{"id":112,"date":"2007-02-20T10:59:00","date_gmt":"2007-02-20T08:59:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/wordpress\/?p=112"},"modified":"2007-02-20T10:59:00","modified_gmt":"2007-02-20T08:59:00","slug":"ag-munchen-aus-kostenpflichtig-wird-gratis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/ag-munchen-aus-kostenpflichtig-wird-gratis\/","title":{"rendered":"AG M\u00fcnchen: Aus kostenpflichtig wird gratis"},"content":{"rendered":"<div>Das Amtsgericht M\u00fcnchen hat ein <a href=\"http:\/\/www.ag-m.bayern.de\/Pressemitteilungen\/070219%20-%20Lebenserwartung\/070219%20-%20Lebenserwartung.htm\">Urteil<\/a> (v. 16.1.07, AZ <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=161%20C%2023695\/06\" title=\"AG M&uuml;nchen, 16.01.2007 - 161 C 23695\/06: Nicht alles im Internet ist kostenlos, aber nicht alle...\">161 C 23695\/06<\/a>) zu vermeintlich kostenpflichtigen Internetdienstleistungen gef\u00e4llt: Versteckt sich die Zahlungspflicht in den allgemeinen Gesch\u00e4ftsbedingungen, kann diese Klausel ungew\u00f6hnlich und \u00fcberraschend und damit unwirksam sein, wenn nach dem Erscheinungsbild der Website mit einer kostenpflichtigen Leistung nicht gerechnet werden musste.<\/div>\n<div>Betroffen sind die oft als &#8220;<a href=\"http:\/\/www.lampmannbehn.de\/blog\/2006\/11\/widerrufsrecht-futsch-in-der-abo-falle.html\">Abo-Fallen<\/a>&#8221; bezeichneten Angebote, bei denen eine Dienstleistung (z.B. SMS-Versand oder Berechnung der Lebenserwartung) angeboten wird. Meist wird der Verbraucher dabei nicht ausreichend darauf aufmerksam gemacht, dass die Angebote mit Kosten verbunden sind.<\/div>\n<div>So begr\u00fc\u00dfenswert (siehe dazu <a href=\"http:\/\/www.lawblog.de\/index.php\/archives\/2007\/02\/20\/schlappe-fur-schmidtleins-co\/\">hier<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.kremer-legal.com\/2007\/02\/20\/ag-munchen-keine-zahlungspflicht-bei-abo-fallen-ohne-preishinweis\">hier<\/a>) und im konkreten Fall auch richtig die Entscheidung ist, darf man sie nach unserer Auffassung gerade nicht verallgemeinern. Grunds\u00e4tzlich ist es nicht verwerflich, dass im Internet kostenpflichtige (und auch als solche deutlich gekennzeichnete) Dienstleistungen angeboten werden, bei denen die &#8220;Werthaltigkeit&#8221; des Angebotes zweifelhaft ist. Solche Angebote sind vergleichbar mit &#8220;Liebesbarometern&#8221; oder \u00e4hnlichen Unterhaltungsautomaten auf einer Kirmes. Dort wird niemand von einem kostenlosen Angebot ausgehen.<\/div>\n<div>Im Internet gilt hingegen scheinbar der Grundsatz, dass jeder Kunde grunds\u00e4tzlich so &#8220;dumm&#8221; ist zu glauben, dass alles umsonst ist. Nat\u00fcrlich muss der Kunde <em>vorher<\/em> wissen, was er kauft. Wer leichtfertig irgendwo Daten angibt sollte sich allerdings auch einmal \u00fcberlegen, warum der Betreiber der Seite die Daten gerne h\u00e4tte&#8230; (zie)<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Amtsgericht M\u00fcnchen hat ein Urteil (v. 16.1.07, AZ 161 C 23695\/06) zu vermeintlich kostenpflichtigen Internetdienstleistungen gef\u00e4llt: Versteckt sich die Zahlungspflicht in den allgemeinen Gesch\u00e4ftsbedingungen, kann diese Klausel ungew\u00f6hnlich und \u00fcberraschend und damit unwirksam sein, wenn nach dem Erscheinungsbild der Website mit einer kostenpflichtigen Leistung nicht gerechnet werden musste. Betroffen sind die oft als &#8220;Abo-Fallen&#8221; [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"content-type":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-112","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-magazin"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/112","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=112"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/112\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=112"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=112"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=112"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}