{"id":11804,"date":"2012-04-20T21:39:17","date_gmt":"2012-04-20T19:39:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=11804"},"modified":"2018-01-14T05:44:55","modified_gmt":"2018-01-14T04:44:55","slug":"gema-youtube-%c2%bd-zu-0-vor-dem-landgericht-hamburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/social-media-recht\/gema-youtube-%c2%bd-zu-0-vor-dem-landgericht-hamburg\/","title":{"rendered":"Gema.\/. YouTube &#8211; \u00bd zu 0 vor dem Landgericht Hamburg"},"content":{"rendered":"<p><!--:de--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left alignleft\" style=\"margin-right: 15px; margin-bottom: 10px;\" title=\"Gema l\u00f6schen!\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/yougema.jpg\" alt=\"Gema l\u00f6schen!\" \/><\/p>\n<p>Nicht allzu \u00fcberraschend hat das LG Hamburg heute im Fall Gema gegen YouTube <a href=\"http:\/\/justiz.hamburg.de\/presseerklaerungen\/3384912\/pressemeldung-2012-04-20-olg-01.html\">entschieden<\/a>.<\/p>\n<p>YouTube haftet f\u00fcr unberechtigt hochgeladene Videos nach den Grunds\u00e4tzen der <a href=\"http:\/\/www.rechtambild.de\/2011\/10\/die-grundlagen-der-storerhaftung\/\">St\u00f6rerhaftung<\/a>. Sieben Videos mussten daraufhin entfernt werden.<\/p>\n<p>Mit dem Urteil kann YouTube eigentlich ganz zufrieden sein. Denn entgegen der Forderung der Gema, dass YouTube als T\u00e4ter haften solle, sieht das Gericht nur die St\u00f6rerhaftung als gegeben an. F\u00fcr eine Verbreiterhaftung sah das LG keinen Anlass, da YouTube die Videos weder selbst hochgeladen noch sich deren Inhalte zu Eigen gemacht habe. Damit sind YouTube weitreichende Konsequenzen erspart worden, die eine \u201eT\u00e4terhaftung\u201c mit sich gebracht h\u00e4tte.<\/p>\n<p><strong>Nach Kenntnis muss YouTube l\u00f6schen&#8230;<\/strong><\/p>\n<p>Durch das Bereitstellen und den Betrieb der Videoplattform hat YouTube als St\u00f6rer einen Beitrag zu den Rechtsverletzungen geleistet. Da die Videos nicht unverz\u00fcglich (das Gericht empfand ~ 1 \u00bd Monate wohl richtigerweise als zu lang) entfernt wurden, hat YouTube damit gegen die gebotene Pflicht versto\u00dfen.<\/p>\n<p><strong>&#8230;und zuk\u00fcnftige gleichartige Verletzungen verhindern<\/strong><\/p>\n<p>Bei einer Abw\u00e4gung der betroffenen Interessen und rechtlichen Wertungen gegeneinander befand das Gericht weiter, dass es YouTube aufzuerlegen sei, durch den Einsatz einer Software k\u00fcnftige Uploads zu verhindern, die eine mit einer gemeldeten Musikaufnahme \u00fcbereinstimmende Aufnahme enthielten. Das entsprechende Programm sei bereits vorhanden und m\u00fcsse nur (richtig) eingesetzt werden. Die Pr\u00fcfungs- und Kontrollpflichten legen jedoch nicht nahe, dass der gesamte Datenbestand im Vorhinein \u00fcberpr\u00fcft werden m\u00fcsse, sondern immer erst ab Kenntnis von einer konkreten Rechtsverletzung.<\/p>\n<p>Es sei allerdings zuzumuten, dass ein Wortfilter neu eingestellte Videos herausfiltern soll, deren Titel sowohl den Titel als auch den Interpreten der in einem Video beanstandeten Musikaufnahme enth\u00e4lt.<\/p>\n<p>Das Urteil ist nicht rechtskr\u00e4ftig und es kann erwartet werden, dass es noch ein Nachspiel vor dem OLG oder gar BGH geben wird. (fw)<!--:--><!--:en--><\/p>\n<p><!--:--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nicht allzu \u00fcberraschend hat das LG Hamburg heute im Fall Gema gegen YouTube entschieden. YouTube haftet f\u00fcr unberechtigt hochgeladene Videos nach den Grunds\u00e4tzen der St\u00f6rerhaftung. Sieben Videos mussten daraufhin entfernt werden. Mit dem Urteil kann YouTube eigentlich ganz zufrieden sein. 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