{"id":141,"date":"2007-04-10T10:54:00","date_gmt":"2007-04-10T08:54:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/wordpress\/?p=141"},"modified":"2007-04-10T10:54:00","modified_gmt":"2007-04-10T08:54:00","slug":"auch-privater-ebay-verkaufer-kann-unternehmer-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/auch-privater-ebay-verkaufer-kann-unternehmer-sein\/","title":{"rendered":"Auch &quot;privater&quot; eBay-Verk\u00e4ufer kann Unternehmer sein"},"content":{"rendered":"<div>Das letzte Scheinrefugium der Scheinprivaten Anbieter bei eBay d\u00fcrfte nun gefallen sein.<\/div>\n<p>Viele eBay-Verk\u00e4ufer bezeichnen sich bisher noch mit dem Hinweis als &#8220;privat&#8221; bzw. als &#8220;Nicht-Unternehmer&#8221;, sie verkauften ja nur eine private Sammlung bzw. f\u00fcr den pers\u00f6nlichen Gebrauch <a href=\"http:\/\/www.lampmannbehn.de\/blog\/2006\/09\/skandalurteil-ebay-verkauf-von-93.html\">eingekaufte &#8220;Kindersch\u00fchchen&#8221;, &#8220;Kinderhemdchen&#8221;<\/a> und sonstiges herzerw\u00e4rmendes Zeugs. Sie seien daher allenfalls arme, alleinstehende und -erziehende M\u00fctter, jedoch keinesfalls Unternehmer(innen).<\/p>\n<p>Die Annahme der Unternehmereigenschaft hat f\u00fcr den Verk\u00e4ufer weitreichende Folgen. Neben Gew\u00e4hrleistung und Widerrufsrecht muss der Anbieter zahlreiche Informationspflichten beachten. Ohne anwaltliche Hilfe geht da nichts.<\/p>\n<p>Das OLG Frankfurt <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr\/entscheidungen\/wettbewerbsrecht\/156\/5\/2\">(Beschl. v. 21.03.2007, Az. 6 W 27\/07)<\/a> stellte nun klar, dass es f\u00fcr die Annahme einer einer auf Dauer angelegten wirtschaftlichen Bet\u00e4tigung im Sinne des <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/BGB\/14.html\" title=\"&sect; 14 BGB: Unternehmer\">\u00a7 14 BGB<\/a> nicht zwingend ist, dass die zu verkaufenden Waren zum Zwecke des Verkaufs eingekauft (oder hergestellt) wurden. In dem vom Gericht zu beurteilenden Fall fand die Verkaufst\u00e4tigkeit bereits \u00fcber ein Jahr statt. Daher sei ohne Weiteres auch ohne Neuk\u00e4ufe bereits von einem planm\u00e4\u00dfigen, auf eine gewisse Dauer angelegten Anbieten auszugehen.<\/p>\n<p><span>Fazit:<\/span><br \/>\nUnternehmer im rechtlichen Sinne ist man schnell. Mit gewerblichem Handeln hat dies \u00fcbrigens nichts zu tun. Ein Gewinnerzielungsinteresse ist nicht erforderlich. Man muss dementsprechend auch nicht unbedingt schon ein Gewerbe anmelden. Jeder Verk\u00e4ufer sollte jedoch zu jeder Zeit selbstkritisch pr\u00fcfen, ob die Grenze zum Nicht-Privaten bereits \u00fcberschritten sein und es notwendig werden k\u00f6nnte, ein Fachmann mit der Gestaltung der Angebote zu beauftragen. Rechtsanwaltskosten zahlt man sp\u00e4testens bei der ersten Abmahnung. (la) <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr\/entscheidungen\/wettbewerbsrecht\/156\/5\/2\">Zum Beschluss<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das letzte Scheinrefugium der Scheinprivaten Anbieter bei eBay d\u00fcrfte nun gefallen sein. Viele eBay-Verk\u00e4ufer bezeichnen sich bisher noch mit dem Hinweis als &#8220;privat&#8221; bzw. als &#8220;Nicht-Unternehmer&#8221;, sie verkauften ja nur eine private Sammlung bzw. f\u00fcr den pers\u00f6nlichen Gebrauch eingekaufte &#8220;Kindersch\u00fchchen&#8221;, &#8220;Kinderhemdchen&#8221; und sonstiges herzerw\u00e4rmendes Zeugs. Sie seien daher allenfalls arme, alleinstehende und -erziehende M\u00fctter, jedoch [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"content-type":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-141","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-magazin"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/141","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=141"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/141\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=141"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=141"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=141"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}