Rechnungsbetrag oder im Rahmen einer k\u00fcnftigen Bestellung verrechnet werden.<\/p>\n<p align=\"justify\">Der Senat m\u00f6chte die Frage, ob das deutsche Arzneimittelpreisrecht auch f\u00fcr im Wege des Versandhandels nach Deutschland eingef\u00fchrte Arzneimittel gilt, bejahen, sieht sich hieran aber durch eine Entscheidung des 1.\u00a0Senats des Bundessozialgerichts gehindert, der in anderem Zusammenhang entschieden hat, dass das deutsche Arzneimittelpreisrecht f\u00fcr solche Arzneimittel nicht gilt (<a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=BSGE%20101,%20161\" title=\"BSG, 28.07.2008 - B 1 KR 4\/08 R: Krankenversicherung - Arzneimittel - kein Herstellerrabatt auf...\">BSGE\u00a0101, 161<\/a> Tz.\u00a023\u00a0ff.). Diese Frage wird deshalb dem Gemeinsamen Senat der obersten Gerichtsh\u00f6fe des Bundes zur Entscheidung vorgelegt.<\/p>\n<p align=\"justify\">Urteil vom 9. September 2010 &#8211;\u00a0<a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=I%20ZR%20193\/07\" title=\"BGH, 09.09.2010 - I ZR 193\/07: UNSER DANKESCH&Ouml;N F&Uuml;R SIE\">I ZR 193\/07<\/a> &#8211;\u00a0UNSER DANKESCH\u00d6N F\u00dcR SIE<\/p>\n<p align=\"justify\">OLG Bamberg &#8211; <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=3%20U%2024\/07\" title=\"3 U 24\/07 (3 zugeordnete Entscheidungen)\">3 U 24\/07<\/a> &#8211; Urteil vom 31. Oktober 2007<br \/>\nLG Schweinfurt &#8211; <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=5%20HK%20O%2030\/06\" title=\"LG Schweinfurt, 19.01.2007 - 5 HKO 30\/06: Apotheke hat die Gew&auml;hrung eines Gutscheins als Gegen...\">5 HK O 30\/06<\/a> &#8211; Urteil vom 19. Januar 2007<\/p>\n<p align=\"justify\">Urteil vom 9. September 2010 &#8211;\u00a0<a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=I%20ZR%2037\/08\" title=\"I ZR 37\/08 (2 zugeordnete Entscheidungen)\">I ZR 37\/08<\/a><\/p>\n<p align=\"justify\">OLG Karlsruhe &#8211; <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=6%20U%20141\/07\" title=\"OLG Karlsruhe, 13.02.2008 - 6 U 141\/07\">6 U 141\/07<\/a> &#8211; Urteil vom 13. Februar 2008<br \/>\nLG Karlsruhe &#8211; <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=15%20O%2074\/07\" title=\"15 O 74\/07 (3 zugeordnete Entscheidungen)\">15 O 74\/07<\/a> KfH IV &#8211; Urteil vom 28. Juni 2007<\/p>\n<p align=\"justify\">(Vorlage-)Beschluss vom 9. September 2010 &#8211;\u00a0<a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=I%20ZR%2072\/08\" title=\"I ZR 72\/08 (2 zugeordnete Entscheidungen)\">I ZR 72\/08<\/a> &#8211; Sparen Sie beim Medikamentenkauf!<\/p>\n<p align=\"justify\">OLG Frankfurt am Main &#8211; <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=6%20U%2026\/07\" title=\"6 U 26\/07 (3 zugeordnete Entscheidungen)\">6 U 26\/07<\/a> &#8211; Urteil vom 29. November 2007<br \/>\nLG Darmstadt &#8211; <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=12%20O%20123\/06\" title=\"12 O 123\/06 (2 zugeordnete Entscheidungen)\">12 O 123\/06<\/a> &#8211; Urteil vom 22. Dezember 2006<\/p>\n<p align=\"justify\">Urteil vom 9.\u00a0September 2010 &#8211;\u00a0<a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=I%20ZR%2098\/08\" title=\"BGH, 09.09.2010 - I ZR 98\/08: Bonuspunkte\">I ZR 98\/08<\/a> \u2013 Bonuspunkte<\/p>\n<p align=\"justify\">KG Berlin &#8211; <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=5%20U%20189\/06\" title=\"5 U 189\/06 (2 zugeordnete Entscheidungen)\">5 U 189\/06<\/a> &#8211; Urteil vom 11. April 2008<br \/>\nLG Berlin &#8211; <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=102%20O%2091\/06\" title=\"LG Berlin, 14.11.2006 - 102 O 91\/06: Vereinbarkeit eines Bonusprogramms eines niedergelassenen ...\">102 O 91\/06<\/a> &#8211; Urteil vom 14. November 2006<\/p>\n<p align=\"justify\">Urteil vom 9.