Großkanzlei von Examensfälscher betrogen

Von Arno Lampmann, 9. Dezember 2010

Wie das Justizministerium NRW unter Bezugnahme auf eine dpa-Meldung berichtet, war in einer Großkanzlei in Düsseldorf monatelang ein Examensschwindler angestellt.

Dieser hatte zwar ein bestandenes Examen, fälschte jedoch seine Noten und erschlich sich damit die Stellle mit 100.000 € Jahresgehalt. Die Sache flog wegen schlechter Leistungen auf und der 32jährige wurde wegen Betruges verurteilt. 75.000 € Gehalt muss er zurückzahlen.

Wieder einmal hat das Gute gesiegt.  (ca)

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Diskussion zu diesem Artikel:

4 Kommentare

  1. RA Neuber

    Einen Zusammenhang zwischen Examensnote und fachlichem Können herzustellen, halte ich für gewagt.

    Wir erinnern uns alle noch mit Grausen an die Lebensnähe der Examensfälle, oder ?

  2. alex

    Gibt sicher genug, die damit nicht aufgefolgen sind….

    Es sind auch nicht nur die Sachverhalte, in der mündlichen Prüfung kann einem auch alles passieren, sowohl positiv wie auch negativ. Da braucht man eine gute Prise Glück.

  3. Lore

    Er hatte doch wenigstens ein bestandenes Examen!

    Dieser Fall erinnert mich an einen meiner Hochschullehrer, bei dem ich einst die Aufnahmeprüfung für das Studium ablegte.
    Er war zur damaligen Zeit nicht nur der Dekan der Fakultät, er hielt Vorlesungen in einem der wichtigsten Studienhauptfächer, hatte auch ein Lehrbuch herausgegeben und nahm Examensprüfungen ab.

    Nur selbst studiert hatte er in dieser Fachrichtung nie !!!
    Er wurde zwar immer mal durch fachliche Inkompetenz auffällig und hielt eine katastrophale Vorlesung, aber bemerkt wurde die Ursache dafür erst nach seiner Emeritierung als es um die Klärung seiner Rentenansprüche ging.

    Das Fehlen seiner Examensnachweise hatte er bis dahin immer mit kriegsbedingtem Verlust erklärt.

    Er hatte einen Lehrstuhl inne mit einem entsprechendem Gehalt – was sind dagegen schon eine paar „geschönte“ Examensnoten… 😀

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