{"id":11098,"date":"2012-03-20T15:26:58","date_gmt":"2012-03-20T13:26:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lhr-law.de\/?p=11098"},"modified":"2026-02-08T21:37:51","modified_gmt":"2026-02-08T19:37:51","slug":"so-schlecht-kann-unser-ruf-nicht-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lhr-law.de\/en\/magazin\/kurioses-und-interessantes\/so-schlecht-kann-unser-ruf-nicht-sein\/","title":{"rendered":"So schlecht kann unser Ruf nicht sein"},"content":{"rendered":"
\"Winkeladvokat
cristina – Fotolia.com<\/figcaption><\/figure>\n

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Die Kollegen von Dr. Damm & Partner<\/a> weisen aktuell auf eine Entscheidung des Landgerichts M\u00fcnchen I hin (LG M\u00fcnchen I, Urteil vom 06.09.2011, Az. 33 O 10509\/11<\/a>) , wonach einer Privatperson gerichtlich verboten werden musste, sich f\u00e4lschlicherweise als “Rechtsanwalt” zu bezeichnen.<\/p>\n

Der Antragsgegner bezeichnete sich in einem Schreiben als Rechtsanwalt, obwohl dies nicht zutraf. Dies gelangte offenbar einem “echten” Rechtsanwalt zur Kenntnis, der dann eine einstweilige Verbotsverf\u00fcgung vor dem Landgericht M\u00fcnchen I erwirkte.<\/p>\n

Trotz des recht eindeutigen Sachverhalts legte der Antragsgegner dagegen Widerspruch ein.<\/p>\n

Er trug unter anderem vor, dass es zwar “nicht in Ordnung” gewesen sei, sich unbefugterweise als Rechtsanwalt zu bezeichnen. Dies sei aber im konkreten Fall deshalb nicht rechtswidrig gewesen, weil er sich damit ausschlie\u00dflich an den Antragsgegnervertreter gewandt habe. Au\u00dferdem stelle sein Verhalten schon deshalb keinen Versto\u00df gegen Wettbewerbsrecht dar, da er nie gegen\u00fcber Dritten oder Rechtssuchenden unter der Berufsbezeichnung Rechtsanwalt aufgetreten sei.<\/p>\n

Dieser Auffassung erteilte das Landgericht M\u00fcnchen I eine klare Absage:<\/p>\n

“Das F\u00fchren einer gesetzlich gesch\u00fctzten Berufsbezeichnung ohne die entsprechende Erlaubnis ist stets irref\u00fchrend im Sinne des \u00a7 5 Abs. 1 S. 2 Nr. 3 UWG<\/a> und unter Umst\u00e4nden sogar strafbar nach \u00a7 132 a StGB<\/a> (vgl. dazu K\u00f6hler\/Bornkamm\/Bornkamm, UWG, 29. Auflage, \u00a7 5 Rdnr. 5.145 und 5.149).”<\/p><\/blockquote>\n

Auch wenn es nat\u00fcrlich \u00e4rgerlich ist, wenn sich jemand unbefugterweise als Rechtsanwalt bezeichnet, ohne die zahlreichen Entbehrungen und Dem\u00fctigungen eines Jurastudiums “durchlitten” zu haben, stimmt es andererseits wiederum vers\u00f6hnlich, dass es offenbar Leute gibt, die sogar eine Strafverfolgung in Kauf nehmen, um sich mit den “Federn” unseres Berufsstandes zu schm\u00fccken.<\/p>\n

So schlecht kann unser Ruf nicht sein. (la)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"

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