\u00a0September 2010 &#8211;\u00a0<a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=I%20ZR%20125\/08\" title=\"I ZR 125\/08 (2 zugeordnete Entscheidungen)\">I ZR 125\/08<\/a><\/p>\n<p align=\"justify\">OLG Frankfurt am Main &#8211; <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=6%20U%20118\/07\" title=\"6 U 118\/07 (4 zugeordnete Entscheidungen)\">6 U 118\/07<\/a> &#8211; Urteil vom 5. Juni 2008<br \/>\nLG Darmstadt &#8211; <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=12%20O%20403\/06\" title=\"LG Darmstadt, 08.05.2007 - 12 O 403\/06\">12 O 403\/06<\/a> &#8211; Urteil vom 8. Mai 2006<\/p>\n<p align=\"justify\">Urteil vom 9.\u00a0September 2010 &#8211;\u00a0<a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=I%20ZR%2026\/09\" title=\"I ZR 26\/09 (2 zugeordnete Entscheidungen)\">I ZR 26\/09<\/a><\/p>\n<p align=\"justify\">OLG Karlsruhe &#8211; <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=4%20U%20160\/07\" title=\"4 U 160\/07 (2 zugeordnete Entscheidungen)\">4 U 160\/07<\/a> &#8211; Urteil vom 12. Februar 2009<br \/>\nLG Offenburg &#8211; <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=5%20O%20107\/06\" title=\"5 O 107\/06 (2 zugeordnete Entscheidungen)\">5 O 107\/06<\/a> KfH &#8211; Urteil vom 12. September 2007<\/p>\n<p align=\"justify\">Karlsruhe, den 9.\u00a0September 2010<\/p>\n<p align=\"justify\">*<a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/UWG\/4.html\" title=\"&sect; 4 UWG: Mitbewerberschutz\">\u00a7 4 UWG<\/a> lautet:<\/p>\n<p align=\"justify\">Unlauter handelt insbesondere,<\/p>\n<p align=\"justify\">1.wer gesch\u00e4ftliche Handlungen vornimmt, die geeignet sind, die Entscheidungsfreiheit der Verbraucher oder sonstiger Marktteilnehmer durch Aus\u00fcbung von Druck, in menschenverachtender Weise oder durch sonstigen unangemessenen unsachlichen Einfluss zu beeintr\u00e4chtigen.<\/p>\n<p align=\"justify\">\u2026<\/p>\n<p align=\"justify\">11. wer einer gesetzlichen Vorschrift zuwiderhandelt, die auch dazu bestimmt ist, im Interesse der Marktteilnehmer das Marktverhalten zu regeln.<\/p>\n<p align=\"justify\">**<a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/AMG\/78.html\" title=\"&sect; 78 AMG: Preise\">\u00a7 78 AMG<\/a> lautet:<\/p>\n<p align=\"justify\">(1) \u2026<\/p>\n<p align=\"justify\">(2) \u2026 2Ein einheitlicher Apothekenabgabepreis f\u00fcr Arzneimittel, die vom Verkehr au\u00dferhalb der Apotheken ausgeschlossen sind, ist zu gew\u00e4hrleisten. 3Satz 2 gilt nicht f\u00fcr nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel, die nicht zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung abgegeben werden.<\/p>\n<p align=\"justify\">(3) 1F\u00fcr Arzneimittel nach Absatz 2 Satz 2, f\u00fcr die durch die Verordnung nach Absatz\u00a01 Preise und Preisspannen bestimmt sind, haben die pharmazeutischen Unternehmer einen einheitlichen Abgabepreis sicherzustellen; f\u00fcr nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel, die zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung abgegeben werden, haben die pharmazeutischen Unternehmer zum Zwecke der Abrechnung der Apotheken mit den Krankenkassen ihren einheitlichen Abgabepreis anzugeben, von dem bei der Abgabe im Einzelfall abgewichen werden kann. \u2026<\/p>\n<p align=\"justify\">***\u00a7 1 AMPreisV lautet:<\/p>\n<p align=\"justify\">(1) F\u00fcr Arzneimittel, die im voraus hergestellt und in einer zur Abgabe an den Verbraucher bestimmten Packung in den Verkehr gebracht werden (Fertigarzneimittel) und deren Abgabe nach <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/AMG\/43.html\" title=\"&sect; 43 AMG: Apothekenpflicht\">\u00a7 43 Abs. 1<\/a> des Arzneimittelgesetzes den Apotheken vorbehalten ist, werden durch diese Verordnung festgelegt<\/p>\n<p align=\"justify\">1.die Preisspannen des Gro\u00dfhandels bei der Abgabe im Wiederverkauf an Apotheken oder Tier\u00e4rzte (\u00a7\u00a02),<\/p>\n<p align=\"justify\">2.die Preisspannen sowie die Preise f\u00fcr besondere Leistungen der Apotheken bei der Abgabe im Wiederverkauf (\u00a7\u00a7 3, 6 und 7), \u2026<\/p>\n<p align=\"justify\">\u2026<\/p>\n<p align=\"justify\">(4) Ausgenommen sind die Preisspannen und Preise von nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln.