{"id":1542,"date":"2010-08-21T07:32:40","date_gmt":"2010-08-21T05:32:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr-blog\/?p=1542"},"modified":"2017-03-13T01:10:50","modified_gmt":"2017-03-13T00:10:50","slug":"verwechslungsgefahr-zwischen-apple-ipod-und-eierbecher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/verwechslungsgefahr-zwischen-apple-ipod-und-eierbecher\/","title":{"rendered":"Verwechslungsgefahr zwischen Apple iPod und Eierbecher?"},"content":{"rendered":"<p><!--:de--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Wie die <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub8D05117E1AC946F5BB438374CCC294CC\/Doc~E86744E5BB48C4326802E1A5145FF5EDE~ATpl~Ecommon~Scontent.html\" target=\"_blank\">FAZ<\/a> berichtet, hat Apple in der zweiten Instanz vor dem OLG Hamburg (OLG Hamburg, Beschluss v. 09.08.2010, Az. <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=5%20W%2084\/10\" title=\"OLG Hamburg, 09.08.2010 - 5 W 84\/10: Gemeinschaftswortmarke: Unterlassung des Vertriebs von Eie...\">5 W 84\/10<\/a>) eine einstweilige Verf\u00fcgung gegen den Erbacher Haushalts- und Designerwarenhersteller Koziol aus dem Odenwald durchgesetzt, der unter der Bezeichnung<\/p>\n<blockquote style=\"text-align: justify\"><p><em>&#8220;eiPott&#8221;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify\">einen Eierbecher vertreibt (vertrieb) , der nach eigener Aussage ein Verkaufsrenner (gewesen) sei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Wir bitten um Nachsicht, dass es uns als unter anderem auf Markenrecht ausgerichtete Kanzlei ein Anliegen ist, den folgenden Satz aus der Berichterstattung der FAZ zu kritisieren, da er die Entscheidung des OLG Hamburg zu Unrecht als v\u00f6llig ungew\u00f6hnlich bzw. nicht nachvollziehbar erscheinen l\u00e4sst:<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>&#8220;Ein simpler Eierbecher mit der Bezeichnung \u201eeiPott\u201c k\u00f6nnte mit dem technisch ausgefeilten Musikabspielger\u00e4t \u201eiPod\u201c des Apple-Konzerns verwechselt werden &#8211; meint das Hanseatische Oberlandesgericht.&#8221;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify\">Falsch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Es geht &#8211; vereinfacht gesagt &#8211; nicht darum, dass der potentielle K\u00e4ufer eines Eierbechers denken k\u00f6nnte, er erwerbe anstelle eines Fr\u00fchst\u00fccksutensils wider Erwarten ein elektronisches Ger\u00e4t zum Abspielen von Musik oder Videos. Sondern darum, dass Leute denken k\u00f6nnten, dass der so bezeichnete und aufgemachte Eierbecher aus dem Hause Apple stammen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Abgesehen davon, dass auch einem Laien Bauchschmerzen kommen m\u00fcssten, wenn jemand versucht, die Bekanntheit des Namens eines bestimmten Produkts f\u00fcr sich auszunutzen, ist die Entscheidung des OLG Hamburg daher &#8211; ohne die Details zu kennen &#8211; jedenfalls nicht wie von der FAZ suggeriert, v\u00f6llig abwegig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Dass der Artikel &#8211; ein schn\u00f6der Eierbecher &#8211; ein Renner ist, liegt n\u00e4mlich sicher nicht nur am odenw\u00e4ldlerischen Designtalent. (la)<\/p>\n<p><!--:--><!--:en--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Wie die <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub8D05117E1AC946F5BB438374CCC294CC\/Doc~E86744E5BB48C4326802E1A5145FF5EDE~ATpl~Ecommon~Scontent.html\" target=\"_blank\">FAZ<\/a> berichtet, hat Apple in der zweiten Instanz vor dem OLG Hamburg <a href=\"\/lbr\/entscheidungen\/markenrecht\/412\/5\/4\">(OLG Hamburg, Beschluss v. 09.08.2010, Az. 5 W 84\/10)<\/a> eine einstweilige Verf\u00fcgung gegen den Erbacher Haushalts- und Designerwarenhersteller Koziol aus dem Odenwald durchgesetzt, der unter der Bezeichnung<\/p>\n<blockquote style=\"text-align: justify\"><p><em>&#8220;eiPott&#8221;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify\">einen Eierbecher vertreibt (vertrieb) , der nach eigener Aussage ein Verkaufsrenner (gewesen) sei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Wir bitten um Nachsicht, dass es uns als unter anderem auf Markenrecht ausgerichtete Kanzlei ein Anliegen ist, den folgenden Satz aus der Berichterstattung der FAZ zu kritisieren, da er die Entscheidung des OLG Hamburg zu Unrecht als v\u00f6llig ungew\u00f6hnlich bzw. nicht nachvollziehbar erscheinen l\u00e4sst:<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify\"><em>&#8220;Ein simpler Eierbecher mit der Bezeichnung \u201eeiPott\u201c k\u00f6nnte mit dem  technisch ausgefeilten Musikabspielger\u00e4t \u201eiPod\u201c des Apple-Konzerns  verwechselt werden &#8211; meint das Hanseatische Oberlandesgericht.&#8221;<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify\">Falsch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Es geht &#8211; vereinfacht gesagt &#8211; nicht darum, dass der potentielle K\u00e4ufer eines Eierbechers denken k\u00f6nnte, er erwerbe anstelle eines Fr\u00fchst\u00fccksutensils wider Erwarten ein elektronisches Ger\u00e4t zum Abspielen von Musik oder Videos. Sondern darum, dass Leute denken k\u00f6nnten, dass der so bezeichnete und aufgemachte Eierbecher aus dem Hause Apple stammen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Abgesehen davon, dass auch einem Laien Bauchschmerzen kommen m\u00fcssten, wenn jemand versucht, die Bekanntheit des Namens eines bestimmten Produkts f\u00fcr sich auszunutzen, ist die Entscheidung des OLG Hamburg daher &#8211; ohne die Details zu kennen &#8211; jedenfalls nicht wie von der FAZ suggeriert, v\u00f6llig abwegig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Dass der Artikel &#8211; ein schn\u00f6der Eierbecher &#8211; ein Renner ist, liegt n\u00e4mlich sicher nicht nur am odenw\u00e4ldlerischen Designtalent. <strong><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Update:<\/strong> Der Volltext der Entscheidung ist <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr\/entscheidungen\/markenrecht\/412\/5\/4\">hier<\/a> abrufbar. (la)<\/p>\n<p><!--:--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie die FAZ berichtet, hat Apple in der zweiten Instanz vor dem OLG Hamburg (OLG Hamburg, Beschluss v. 09.08.2010, Az. 5 W 84\/10) eine einstweilige Verf\u00fcgung gegen den Erbacher Haushalts- und Designerwarenhersteller Koziol aus dem Odenwald durchgesetzt, der unter der Bezeichnung &#8220;eiPott&#8221; einen Eierbecher vertreibt (vertrieb) , der nach eigener Aussage ein Verkaufsrenner (gewesen) sei. 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