{"id":11162,"date":"2012-03-22T07:59:29","date_gmt":"2012-03-22T05:59:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=11162"},"modified":"2017-04-07T12:00:44","modified_gmt":"2017-04-07T11:00:44","slug":"italiener-muss-deutsch-konnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/italiener-muss-deutsch-konnen\/","title":{"rendered":"Italiener muss Deutsch k\u00f6nnen"},"content":{"rendered":"<p><!--:de--><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left alignleft\" style=\"margin-right: 15px;margin-bottom: 10px\" title=\"man spricht deutsh\" src=\"https:\/\/www.lhr-law.de\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/siegel.jpg\" alt=\"man spricht deutsh\" \/> Das Landgericht M\u00fcnchen I hat in einem Urteil aus dem Februar 2012 (LG M\u00fcnchen I, Urteil vom 14.02.2012, Az. <a href=\"https:\/\/dejure.org\/dienste\/vernetzung\/rechtsprechung?Text=1%20HK%20O%2012863\/11\" title=\"LG M&uuml;nchen I, 14.02.2012 - 1 HKO 12863\/11: Markenverletzung: Deutschsprachige Abmahnung des Kfz...\">1 HK O 12863\/11<\/a>) entschieden, dass eine Abmahnung an einen Italiener nicht unbedingt auch auf Italienisch abgefasst werden muss, um wirksam zu sein und einen Kostenerstattungsanspruch auszul\u00f6sen.<\/p>\n<p>Ein italienischer Autoh\u00e4ndler hatte einen Wagen auf der Plattform mobile.de zum Verkauf angeboten. Daraufhin wurde er von einem deutschen Hersteller aus einem Geschmacksmuster in Anspruch genommen und abgemahnt. Nachdem der abgemahnte Autoh\u00e4ndler die Erstattung der Kosten der Abmahnung verweigerte, verklagte ihn der Gl\u00e4ubiger vor dem Landgericht M\u00fcnchen I.<\/p>\n<p>Das Landgericht gab der Klage statt.<\/p>\n<p>Eine Abmahnung m\u00fcsse nicht unbedingt in der Sprache des Schuldners verfasst sein. Der Gesetzgeber schreibe hier nicht die Einhaltung von bestimmten Formalien vor. Der Abgemahnte m\u00fcsse lediglich erkennen k\u00f6nnen, was ihm vorgeworfen werde. Im zugrunde liegenden Sachverhalt habe er damit nach den Feststellungen des Gerichtes allein schon aufgrund der gro\u00dfz\u00fcgig gesetzten Frist von 14 Tagen keine Probleme gehabt. Von daher h\u00e4tte er entweder einen Rechtsanwalt aufsuchen oder f\u00fcr eine \u00dcbersetzung sorgen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Das Urteil ist im Ergebnis zu begr\u00fc\u00dfen. Insbesondere im vorliegenden Fall ist nicht einzusehen, weshalb der Gl\u00e4ubiger von Schutzrechten, die auf einer sich jedenfalls auch an Deutsche richtenden Plattform verletzt werden, R\u00fccksicht auf die Nationalit\u00e4t des Rechtsverletzers nehmen m\u00fcssen sollte.<\/p>\n<p>Die Entscheidung bedeutet aber auch, dass deutsche Internetuser immer dann ganz besonders vorsichtig sein m\u00fcssen, wenn sie sich mit ihrem Angebot bestimmungsgem\u00e4\u00df auch an ein Publikum au\u00dferhalb Deutschlands wenden. Denn dann muss auch die Rechtsordnung des so ber\u00fchrten Landes beachtet und etwaige Korrespondenz auch in der entsprechenden Sprache gef\u00fchrt werden. (la)<\/p>\n<p>(Bild: \u00a9 ferkelraggae &#8211; Fotolia.com)<!--:--><!--:en--><br \/>\n<!--:--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Landgericht M\u00fcnchen I hat in einem Urteil aus dem Februar 2012 (LG M\u00fcnchen I, Urteil vom 14.02.2012, Az. 1 HK O 12863\/11) entschieden, dass eine Abmahnung an einen Italiener nicht unbedingt auch auf Italienisch abgefasst werden muss, um wirksam zu sein und einen Kostenerstattungsanspruch auszul\u00f6sen. 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