<\/p>\n<p align=\"justify\">****\u00a7 7 HWG lautet:<\/p>\n<p align=\"justify\">(1) 1Es ist unzul\u00e4ssig, Zuwendungen und sonstige Werbegaben (Waren oder Leistungen) anzubieten, anzuk\u00fcndigen oder zu gew\u00e4hren oder als Angeh\u00f6riger der Fachkreise anzunehmen, es sei denn, dass<\/p>\n<p align=\"justify\">1.es sich bei den Zuwendungen oder Werbegaben um Gegenst\u00e4nde von geringem Wert, die durch eine dauerhafte und deutlich sichtbare Bezeichnung des Werbenden oder des beworbenen Produktes oder beider gekennzeichnet sind, oder um geringwertige Kleinigkeiten handelt;<\/p>\n<p align=\"justify\">2.die Zuwendungen oder Werbegaben in<\/p>\n<p align=\"justify\">a)einem bestimmten oder auf bestimmte Art zu berechnenden Geldbetrag oder<\/p>\n<p align=\"justify\">b)einer bestimmten oder auf bestimmte Art zu berechnenden Menge gleicher Ware gew\u00e4hrt werden;<\/p>\n<p align=\"justify\">Zuwendungen oder Werbegaben nach Buchstabe a sind f\u00fcr Arzneimittel unzul\u00e4ssig, soweit sie entgegen den Preisvorschriften gew\u00e4hrt werden, die aufgrund des Arzneimittelgesetzes gelten; Buchstabe b gilt nicht f\u00fcr Arzneimittel, deren Abgabe den Apotheken vorbehalten ist.<\/p>\n<p align=\"justify\">3.die Zuwendungen oder Werbegaben nur in handels\u00fcblichem Zubeh\u00f6r zur Ware oder in handels\u00fcblichen Nebenleistungen bestehen; als handels\u00fcblich gilt insbesondere eine im Hinblick auf den Wert der Ware oder Leistung angemessene teilweise oder vollst\u00e4ndige Erstattung oder \u00dcbernahme von Fahrtkosten f\u00fcr Verkehrsmittel des \u00f6ffentlichen Personennahverkehrs, die im Zusammenhang mit dem Besuch des Gesch\u00e4ftslokals oder des Orts der Erbringung der Leistung aufgewendet werden;<\/p>\n<p align=\"justify\">4.die Zuwendungen oder Werbegaben in der Erteilung von Ausk\u00fcnften oder Ratschl\u00e4gen bestehen oder<\/p>\n<p align=\"justify\">5.es sich um unentgeltlich an Verbraucherinnen und Verbraucher abzugebende Zeitschriften handelt, die nach ihrer Aufmachung und Ausgestaltung der Kundenwerbung und den Interessen der verteilenden Person dienen, durch einen entsprechenden Aufdruck auf der Titelseite diesen Zweck erkennbar machen und in ihren Herstellungskosten geringwertig sind (Kundenzeitschriften).<\/p>\n<p align=\"justify\">\u2026<\/p>\n<p align=\"justify\">*****\u00a7 3 AMPreisV lautet:<\/p>\n<p align=\"justify\">(1) 1Bei der Abgabe von Fertigarzneimitteln, die zur Anwendung bei Menschen bestimmt sind, durch die Apotheken sind zur Berechnung des Apothekenabgabepreises ein Festzuschlag von 3 Prozent zuz\u00fcglich 8,10 Euro sowie die Umsatzsteuer zu erheben. \u2026<\/p>\n<p align=\"justify\">\u2026<\/p>\n<p align=\"justify\">******<a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/UWG\/3.html\" title=\"&sect; 3 UWG: Verbot unlauterer gesch&auml;ftlicher Handlungen\">\u00a7 3 UWG<\/a> lautet:<\/p>\n<p align=\"justify\">(1) Unlautere gesch\u00e4ftliche Handlungen sind unzul\u00e4ssig, wenn sie geeignet sind, die Interessen von Mitbewerbern, Verbrauchern oder sonstigen Marktteilnehmern sp\u00fcrbar zu beeintr\u00e4chtigen<\/p>\n<p>Quelle: Pressestelle des Bundesgerichtshofs<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der u. a. f\u00fcr das Wettbewerbsrecht zust\u00e4ndige I.\u00a0Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat heute in sechs am 15.\u00a0April 2010 verhandelten Sachen, in denen es jeweils um die Frage der Zul\u00e4ssigkeit von Bonussystemen bei der Abgabe von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ging, die Entscheidungen verk\u00fcndet. 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