{"id":149,"date":"2007-04-26T18:17:00","date_gmt":"2007-04-26T16:17:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/wordpress\/?p=149"},"modified":"2007-04-26T18:17:00","modified_gmt":"2007-04-26T16:17:00","slug":"streitwert-bei-durchschnittlichem-wettbewerbsverstos-3000000-eur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/streitwert-bei-durchschnittlichem-wettbewerbsverstos-3000000-eur\/","title":{"rendered":"Streitwert bei durchschnittlichem Wettbewerbsversto\u00df 30.000,00 EUR"},"content":{"rendered":"<div style=\"text-align: justify\">Das OLG Hamm <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr\/entscheidungen\/wettbewerbsrecht\/160\/5\/2\"><span style=\"font-weight: bold\">(OLG Hamm, Beschl. v. 28.03.2007, Az. 4 W 19\/07)<\/span><\/a> hat klargestellt, dass durchschnittliche Wettbewerbsverst\u00f6\u00dfe mit einem Streitwert von 30.000,00 EUR in der Hauptsache zu bewerten sind.<\/div>\n<p>Das Gericht hatte \u00fcber einen Fall zu entscheiden, in dem ein Versender von Alkoholtestger\u00e4ten die Versandkosten f\u00fcr das au\u00dfereurop\u00e4ische Ausland nicht angegeben hatte, obwohl er einen weltweiten Versand anbot.<\/p>\n<p>Den Einwendungen des Verf\u00fcgungsbeklagten, der Versto\u00df sei unerheblich bzw. in Bezug auf den Streitwert \u00fcberbewertet, erteilte das Gericht eine Absage:<\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-style: italic\">&#8220;(&#8230;)Zwar erscheinen die Auswirkungen der Verletzung auf das Wettbewerbsgeschehen zun\u00e4chst relativ geringf\u00fcgig, zumal die Antragsgegnerin nach ihren Angaben mit derartigen Alkoholtestger\u00e4ten insgesamt nur einen eher geringf\u00fcgigen Umsatz gemacht hat. Gleichwohl werden insbesondere auch die Interessen der betroffenen Verkehrskreise, n\u00e4mlich der K\u00e4ufer, ernstlich betroffen, wenn sie im Einzelfall die Versandkosten nicht korrekt mitgeteilt bekommen oder entsprechend berechnen k\u00f6nnen. Mittelbar kann hierdurch, was gen\u00fcgt (\u201egeeignet&#8221;), auch der Wettbewerb verzerrt werden. Durch den Versto\u00df wird der Verbraucher irregef\u00fchrt, die M\u00f6glichkeit eines richtigen Preisvergleichs wird hierdurch erheblich erschwert. (&#8230;) <\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-style: italic\">Bei der Bemessung des Beschwerdewerts ist zu ber\u00fccksichtigen, dass es sich bei dem hier ma\u00dfgeblichen Versto\u00df um eine grunds\u00e4tzlich als durchschnittlich zu bewertende Verletzungshandlung handelt, die vom Senat regelm\u00e4\u00dfig in der Gr\u00f6\u00dfenordnung von 30.000,- \u20ac bemessen wird.&#8221;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: bold\">Fazit:<\/span><br \/>\nRechtsrat auf dem Gebiet des Wettbewerbsrechts lohnt sich immer, denn die Kosten eines gerichtlichen Verfahrens sind und bleiben hoch. (la) <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr\/entscheidungen\/wettbewerbsrecht\/160\/5\/2\"><span style=\"font-weight: bold\">Zum Beschluss<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das OLG Hamm (OLG Hamm, Beschl. v. 28.03.2007, Az. 4 W 19\/07) hat klargestellt, dass durchschnittliche Wettbewerbsverst\u00f6\u00dfe mit einem Streitwert von 30.000,00 EUR in der Hauptsache zu bewerten sind. Das Gericht hatte \u00fcber einen Fall zu entscheiden, in dem ein Versender von Alkoholtestger\u00e4ten die Versandkosten f\u00fcr das au\u00dfereurop\u00e4ische Ausland nicht angegeben hatte, obwohl er einen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"content-type":"","footnotes":""},"categories":[1,15],"tags":[],"class_list":["post-149","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-magazin","category-wettbewerbsrecht-kartellrecht"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/149","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=149"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/149\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=149"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=149"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=149"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}