{"id":1490,"date":"2010-08-04T18:55:36","date_gmt":"2010-08-04T16:55:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr-blog\/?p=1490"},"modified":"2010-08-04T18:55:36","modified_gmt":"2010-08-04T16:55:36","slug":"belehrung-uber-altolverordnung-im-onlinehandel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/belehrung-uber-altolverordnung-im-onlinehandel\/","title":{"rendered":"Belehrung \u00fcber Alt\u00f6lverordnung im Onlinehandel"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Onlineh\u00e4ndler m\u00fcssen zahlreiche Vorschriften, Gesetze und Verordnungen bei Ihrem Handel beachten &#8211; so viele, dass ein gew\u00f6hnlicher Onlineh\u00e4ndler diese nicht mehr selbst \u00fcberblicken kann. Nun hat das Oberlandesgericht in einer aktuellen Entscheidung aus Juni 2010 <a href=\"http:\/\/openjur.de\/u\/52195.html\" target=\"_blank\">(vgl. OLG Hamburg, Beschluss vom 02.06.2010, Az. 5 W 59\/10)<\/a> entschieden, dass noch eine weitere Verordnung im Fernabsatzhandel zwingend zu beachten ist: die Alt\u00f6lverordnung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Von dieser Verordnung haben wahrscheinlich, wenn \u00fcberhaupt, bislang nur die geh\u00f6rt, die es angeht &#8211; n\u00e4mlich H\u00e4ndler, die in irgendeiner Form \u00d6l anbieten. Ein solcher H\u00e4ndler hatte einen Konkurrenten abgemahnt, der in seinem Internetshop keinen Hinweis zu der Alt\u00f6lverordnung, insbesondere dazu, dass gem\u00e4\u00df \u00a7 8 Abs. 1 S. 1 Alt\u00f6lVO f\u00fcr die Abgabe eine Annahmestelle eingerichtet ist, angebracht hatte. Dieser Hinweis auf die Annahmestelle muss laut Alt\u00f6lverordnung gegen\u00fcber Endverbrauchern auf leicht erkennbaren und lesbaren Schrifttafeln am Ort des Verkaufs platziert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das Landgericht Hamburg hatte zun\u00e4chst entschieden, dass ein Onlineh\u00e4ndler dieser Hinweispflicht des \u00a7 8 Abs. 1 Alt\u00f6lVO nicht nachkommen muss, da in der Alt\u00f6lverordnung ausdr\u00fccklich von &#8220;Schrifttafeln&#8221; die Rede sei, die auf den station\u00e4ren Handel in Ladengesch\u00e4ften und Tankstellen zugeschnitten seien. Daher sei diese Hinweispflicht aus der Alt\u00f6lverordnung, die aus dem Jahre 1987 stammt, nur f\u00fcr den herk\u00f6mmlichen station\u00e4ren Handel zu beachten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Dieser Ansicht hat das OLG Hamburg nun klar einen Riegel vorgeschoben: Auch eine Verordnung f\u00fcr Alt\u00f6l aus dem Jahr 1987 ist auf den Onlinehandel anzuwenden. Es gibt insbesondere keinen erkennbaren Grund, warum die Hinweispflicht auf eine Annahmestelle f\u00fcr Alt\u00f6l nur f\u00fcr station\u00e4re H\u00e4ndler gelten solle. Alt\u00f6l muss fachgerecht entsorgt werden, gleichg\u00fcltig auf welchem Vertriebsweg das \u00d6l erworben wird. Zum Zeitpunkt des Erlasses der Verordnung habe es noch keinen Fernabsatzhandel gegeben, so dass dieser zu der Zeit erkennbar nicht ber\u00fccksichtigt worden ist. Das hei\u00dft aber nat\u00fcrlich nicht, dass eine Anpassung der gesetzlichen Regelung auf die modernen digitalen Absatzwege ausbleiben soll.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Zudem hat das OLG Hamburg klargestellt, dass ein Versto\u00df gegen die Alt\u00f6lverordnung einen Wettbewerbsversto\u00df nach <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/UWG\/4.html\" title=\"&sect; 4 UWG: Mitbewerberschutz\">\u00a7 4 Nr. 11 UWG<\/a> darstelle, da es sich um eine Marktverhaltensregelung handelt. Der Hinweis ist n\u00e4mlich zum Zeitpunkt der Umwerbung des K\u00e4ufers und damit &#8220;am Markt&#8221; anzubringen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Interneth\u00e4ndler, die in irgendeiner Form \u00d6l anbieten, sollten somit unbedingt Ihre Angebote entsprechend \u00fcberpr\u00fcfen (nh).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\n<p style=\"text-align: justify\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Onlineh\u00e4ndler m\u00fcssen zahlreiche Vorschriften, Gesetze und Verordnungen bei Ihrem Handel beachten &#8211; so viele, dass ein gew\u00f6hnlicher Onlineh\u00e4ndler diese nicht mehr selbst \u00fcberblicken kann. Nun hat das Oberlandesgericht in einer aktuellen Entscheidung aus Juni 2010 (vgl. 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