{"id":14115,"date":"2012-08-30T07:40:47","date_gmt":"2012-08-30T05:40:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=14115"},"modified":"2017-04-07T11:41:13","modified_gmt":"2017-04-07T10:41:13","slug":"bushido-greift-wegen-internet-beleidigungen-in-die-portokasse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/bushido-greift-wegen-internet-beleidigungen-in-die-portokasse\/","title":{"rendered":"Bushido muss wegen Internet-Beleidigungen an die Portokasse"},"content":{"rendered":"<p><!--:de--><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-14122\" title=\"Nicht einen, nicht zwei, nicht drei Bambis, sondern sage und schreibe f\u00fcnf Bambis!\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/bambi1.png\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/bambi1.png 150w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/bambi1-44x44.png 44w, https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/bambi1-90x90.png 90w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/>Das entschied das Landgericht Berlin am 13.8.2012 (LG Berlin, Urt. v. 13.08.2012, Az. <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=33%20O%20434\/11\" title=\"33 O 434\/11 (2 zugeordnete Entscheidungen)\">33 O 434\/11<\/a>).<\/p>\n<p>Geklagt hatte eine ehemalige Big-Brother-Hausbewohnerin, die von Bushido \u00fcber mehrere soziale Netzwerke \u00fcberhitzt beschimpft und beleidigt worden war. Daf\u00fcr wollte die Dame ihrem Klageantrag zufolge mindestens 100.000 \u20ac Schmerzensgeld erhalten.<\/p>\n<p>Die Parteien hatten sich zun\u00e4chst im April auf im Wege eines Vergleichs auf eine Zahlung in H\u00f6he von 12.000 \u20ac geeinigt. Dieser Vergleich wurde jedoch widerrufen.<\/p>\n<p>Die Richterin wertete die \u00c4u\u00dferungen als Verletzung des Pers\u00f6nlichkeitsrechts durch bewusst b\u00f6sartig \u00fcberspitzte Kritik.<\/p>\n<p><strong>2 Dinge sprachen f\u00fcr Bushido<\/strong><\/p>\n<p>Bei der W\u00fcrdigung der \u00c4u\u00dferungen in den Urteilsgr\u00fcnden hob sie zu Gunsten von Bushido hervor, dass \u00c4u\u00dferungen von Rappern wie dem Beklagten mit ihrer teilweise unsachlichen und \u00fcberzogenen Tendenz vom verst\u00e4ndigen Durchschnittsb\u00fcrger nicht f\u00fcr bare M\u00fcnze genommen w\u00fcrden .\u00a0 Mit anderen Worten, was Bushido genau sagt, wenn er redet, interessiert keinen so richtig und kann daher auch niemanden schwerwiegend beleidigen.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus habe sich die Kl\u00e4gerin durch die Teilnahme am Containerleben im Fernsehprogramm gezielt der \u00d6ffentlichkeit ausgeliefert und sich in eine deprivatisierte Situation begeben und damit f\u00fcr den Spott selbst gesorgt. (la)<!--:--><!--:en--><\/p>\n<p><!--:--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das entschied das Landgericht Berlin am 13.8.2012 (LG Berlin, Urt. v. 13.08.2012, Az. 33 O 434\/11). Geklagt hatte eine ehemalige Big-Brother-Hausbewohnerin, die von Bushido \u00fcber mehrere soziale Netzwerke \u00fcberhitzt beschimpft und beleidigt worden war. Daf\u00fcr wollte die Dame ihrem Klageantrag zufolge mindestens 100.000 \u20ac Schmerzensgeld erhalten. 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