{"id":139,"date":"2007-04-05T12:03:00","date_gmt":"2007-04-05T10:03:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/wordpress\/?p=139"},"modified":"2007-04-05T12:03:00","modified_gmt":"2007-04-05T10:03:00","slug":"stoppt-das-lg-munchen-weiteren-abmahn-tsunami","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/stoppt-das-lg-munchen-weiteren-abmahn-tsunami\/","title":{"rendered":"Stoppt das LG M\u00fcnchen weiteren Abmahn-Tsunami?"},"content":{"rendered":"<div>Die 33. Zivilkammer des Landgericht M\u00fcnchen I will einen weiteren Fall von Rechtsmissbrauch im Wettbewerbsrecht durch Massenabmahnungen ausgemacht haben, wie <a href=\"http:\/\/www.informationweek.de\/showArticle.jhtml?articleID=198702175&amp;pgno=1\">InformationWeek berichtet<\/a>. Eine Aktiengesellschaft hat eine Reihe von eBay-H\u00e4ndlern wegen fehlender oder fehlerhafter Angaben zum Widerrufsrecht in Anspruch genommen. Erst vor wenigen Monaten hatte die Kammer die Media-M\u00e4rkte medienwirksam in ihre Schranken gewiesen (wir <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr-blog\/2006\/12\/media-markt-beschluss-des-lg-munchen-i-im-volltext\/\">berichteten<\/a>). Dar\u00fcber, dass die Entscheidungen <a href=\"http:\/\/www.lampmannbehn.de\/blog\/2007\/01\/olg-mnchen-massenabmahnungen-des.html\">vom OLG kurz und knapp wieder kassiert<\/a> wurden, las (und liest) man auch bei <a href=\"http:\/\/www.informationweek.de\/showArticle.jhtml;jsessionid=G2VYXCGFF3SPSQSNDLOSKH0CJUNN2JVN?articleID=198702175&amp;pgno=2\">InformationWeek<\/a> eigentlich nichts.<\/div>\n<p>Angeblich sei das Gericht am Dienstag in einem Widerspruchstermin der Argumentation eines &#8220;Abmahnungsopfers&#8221; gefolgt, wie InformationWeek berichtet:<\/p>\n<p><em><\/p>\n<blockquote>\n<div><em>&#8220;Bei dem Vorgehen gegen den Ebay-Anbieter handele es sich um eine rechtsmissbr\u00e4uchliche Abmahnung. Der Ansicht, dass es sich bei den Aktivit\u00e4ten der X um Massenabmahnungen mit einem Geb\u00fchrenerzielungsinteresse handele, werde uneingeschr\u00e4nkt gefolgt.&#8221;<\/em><\/div>\n<\/blockquote>\n<div>Falls die Kammer Ihre Entscheidung wirklich (nur) auf diese Punkte st\u00fctzt, d\u00fcrfte auch diese Entscheidung in der n\u00e4chsten Instanz keinen Bestand haben. Entgegen einer &#8211; auch unter Anw\u00e4lten &#8211; verbreiteten Auffassung, ist allein die Anzahl von Abmahnungen gerade kein Indiz f\u00fcr Rechtsmissbrauch. V\u00f6llig absurd ist auch der Irrglaube, Rechtsmissbrauch sei durch Abmahnungen mittels &#8220;Textbausteinen&#8221; belegt. Ein Scheidungs-, Inkasso- oder Sontstwasanwalt benutzt ebenso wie der &#8220;Abmahnanwalt&#8221; identische Formulierungen f\u00fcr identische Sachverhalte. Die Geb\u00fchr kassiert der Anwalt auch nicht f\u00fcr &#8220;die Abmahnung&#8221;, sondern f\u00fcr seine Einschaltung, Pr\u00fcfung des Sachverhalts und sein T\u00e4tigwerden nach au\u00dfen.<\/div>\n<div>Es m\u00fcssen also in dem verhandelten Falle <a href=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/lbr\/entscheidungen\/wettbewerbsrecht\/113\/5\/2\">weitere Aspekte<\/a> hinzukommen, die einen Rechtsmissbrauch belegen.<\/div>\n<div>Empf\u00e4ngern wettbewerbsrechtlicher Abmahnungen kann nur empfohlen werden, sich juristisch fundiert gegen unberechtigte Abmahnungen zu wehren. Dabei ist vor allem der Inhalt der Abmahnung wichtig. Mit dem Rechtsmissbrauchs-Geschrei sollten Wettbewerber dagegen Zur\u00fcckhaltung \u00fcben: Die sch\u00f6nste Entscheidung n\u00fctzt n\u00e4mlich nichts, wenn sie in der n\u00e4chsten Instanz wieder aufgehoben wird. (zie)<\/div>\n<p><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die 33. 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